
Meine Italienreise mit der Familie – besondere Momente, große Erinnerungen!
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Eine Woche Italien klingt erstmal überschaubar. Gerade, wenn man sonst eher rastlos unterwegs ist, wenn man immer noch „diesen einen Ort“ sehen will und noch schnell dort hinfährt. Doch diese Reise war anders. Vielleicht lag es daran, dass wir nicht mehr zu zweit unterwegs waren. Sondern zu viert. Mit zwei kleinen Kindern – 1 und 4 Jahre alt. Vielleicht lag es daran, dass schon der erste Moment anders war: ihr erster Flug. Ich war ehrlich gesagt nervös. Weniger wegen des Flugs an sich – sondern wegen allem drumherum. Würden sie stillsitzen? Würden sie weinen? Würde es stressig werden? Und dann: diese ehrliche, unverstellte Freude. Der Blick aus dem Fenster, das Staunen beim Start, dieses aufgeregte Flüstern. Für uns war Fliegen längst Routine geworden. Für sie war es ein Abenteuer. Und plötzlich hat es sich auch für mich wieder so angefühlt. Schon da habe ich gemerkt: Diese Italien Familienrundreise wird mich entschleunigen. Auf eine sanfte, fast unmerkliche Weise.

Marcel 💚 von erlebe


Bari – Ankommen zwischen Chaos und Leichtigkeit
Bari hat uns direkt aufgenommen, ohne viel Vorwarnung. Es war laut, lebendig, ein bisschen chaotisch – und gleichzeitig unglaublich charmant. Enge Gassen, flatternde Wäsche, Stimmen, die von den Hauswänden zurückgeworfen wurden. Überall Menschen, Bewegung, Leben.
Mit Kindern nimmt man so eine Stadt ganz anders wahr. Man achtet mehr auf kleine Dinge: Bordsteinkanten, Schattenplätze, wo es kurz etwas ruhiger ist. Aber gleichzeitig fallen einem bei einer Italienreise mit der Familie auch Dinge auf, die man früher vielleicht übersehen hätte. Zum Beispiel diese eine ältere Frau, die vor ihrer Haustür saß und frische Pasta formte. Unsere Kinder blieben wie angewurzelt stehen. Sie lächelte. Wir lächelten. Und für einen kurzen Moment auf unserer Italien Familienreise war alles erstaunlich leicht.
Mit dem Zug weiter ins weiße Ostuni
Wir haben uns bewusst gegen einen Mietwagen entschieden. Stattdessen: Zugfahren. Nachhaltiger, ruhiger, entschleunigter – zumindest in der Theorie. In der Praxis bedeutete es auch: viel Gepäck, Kinder auf dem Arm, Wege vom Bahnhof zur Unterkunft, die länger wirkten als gedacht. Es gab Momente, in denen ich kurz gezweifelt habe. Wenn die Sonne brannte, niemand mehr Lust hatte zu laufen und der Koffer plötzlich doppelt so schwer erschien. Und dann gab es diese anderen Momente. Wenn wir im Zug saßen, die Landschaft langsam vorbeizog und keiner etwas wollte. Keine Navigation, kein Verkehr, kein Stress. Einfach nur sitzen, schauen, ankommen. Diese Mischung aus Anstrengung und Ruhe hat die Reise irgendwie ehrlicher gemacht.
Die Weiterreise nach Ostuni fühlte sich an wie ein tiefes Durchatmen. Die Stadt selbst, dieses strahlende Weiß, das fast mit der Sonne verschwimmt – intensiv, hell, fast schon unwirklich. Aber unser eigentlicher Rückzugsort war eine Masseria, also ein traditioneller Gutshof, etwas außerhalb. Und dort wurde es plötzlich still. Keine Hektik, keine engen Straßen. Stattdessen: Olivenbäume, warme Luft, das leise Zirpen der Grillen. Die Zeit schien langsamer zu laufen.


E-Bike-Tour, Gelato & italienisches Glücksgefühl
Einer meiner liebsten Momente dieser Reise: Wir auf E-Bikes, die Kinder hinten in den Sitzen, irgendwo zwischen Feldern und kleinen Wegen. Der Fahrtwind war warm, die Luft roch nach trockener Erde und Sommer. Kein Autolärm. Nur wir, das leise Surren der Räder und dieses Gefühl von Freiheit. Es war nicht spektakulär. Keine „Sehenswürdigkeit“. Aber genau das hat es so besonders gemacht. Die Kinder haben gelacht, wir haben zwischendurch angehalten, Dinge angeschaut, die eigentlich völlig unscheinbar waren – und trotzdem genau richtig in diesem Moment.
Ich glaube, Essen war einer der konstant schönsten Teile meiner Italienreise mit der Familie. Nicht, weil wir in besonderen Restaurants waren. Sondern weil es sich immer gut angefühlt hat. Pasta, die so simpel war und trotzdem so intensiv geschmeckt hat. Pizza, die sofort verschwunden war, weil alle gleichzeitig zugreifen wollten. Und natürlich Gelato – mehrmals täglich, ohne große Diskussion.
Polignano a Mare – Fahrtwind, Lachen und ein kleines Abenteuer
Ein echtes Highlight – vor allem für die Kinder – war die Tour durch Polignano a Mare mit einer elektrischen Ape, diesem charmanten kleinen TukTuk auf Italienisch. Ich hatte zuerst gedacht: „Mal sehen, wie das wird.“ Aber schon nach den ersten Metern war klar – das macht einfach Spaß. Wir tuckerten durch die engen Gassen, vorbei an strahlend weißen Häusern, kleinen Plätzen und immer wieder überraschenden Ausblicken auf das glitzernde Meer. Der Fahrtwind war warm, fast sanft, und die Kinder hinten konnten ihr Glück kaum fassen. Unser Guide war entspannt, freundlich, hat immer wieder kleine Geschichten erzählt und an schönen Ecken angehalten. Kein Stress, kein Zeitdruck. Und genau das hat es so angenehm gemacht. Nach etwa einer Stunde war die Tour auch schon wieder vorbei – und das war perfekt. Nicht zu lang, nicht zu kurz. Genau die richtige Dauer, damit die Kinder dranbleiben und es sich wie ein kleines Abenteuer anfühlt. Für uns war es kein großes „Must-see“, sondern eher ein netter Zeitvertreib. Aber einer, der hängen geblieben ist.


Tage ohne Plan – und warum sie die besten waren
Früher war Reisen oft durchgetaktet. Highlights, Routen, Pläne. Mit Kindern funktioniert das nur bedingt. Manche Tage starten motiviert – und enden plötzlich ganz anders. Müdigkeit, Hunger, Stimmungsschwankungen. Und genau darin lag etwas unglaublich Wertvolles. Die schönsten Tage waren die, an denen wir nichts vorhatten. Einfach los, schauen, was passiert. Ein kleiner Platz in der Sonne. Ein spontanes Eis. Ein langer Nachmittag ohne Ziel. Kinder erleben diese Dinge so intensiv, so ungefiltert. Und ich habe gemerkt, wie ich mich davon anstecken lasse.
Zurückblickend hat sich das Reisen verändert. Vor den Kindern sind wir viel gereist. Frei, neugierig, oft spontan. Aber mit Kindern ist Reisen anders. Langsamer. Unplanbarer. Manchmal anstrengender. Und gleichzeitig… intensiver. Die Freude ist ehrlicher. Die Momente greifbarer.
Mein Fazit unserer Italienreise mit der Familie - Eine Woche, die bleibt
Diese Woche war nicht perfekt. Sie war nicht durchgeplant, nicht reibungslos, nicht immer entspannt. Aber sie war echt. Zwischen Zugfahrten, Trullo-Haus-Gefühl, E-Bike-Ausflügen und einer überraschend schönen TukTuk-Tour haben wir etwas gefunden, das im Alltag oft verloren geht: Zeit. Gemeinsam. Ohne Ziel. Und vielleicht ist genau das am Ende das, worum es wirklich geht. Nicht, wie viel man sieht. Sondern wie intensiv man es erlebt.
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