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Aktivurlaube mit Kindern am Meer

Aktivurlaub mit Kindern am Meer – warum Reisen in der Nebensaison super ist!

Blog

Noch einmal die Nebensaison mit günstigeren Preisen ausnutzen und mit den Kindern in den Süden fliegen bevor wir an die Schulferien gebunden sind – recht spontan entschieden wir uns für Portugal als Reiseziel und es ging bereits Anfang März los. Schon etwas riskant, was das Wetter angeht, aber wir probierten es – und es hat sich gelohnt!

Autorin Daniela
Reisespezialistin Daniela zog es diesmal in den Süden. Gemeinsam mit Ihrer Familie war Sie in Portugal unterwegs.

Straße nach Aldeia de Pedralva

Ankunft in Portugal

Nachdem wir bei unserer Ankunft auf dem Flughafen in Faro mit Regen und Sturm begrüßt wurden, gab es am nächsten Tag immer mal wieder zwischendurch ein paar kräftige Schauer. Doch dann erwarteten uns an den restlichen Urlaubstagen wunderschöne frühlingshafte Temperaturen und viel Sonne. Morgens und abends war es zwar immer noch etwas frisch, aber selbst Frühstück auf der hauseigenen Terrasse war schon möglich. Und tagsüber war sogar T-Shirt Wetter angesagt!

Wohnen im idyllischen Dorf Aldeia da Pedralva

Dieses Mal hatten wir uns für unseren Familienurlaub für zwei Urlaubsstationen entschieden. Mit einem Mietwagen fuhren wir zunächst in rund 1,5 Stunden in unsere erste Unterkunft an die Westküste in die Nähe von Vila do Bispo, nördlich von Sagres. Ein idealer Ausgangspunkt für die Erkundung der Westküste und der Algarve. Wir übernachteten in einer sehr idyllischen Unterkunft in Aldeia da Pedralva: Es war ein kleines Dorf, in dem alte Häuser restauriert und zu Ferienunterkünften umgebaut worden waren. Weiß getünchte Steinhäuser, blaue Fensterläden, grüne oder rote Holztüren und dazwischen Wege aus Pflastersteinen. Für Familien mit Kindern das perfekte Ziel, da es hier genug Platz zum herumtoben gibt es und das Dorf weitestgehend autofrei ist. Hier lebt man ein wahres Dorfleben und für die heißen Sommertage gibt es sogar einen Pool. Die Häuser sind komplett mit Küche ausgestattet und auf der Terrasse lässt sich frischer Fisch grillen. Besonders gefallen hat uns hier die Herzlichkeit der Mitarbeiter. Stets wurden wir mit einem Lächeln begrüßt und auch bei allen anderen Gästen im Dorf herrschte ganz entspannte Stimmung.

Aldeia de Pedralva
Dinospuren bei Praia Salema mit Kindern

Auf den Spuren der Dinosaurier

Fragen wir unseren Sohn nach dem Highlight der Reise, so war dies sicherlich der Besuch des „Dino-Strands“. An der Praia Salema, an der westlichen Felsalgarve, rund 20 Minuten mit dem Auto von unserer Unterkunft entfernt, gibt es nämlich echte versteinerte Fußabdrücke von Dinosauriern zu entdecken. Diese Spurensuche gestaltete sich jedoch ehrlicherweise etwas schwieriger als gedacht, daher mein Tipp an alle anderen Eltern, zumindest von kleineren Kindern (die etwas ungeduldiger sind): lasst die Kinder erstmal schön am Strand buddeln und begebt euch selbst auf die Spurensuche. Wenn Ihr die Spuren entdeckt habt, könnt Ihr Eure Kinder dazu holen. Aber dann ist die Freude natürlich riesengroß, wenn man selbst in die Spuren der Dinos hinein fassen oder treten kann.
Die deutlichsten Dinospuren waren jedoch leider aufgrund der Gezeiten und starken Wellen nur „von oben“ zu sehen.

Daniela´s persönlicher Tipp:
Fahrt auf die westliche Seite des Ortes berghoch auf die Straße Encosta do Sol. In der Kurve gegenüber der Kirche findet Ihr einige Parkplätze. Von dort führt auch ein kleiner Fußweg über einen Steg hinunter zum Meer. Die versteinerten Dinospuren liegen auf einem großen Felsen direkt unterhalb des Holzstege.
Kinder laufen Treppen in Faro

„Schlechtwetter-Notfallplan“

Doch auch von unserem Ausflug am Tag nach unserer Ankunft wird immer noch geredet, daher war dies eher als „Schlechtwetter-Notfallplan“ gedacht. Morgens gab es immer mal wieder einen kräftigen Schauer und so machten wir uns auf den Weg nach Lagos ins „Ciencia Viva“, ein Wissenschaftsmuseum für Kinder. Hier konnte man auch bei Regenwetter (antike) Weltkarten zusammenpuzzeln, Seemannsknoten binden, selbst ein U-Boot steuern oder bei Regenpausen im Außenbereich auf einem Piratenboot spielen und versuchen die Schatzkiste zu öffnen. Ein Spaß für die ganze Familie.

Atlantikbriese, Wellen rauschen und atemberaubende Ausblicke

Zum Glück wurden die Regenwolken bereits nach einem halben Tag von einer ordentlichen Atlantikbrise weggepustet und so konnte der Urlaub endlich richtig starten. Auch wenn ich gerne eine längere Wanderung auf der Rota de Vicentina, einem Wanderweg, der meist direkt an der Küste vorbeiführt, gemacht hätten, war dies jedoch mit unseren knapp 3-jähriger Tochter und 5-jährigem Sohn noch nicht (stressfrei) möglich. Also haben wir versucht ein „kindertaugliches“, abwechslungsreiches Programm zu überlegen, bei dem für jeden etwas dabei war: So steuerten wir in den nächsten Tagen verschiedene (Aussichts-) Punkte an, bei denen alle auf Ihre Kosten kamen: es gab stets etwas Neues zu entdecken, wir konnten immer zwischendurch kleine Strecken laufen und dann gab es immer wieder die Möglichkeit zum Spielen im Sand.
Für mich persönlich waren die einfach traumhaften Aussichten an der Westküste Portugals das Highlight des Urlaubs. An erster Stelle sicherlich der Blick von den hohen Felsen in der Nähe des Torre de Aspa: Unter uns erstreckte sich die lange Bucht des Praia do Castelejo. Wellen rauschen hier an den langes Sandstrand und der Blick die Küste hinauf ist einfach faszinierend.

Frau mit Ausblick bei Torre Aspa
Aljezur Burg

Weitere Ausflugtipps für Groß und Klein

Doch der Blick auf den Praia Carrapateira und Praia do Amado gehören zu meinen persönlichen Highlights der Reise.
Für Abwechslung zum Strand sorgten bei uns u.a. die Besuche auf lokalen Märkten, denn hier gab es unter anderem jede Menge Fisch zu sehen. Ganz fasziniert schauten sich unsere Kinder diese genauer an. Kleine Ritter und Burgfräulein kommen beim Besuch auf einer der Burgen auf ihre Kosten.

Schöne Sandstrände zum Sandburgen bauen

Meine Tipps für schöne breite Sandstrände, damit die Kinder auch ordentlich buddeln können: Praia da Amoreira, Praia de Odeceixe und Praia do Amado – aber auch noch ganz ganz viele weitere. Im Prinzip schließt sich an der Westküste ein Traumstrand an den anderen an.
Und noch ein Tipp für Familien mit kleinen Kindern: Das wichtigste Utensil, welches auf keinen Fall bei einem Aktivurlaub mit Kindern am Meer vergessen werden sollte: ein Eimer, Schaufel und „Eisförmchen“. Erst hatten wir überlegt, ob diese Sachen noch in den Koffer passen und ob es sich überhaupt lohnt, diese mitzunehmen. Wir können definitiv sagen „Ja“! Kaum am Strand angekommen, setzte sich vor allem unsere Tochter hin und legte los. Während sie stundenlang zufrieden vor sich hin spielte und buddelte, konnten Mama und Papa abwechselnd entspannt einen Strandspaziergang machen oder die nächste Klippe hinaufklettern um den Blick auf die tosenden Wellen des Atlantiks zu genießen.

Praia Carrapateira kleines Mädchen baut Sandburg
Altstadt Olhao

Verlängerung in der Nähe von Faro

Unsere zweite Station während unseres Aktivurlaubs mit Kindern am Meer führte uns in die Nähe von Faro in den Ort Olhao. Hier ging es deutlich touristischer zu als an der noch sehr naturbelassenden Westküste, dennoch war unser Eindruck direkt sehr positiv: hier erwartete uns ein Gewimmel von kleinen Gassen mit dem typischen Kopfsteinpflastern, teilweise mit Mustern verziert. Als Boote dekorierte Blumentöpfe an den Seitenrändern, spiegeln den Einfluss wider, die das Meer und die Fisher auf den Ort und die Bewohner haben. Und für alle Familien mit kleinen Kindern natürlich wichtig: Am Hafen, ganz in der Nähe der berühmten Markthalle, gibt es einen großen eingezäunten Spielplatz für die Kinder.

Bootsausflug zur Ilha Culatra

Nachdem wir in den letzten Tagen unsere Ausflüge stets mit dem Auto gemacht hatten, fuhren wir heute mit dem Boot. Genauer gesagt mit einer Fähre. Vom Hafen des Ortes Olhao nahmen wir die lokale Fähre zur vorgelagerten Ilha Culatra. Auf dieser Insel gibt es keine Autos, aber dafür lange Sandstrände und ganz viel entspannte Stimmung. Nach rund 30 Minuten legten wir im Hauptort Aldeia da Culatra an und bummelten zunächst durch den kleinen Ort. Ich hatte das Gefühl als sei ich auf einer kleinen Karibikinsel angekommen: Hier und da ein kleiner Kiosk, Supermarkt oder ein einfaches Restaurant, ansonsten einfache Häuser und im Prinzip rund herum Sand. Später machten wir uns über einen langen Holzsteg auf den Weg durch eine Art Dünenlandschaft zur anderen Seite der Insel, wo ein endlos langer, und weitestgehend menschenleerer, Sandstrand auf uns wartete. Und große Muscheln für die kleinen Muschelsucher gab es dazu auch noch im Überfluss!

Da der Flughafen in Faro nur rund 20 Minuten von unserer Unterkunft in Olhao entfernt lag und unser Rückflug erst nachmittags ging, konnten wir auch unseren letzten Urlaubstag ganz entspannt starten. Wir entschieden uns sogar noch für einen kleinen Abstecher nach Faro, wo wir das Glück hatten noch mehrere Störche in ihren Nestern zu beobachten, die hoch oben auf den Dächern der Häuser und Kirchen thronten.

Frau mit Kind auf Ilha Culatra

Abschied nehmen aus Portugal

Ein entspannter Urlaub ging, wie eigentlich alle Urlaube, viel zu schnell zu Ende. Rückblickend muss ich sagen, dass ich doppelt froh bin, dass wir uns für einen Urlaub Anfang März entschieden haben, denn natürlich ist es in dieser Reisezeit viel günstiger zu reisen, aber vor allem habe ich die noch sehr entspannte Atmosphäre und die oft fast menschenleeren Strände sehr genossen. Und die Temperaturen waren ideal dazu viel zu unternehmen!

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