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Abenteuer Soca Tal

Abenteuer im Soca Tal – ein Wochenende mit mehr und weniger Adrenalin

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Meine letzte Reise war schon länger geplant – es sollte nach Slowenien gehen und dort auch ins Soca Tal. Bei erlebe- aktiv haben wir dazu die perfekte Kurzreise, die Abenteuer, tolle Landschaften und Adrenalin verspricht.

Das Soca-Tal bietet wirklich eine Menge: Von Wanderungen entlang des Flusses, Outdoor- Abenteuern wie Rafting, Kayaking oder Paragliding und idyllischen Städtchen.

Autorenbild Verena
Verena von erlebe-aktiv nimmt Sie mit auf ihr Abenteuer im Soca-Tal.

Soca Kanal Slowenien

Ankunft im Soca-Tal: Ein herzlicher Empfang

Der Ausgangspunkt für unsere Reise war der kleine Ort Drežnica, der etwa 15 Minuten von Kobarid entfernt liegt. Über eine kurvenreiche, zum Teil schmale Bergstraße gelangt man in das idyllische Tal und den kleinen Ort, der aus einigen Häusern und einer Kirche besteht. Im Hintergrund ragt das mächtige Krn- Gebirge auf und verleiht dem Ganzen eine beeindruckende Atmosphäre.

Unsere Unterkunft haben wir schnell gefunden und wurden dort herzlich empfangen. Als erstes haben wir das Programm für die nächsten Tage besprochen. Rafting und auch Paragliding stehen an, wenn das Wetter mitmacht. Und um das vorwegzunehmen: damit hatten wir Glück – es war herrliches Wetter für Ende September.

Verenas persönlicher Tipp für Ihre Slowenien Reise in der Nebensaison
    Ende September hatten wir zwar noch großartiges Wetter, einige der touristischen Einrichtungen sind dann aber nur noch am Wochenende oder kurzfristig auch nicht mehr geöffnet. Wenn Sie zu dieser Zeit reisen, prüfen Sie rechtzeitig, ob zum Beispiel die Kanin Seilbahn von Bovec aus noch täglich fährt. Wir wären gerne mit der Seilbahn hochgefahren, um von dort eine Wanderung zu unternehmen, bei der wir bei gutem Wetter die Adria und die Alpen hätten sehen können. Naja, vielleicht beim nächsten Mal!

Wanderung zum Kozjak Wasserfall

Das Alleinstellungsmerkmale dieser Reise ist ganz klar der beeindruckende Fluss Soca. Bereits auf dem Weg zu unserer Unterkunft fuhren wir die Soca entlang. Schon aus der Ferne war der leuchtend, türkisblaue Strom zu sehen. Unser erster Berührungspunkt war die Überquerung über eine Hängebrücke auf dem Weg zu dem Kozjak Wasserfall. Genau in diesem Moment paddelten einige Kajakfahrer unter uns hindurch und die roten, gelben und grünen Kajaks bildeten einen großartigen Kontrast zu der Wasserfarbe.

Die Wanderung zum Kozjak Wasserfall ist klar zu empfehlen – es gibt einige Wanderungen in Slowenien, die an einem Flusslauf entlang in eine Klamm oder Schlucht führen – zum Teil über Plankenwege an den Felswänden entlang, der Weg zum Kozjak Wasserfall überquert den Fluss mehrmals, bevor man zum Wasserfall gelangt – ein beeindruckender Anblick, da der Wasserfall in einer Art Höhle herabfällt.

An diesem Abend, wie an jedem Abend in Dreznica, gab es ein wirklich leckeres 3-Gänge Abendessen. Die Küche ist italienisch beeinflusst, aber noch mehr von den traditionellen Rezepten der Großmutter. Das Hirschragout mit Polenta wird mir noch lange in herrlicher Erinnerung bleiben!

Kozjak Wasserfall Slowenien
Soca Tal Rafting

Rafting auf der Soca

Am nächsten Tag stand Rafting auf dem Programm. Wir haben uns in dem Büro des Outdoorunternehmens in Kobarid getroffen, haben die Badeklamotten unter unsere normale Kleidung angezogen und zusammen mit den anderen Teilnehmern und unserem Guide, Tine, mit einem Kleinbus auf den Weg Flussaufwärts gemacht.

Nach etwa 20 Minuten Fahrt erreichten wir den Ausgangspunkt unserer Raftingtour, zogen unsere Ausrüstung an, zu der Wetsuit und Schuhe gehören, Helm und Schwimmweste. Nach einer kurzen Sicherheits- und Paddeleinweisung legten wir los. Während der nächsten etwa 2,5 Stunden haben wir Stromschnellen überwunden, sind von unserem Raft ins Wasser gesprungen – Ja, es war erstmal sehr kalt! – zweitweise auch mal entspannt den Fluss entlang getrieben und dann auf Felsen geklettert und runtergesprungen – die, die sich getraut haben! Unser Guide Tine hat uns unterwegs viele Infos gegeben, Geschichten erzählt und insgesamt die Tour zu einem sehr lustigen Ausflug gemacht. Am Ende der Rafting Tour haben wir dann das Raft einen kurzen Weg hinauf zum Parkplatz getragen, wo der Fahrer mit Anhänger bereits auf uns wartete. Es war eine Tour, die super viel Spaß gemacht hat, einige Adrenalinmomente bereithielt und Lust auf weitere Rafting Touren gemacht hat.

In 2000m Höhe - Slowenien von oben

Am nächsten Tag stand das nächste Abenteuer auf dem Programm: Es sollte hochhinaus gehen – beim Paragliding. Ich war ziemlich gespannt, wie der Flug in 2000m Höhe sein würde. Ich hatte schon mehrere Bungeejumps gemacht und fragte mich, ob ein Paragliding Flug wohl auch so aufregend und Adrenalinreich sein würde.

Auch dieser Ausflug begann mit einer Autofahrt. Mit unseren Piloten und großen Rucksäcken mit den Paraglides machten wir uns auf den Weg bergauf. Nach etwas 25 Minuten erreichten wir einen Berghang mit großer Wiese und herrlichem Ausblick über die Landschaft.

Es waren schon einige andere Paraglider Piloten dort, die ihre Gleitschirme ausbreiteten und die Thermik ganz genau im Blick hielten. Andere Piloten waren schon in der Luft – die Chancen standen also sehr gut, dass auch wir abheben würden.

Mein Pilot und ich fanden zueinander, als er fragte „Wem wird beim Autofahren und Kurven nicht schlecht?“ – und ich „Mir!“ antwortete und hoffte, dass das bedeuten würde, dass ich einen etwas abenteuerlichen Flug erleben würde.

Paragliding im Soca Tal
Paragliding im Soca Tal

Von ersten Flugmanövern bis zur sanften Landung

Der Gleitschirm wurde ausgelegt, die Leinen sortiert, der Helm und Gurt angezogen und angeschnallt und dann hieß es auch schon „Wenn ich ‘Los’ sage, läufst du los! Und es kann sein, dass unser der Auftrieb erst kurz nach hinten zieht – ist ganz normal.“ Und so wars dann auch – zwei Schritte nach vorne, drei nach hinten, nochmal zwei nach vorne und wir waren in der Luft!

Die ersten Drehungen, die mein Pilot machte, waren enge Kurven und machten super Spaß! Wir flogen sozusagen Warteschleifen, bis auch der andere Pilot in der Luft war. Und dann ging es gemächlich in 2000m Höhe und mit tollen Ausblicken über die Berge, über das Flusstal und den Fluss selbst zu unserem ursprünglichen Startplatz zurück, der nach etwa 40 Minuten zu unserem Landeplatz wurde.

Der Paragliding Flug war eine einmalige Erfahrung, ich persönlich hätte mir etwas mehr Adrenalin gewünscht. Mein Freund hingegen musste sich zu Beginn wirklich überwinden und war froh, als er wieder Boden unter den Füssen hatte, aber noch mehr, dass er sich der Herausforderung gestellt und die Bedenken überwunden hatte.

Für uns ging es bereits am nächsten Tag weiter an die Küste – wir hätten aber ganz bestimmt noch weitere Tage mit spannenden Aktivitäten im Soca-Tal füllen können.

Weitere Infos und Tipps für Ihr Abenteuer im Soca-Tal
  • Anreise: Wir sind nach Ljubljana geflogen und haben dort unseren Mietwagen in Empfang genommen. Es ist aber auch möglich nach Triest, in Italien zu fliegen und von dort aus ins Soca-Tal zu reisen. Mit dem Zug ist es etwas herausfordernder, denn nach Kobarid, dem nächstgrößeren Ort bei unserer Unterkunft fahren keine Züge. Es gibt einen Bus von Ljubljana, der täglich in etwas über 3 Stunden nach Kobarid fährt. Um allerdings vor Ort im Soca-Tal flexible unterwegs zu sein, wäre meine Empfehlung mit dem eigenen Mietwagen anzureisen.
  • Mountainbiking, Canyoning and Co: Im Soca-Tal schlägt das Herz jeden Outdoor und Abenteuer Fans höher. Es gibt unzählige Möglichkeiten die atemberaubende Natur aktiv zu erkunden. In Kobarid und Bovec gibt es mehrere Unternehmen, bei denen vor Ort zusätzliche Aktivitäten gebucht werden können.
  • Wanderungen: Es gibt natürlich auch viele Wanderwege in der Umgebung. Manche lassen sich einfach an einem Vormittag unternehmen, für andere sollten Sie nicht nur mehr Zeit, sondern auch die richtige Ausrüstung einplanen. Genügend zu trinken, passende Wanderschuhe und Sonnenschutz sollten nicht fehlen!
  • Geschichte des ersten Weltkriegs: Nicht ganz außer Acht lassen kann man die bewegte Vergangenheit der Region: Im ersten Weltkrieg war dies Schauplatz der Isonzoschlachten und heute erinnern ein Museum, Schützengräben und das italienische Beinhaus an die Kriegsgeschichte.
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