
Reisen in Madagaskar
Transport & Sicherheit
Reisen in und nach Madagaskar
Reisen mit privatem Fahrer
Die gängigste Art zu reisen in Madagaskar ist mit einem Allradfahrzeug (4WD) inklusive Chauffeur. So können Sie viel sehen und verlieren keine unnötige Zeit mit Organisation, Warten, Stopps oder anderen Verzögerungen. Sie können jederzeit anhalten – sei es für eine kurze Toilettenpause oder um eine schöne Aussicht festzuhalten.
Die Fahrzeuge, mit denen Sie reisen, sind in der Regel mit einer Klimaanlage ausgestattet. Auf einigen Routen, insbesondere auf Strecken, die nicht in der Hauptstadt beginnen, kann es jedoch vorkommen, dass diese fehlt. Auf schwer befahrbaren Straßen wird mit Allradantrieb (4WD) gefahren.
Unsere Chauffeure sprechen gut Französisch und sehr gut Englisch. Aufgrund ihrer Erfahrung können sie Ihnen viel über ihre Kultur sowie über die Kultur der verschiedenen Volksstämme Madagaskars erzählen. Außerdem können sie Sie bei sprachlichen Barrieren mit der lokalen Bevölkerung in Kontakt bringen. Bitte beachten Sie jedoch, dass Ihr Chauffeur kein Reiseleiter ist. In den Nationalparks sind die Guides speziell ausgebildet, um Ihnen alle Informationen über den Park sowie über Flora und Fauna zu vermitteln.

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Selbstfahren in Madagaskar
Selbst in Madagaskar mit dem Auto zu fahren ist eine intensive und abenteuerliche Art des Reisens. Hinter dem Steuer eines 4WD erleben Sie die Insel hautnah, während sich die Landschaft langsam verändert und das tägliche Leben entlang der Straße abspielt. Sie fahren über schlechten Asphalt, der in Schotter und Sand übergeht, teilen sich die Straße mit Zebukarren, Fußgängern und frei laufendem Vieh und merken schnell, dass das Unterwegssein hier genauso wichtig ist wie das Ziel.
Es gibt einige Strecken, auf denen Selbstfahren gut möglich ist. Die Route Nationale 7, die bekannteste Straße Madagaskars, ist eine dieser Optionen und bietet unterwegs ein abwechslungsreiches Bild des Landes mit Dörfern, Natur und Nationalparks. An der Westküste, in Richtung Tsingy, ist Selbstfahren ebenfalls möglich, jedoch nur in Begleitung eines lokalen Pisteurs, der die Straßen kennt und bei Navigation sowie den Bedingungen unterwegs unterstützt.
Selbstfahren in Madagaskar passt zu Reisenden, die das Abenteuer lieben und flexibel sind, wenn Pläne einmal anders verlaufen. Erfahrung mit einem 4WD ist nicht erforderlich, wohl aber eine flexible Einstellung und die Bereitschaft, sich dem Rhythmus des Landes anzupassen.


Inlandsflüge
Von Antananarivo aus wird in die größeren Städte geflogen. Madagascar Airlines ist die nationale Fluggesellschaft und führt alle Inlandsflüge durch. Unsere Erfahrung zeigt, dass es bei diesen Flügen regelmäßig zu Verspätungen oder Annullierungen kommt, wobei Informationen teilweise spät oder gar nicht weitergegeben werden. Selbstverständlich informieren wir Sie über uns bekannte Flugänderungen. Für den jeweils aktuellsten Stand empfehlen wir Ihnen jedoch, bis kurz vor Abflug auch selbst die App der Fluggesellschaft zu prüfen. Vor Ort sowie über unseren lokalen Partner erhalten Sie hierbei Unterstützung.
Aufgrund dieser Unregelmäßigkeiten planen wir in unseren Rundreisen möglichst wenige Inlandsflüge ein. Auch zwischen zwei (Inlands-)Flügen, die über Antananarivo führen, planen wir standardmäßig eine Übernachtung in Antananarivo ein. So schaffen wir zusätzliche Flexibilität im Reiseverlauf und vermeiden unnötigen Stress bei eventuellen Änderungen der Abflugzeiten.
Am Ende der Reise, unmittelbar vor Ihrem Rückflug nach Europa, planen wir ebenfalls einen zusätzlichen Tag in Antananarivo ein. So können Sie Ihre Heimreise entspannt antreten.
Pousse-pousse
Der Pousse-pousse ist die Rikschavariante Madagaskars. In einigen Orten wie Antsirabe, Ambositra und Tulear prägen sie mit ihren fröhlichen Farben das Straßenbild. Der Pousse-pousse wird von Männern gezogen, die stärker sind, als man aufgrund ihrer schlanken, afrikanischen Statur zunächst vermuten würde.
Als Europäer fühlen Sie sich vielleicht zunächst unwohl bei dem Gedanken, sich fahren zu lassen. Wenn Sie jedoch sehen, dass ganze madagassische Familien den Pousse-pousse als Verkehrsmittel nutzen, können Sie diese Zweifel schnell beiseiteschieben. Für die lokale Bevölkerung ist er ein alltägliches Transportmittel, und für die Fahrer ist es ein Beruf – vergleichbar mit dem eines Taxifahrers in den Niederlanden.
Für eine Standardfahrt zahlen Sie etwa 5.000 Ariary, das entspricht rund 2 Euro. Verhandeln gehört jedoch dazu, denn der Pousse-pousse fährt nicht nach Taxameter.


Taxi-Busse und das Fahrrad
Neben dem Pousse-pousse ist auch eine Fahrt mit dem Taxi-brousse eine häufig genutzte Reiseform unter den Madagassen. Dabei handelt es sich meist um Minibusse oder überdachte Pick-up-Trucks mit zwei längs angebrachten Sitzbänken im hinteren Bereich. Das Taxi-brousse ist günstig, jedoch nicht besonders komfortabel. Oft sind deutlich zu viele Menschen in einem Fahrzeug untergebracht – gerade deshalb ist es aber eine schöne Möglichkeit, mit der lokalen Bevölkerung in Kontakt zu kommen.
Fahrradfahren in Madagaskar ist auch eine Möglichkeit sich vor Ort fortzubewegen. In den größeren Orten vermietet fast jedes Hotel Mountainbikes. Für etwa vier Euro pro Stunde können Sie die Umgebung bequem mit dem Fahrrad erkunden.
Auf der Île Sainte-Marie ist das Fahrrad sogar die angenehmste Art, die Insel zu entdecken. Unterwegs laufen Kinder fröhlich neben Ihnen her, während Sie im Zickzackkurs die Schlaglöcher auf der Straße umfahren.
Wie sicher ist es in Madagaskar?
Madagaskar gilt insgesamt als sicheres und freundliches Reiseziel. Die Bevölkerung ist sehr offen, hilfsbereit und Reisenden gegenüber ausgesprochen herzlich. Wie in vielen Ländern sollten Sie jedoch in größeren Städten und belebten Gegenden auf Ihre Wertsachen achten und diese unauffällig bei sich tragen. Besonders in Antananarivo ist erhöhte Aufmerksamkeit im Straßenverkehr und an belebten Orten ratsam. Mit gesundem Menschenverstand und normaler Vorsicht lässt sich das Land jedoch problemlos bereisen.
Gleichzeitig sollten Sie berücksichtigen, dass Madagaskar gesellschaftlich eher konservativ geprägt ist. Homosexualität ist zwar nicht gesetzlich verboten, jedoch gesellschaftlich wenig sichtbar akzeptiert. Diskriminierung oder befremdete Reaktionen können vorkommen, insbesondere außerhalb touristischer Regionen. LGBTIQ+-Reisenden wird daher empfohlen, diskret aufzutreten und öffentliche Zuneigungsbekundungen zu vermeiden.
In touristischen Unterkünften, bei lokalen Partnern und Guides können Sie in der Regel mit Offenheit, Respekt und einer sicheren Reiseerfahrung rechnen. Mit Rücksicht auf lokale Gepflogenheiten und kulturelle Sensibilität steht einer entspannten und bereichernden Reise durch Madagaskar nichts im Wege.