
Meine fünf Tipps für Buenos Aires
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Meine Top fünf Tipps für Buenos Aires
Die Hauptstadt Argentiniens, Buenos Aires, ist zugleich die größte Stadt des Landes. Bevor ich meine Argentinien Reise angetreten bin, hatte ich vor allem zwei Meinungen gehört: Entweder sei Buenos Aires nur eine laute Metropole, für die man nicht viel Zeit einplanen müsse – oder aber die beste Stadt der Welt.
Da ich eher kritisch an solche Versprechen herangehe, war ich unsicher, ob zwei Nächte überhaupt sinnvoll sind. Vor Ort war allerdings ziemlich schnell klar: Ich habe mich geirrt. In diesem Blog erzähle ich Ihnen, warum Buenos Aires mich überrascht hat – und verrate Ihnen meine fünf persönlichen Tipps, die Sie auf Ihrer Argentinien Rundreise nicht verpassen sollten. Also, los geht’s.

Alena 💚 von erlebe


Tipp Nummer 1: San Telmo zu jeder Tageszeit
Direkt an der Plaza de Mayo liegt der malerische Stadtteil San Telmo. Besonders lebendig wird es sonntags, wenn sich die zentrale Straße in einen bunten Markt mit Kunsthandwerk, Souvenirs und Straßenkünstlern verwandelt. Doch auch unter der Woche lohnt sich ein Spaziergang durch die historischen Gassen mit ihren kleinen Läden und charmanten Fassaden.
Ich hatte das Glück, San Telmo morgens, tagsüber und abends zu erleben – und jede Tageszeit hat ihren eigenen Reiz. Tagsüber lädt das Viertel zum entspannten Bummeln ein, abends füllen sich die gemütlichen Restaurants und Cafés. In vielen Lokalen können Sie sogar eine Tangoshow direkt vom Tisch aus verfolgen.
Ein weiterer Tipp ist die historische Markthalle Mercado de San Telmo. Hier erwarten Sie gut besuchte Bars, kleine Essensstände und eine Wechselstube mit fairen Kursen.
Tipp Nummer 2: bunt, bunter, La Boca!
La Boca ist einer der ärmeren Stadtteile von Buenos Aires. Und wie es so häufig ist, sind die ärmsten Viertel besonders bunt: Viele Häuser sind in leuchtenden Tönen gestrichen, was dem Viertel seine ganz besondere Atmosphäre verleiht. Geprägt wurde La Boca unter anderem vom Künstler Benito Quinquela Martín, der hier lebte und arbeitete und sich stark für die Gemeinschaft engagierte.
Heute ist La Boca untrennbar mit Fußball verbunden. Hier steht der Stadion Boca Juniors, der dank seiner ungewöhnlichen Form als „La Bombonera“ (Die Pralinenschachtel) bekannt ist. Rund um das Stadion dreht sich vieles um den Verein: Souvenirläden, Straßenkunst und Fotospots – darunter auch eine Statue von Lionel Messi, mit der viele Besucher ein Erinnerungsfoto machen möchten.
Mein persönlicher Tipp: Probieren Sie hier unbedingt einen Choripán. Dieses einfache, aber unglaublich leckere Sandwich besteht aus einer gegrillten Chorizo im knusprigen Brötchen und gilt als echter Klassiker der argentinischen Küche. In La Boca habe ich meinen besten Choripán gegessen – und er gehört bis heute zu meinen kulinarischen Highlights in Argentinien.


Tipp Nummer 3: La Recoleta - historisch, lecker und modern
Einer der ersten Stadtteile, die ich in Buenos Aires besucht habe, war La Recoleta – und genau hier habe ich mich sofort wohlgefühlt. Die europäisch geprägte Architektur mit ihren eleganten Fassaden und breiten Boulevards wirkt vertraut und verleiht dem Viertel eine besondere Atmosphäre.
Die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit ist – so ungewöhnlich es klingt – der berühmte Friedhof – Cementerio de la Recoleta. Der Ende des 19. Jahrhunderts angelegte Friedhof diente bereits häufig als Filmkulisse und ist heute ein Museum. Der Eintritt ist nicht ganz günstig, lohnt sich meiner Meinung nach aber absolut. Die imposanten Mausoleen, die teils mehrere Meter in die Höhe ragen oder aus Platzgründen in die Tiefe gebaut wurden, sind wirklich beeindruckende Kunstwerke. Sie erzählen vom irdischen Ruhm (und Reichtum) und wirken zugleich still, würdevoll und auf besondere Weise schön.
Einen spannenden Kontrast dazu bildet die moderne Skulptur Floralis Genérica – eine rund 20 Meter hohe Metallblume, die sich je nach Sonnenstand öffnet und schließt.
Auch kulinarisch hat La Recoleta viel zu bieten: klassische Cafés wie La Biela, in denen Sie das Nationalgetränk Mate probieren können, zahlreiche Eisdielen mit köstlichem Dulce-de-Leche-Eis und natürlich hervorragende Steakrestaurants. Besonders empfehlen kann ich das PIBÄ, wo ich gleich zweimal essen war.
Am Wochenende findet außerdem ein Kunsthandwerksmarkt statt. Die Preise sind mit denen in San Telmo vergleichbar. Mein Tipp: Wenn Ihnen etwas gefällt, greifen Sie zu – es wird anderswo kaum günstiger sein.
Tipp Nummer 4: eine Buchhandlung de Luxe
Kommen wir zum nächsten Tipp – einem Ort, an dem man leicht vorbeigeht, wenn er nicht konkret auf dem Plan steht. Dabei handelt es sich um eine der schönsten Buchhandlungen der Welt – Ateneo Grand Splendid. Ich habe schon einige Orte gesehen und es ist durchaus schwierig, mich zum Staunen zu bringen. Als ich jedoch in dieses Gebäude eintrat, fiel mir buchstäblich die Kinnlade runter.
Das ebenfalls in La Recoleta stehende Gebäude wurde Ende des 19. Jahrhunderts als Theater erbaut. Die prachtvolle Decke, die roten Samtvorhänge und die alten Logen sind erhalten geblieben. Wo einst das Publikum saß, stehen heute Bücherregale. Auf der ehemaligen Bühne befindet sich ein Café. Der Eintritt ist frei, und das Besondere: Man darf sich ein Buch aus dem Regal nehmen und es in aller Ruhe lesen – auch ohne es zu kaufen. In den alten Logen lässt es sich wunderbar schmökern. Gerade an einem regnerischen Tag ist das Ateneo Grand Splendid ein perfekter Rückzugsort. Und selbst wenn Sie nur auf einen Kaffee vorbeischauen, lohnt sich der Besuch allein wegen der einzigartigen Atmosphäre.


Tipp Nummer 5: Unbeschwert unterwegs in Buenos Aires
Abschließend möchte ich Ihnen ein paar praktische Tipps für Ihren Besuch von Buenos Aires geben.
Genug Zeit einplanen.
Buenos Aires ist weitläufig und vielseitig. Die einzelnen Viertel sind reicht an Highlights und verdienen jeweils eigene Zeit. Planen Sie daher mindestens zwei Nächte ein, besser mehr, um die Stadt wirklich entspannt kennenzulernen
Geführte Touren lohnen sich.
Auf meinen Reisen habe ich festgestellt, dass man viel mehr mitnimmt, wenn man mit einem Guide unterwegs ist. So auch in Buenos Aires habe ich eine private Tour mit einer lokalen Reiseführerin mit erlebe gebucht. Während dieser haben wir verschiedene lokale Verkehrsmittel wie Metro und Bus ausprobiert. Dabei hat uns unsere Guide viel zur Geschichte der Stadt erzählt und einige Tipps zur Sicherheit und Kulinarik vor Ort gegeben.
Vernetzt unterwegs
Ich persönlich finde es sehr praktisch, eine lokale SIM-Karte zu haben. Man kann eine lokale SIM-Karte physisch nur kaufen, wenn man eine argentinische ID-Nummer hat. Praktischer ist daher eine eSIM, die Sie bereits vor der Reise installieren können – sofern Ihr Smartphone kompatibel ist.
Geld & Bezahlen
In vielen Restaurants, Geschäften und teils sogar auf Märkten ist Kartenzahlung problemlos möglich. Ein gewisser Bargeldbetrag ist dennoch sinnvoll. Was mir richtig imponiert – in Argentinien wird grundsätzlich wenig gehandelt. So bekommen Sie auf dem Markt direkt den „richtigen“ Betrag gesagt. Wenn Sie bar („efectivo“) zahlen, ist gelegentlich ein kleiner Preisnachlass möglich.
Am Flughafen können Sie Geld abheben oder tauschen; der Kurs ist akzeptabel. Sehr gute Erfahrungen habe ich auch in der Markthalle Mercado de San Telmo gemacht – dort war der Wechselkurs sogar etwas besser. In manchen touristischen Gegenden wie La Boca werden auch Euro oder Dollar akzeptiert, teils zu einem attraktiven Umrechnungskurs. Ich würde allerdings keine US-Dollar extra für Argentinien Reise umtauschen.
Sicher ist sicher
Auch wenn ich mich stets sicher gefühlt habe, sollten Sie aufmerksam bleiben:
– Kamera und Handy nicht locker in der Hand tragen
– Rucksack in Menschenmengen vorne tragen
– Wertgegenstände verstauen, wenn sie nicht gebraucht werden
Gerade auf Märkten oder in sehr belebten Vierteln ist Vorsicht sinnvoll – einfach, damit Ihre Reise unbeschwert bleibt.

Mein Fazit - die wirklich beste Stadt der Welt?
Buenos Aires hat mich vollkommen überrascht. Für mich gehört die Stadt tatsächlich zu den besten der Welt. Ich habe mich jederzeit wohlgefühlt und könnte mir gut vorstellen, mehrere Wochen hier zu verbringen und jeden Tag ein anderes Viertel zu entdecken.
Wenn Sie sich Zeit nehmen, offen durch die Straßen gehen und die Atmosphäre auf sich wirken lassen, wird auch Sie diese besondere Metropole in ihren Bann ziehen.
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