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Zum ersten Mal in China – 5 Highlights und 3 Überraschungen

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Das erste Mal gemeinsam im Urlaub und dann direkt das erste Mal in China. Wir haben uns gedacht: Wenn schon Abenteuer, dann richtig. Daher fiel unsere Wahl auch auf eine Region, die eher wenig touristisch ist, und es verschlug uns nach Yunnan im Süden von China nahe der Grenzen zu Malaysia und Vietnam.

So unterschiedlich unsere bisherigen Reiseziele, Erfahrungen und auch Erwartungen an diese Reise waren, konnten wir uns leicht auf fünf Highlights einigen und haben Ihnen außerdem noch drei Überraschungen mitgebracht, die wir so auf unserer China Reise nicht erwartet hätten.

Sabrina und Nina💚 von erlebe

Sabrina und Nina 💚 von erlebe


China Yunnan different sightings in the blue moon valley

1. Wunderschönes Blue Moon Valley

Generell lässt sich sagen, dass die Namen der einzelnen Orte und Sehenswürdigkeiten schon besonders und ein Highlight für sich sind – Tiger Leaping Gorge, Jade Dragon Snow Mountain oder eben das Blue Moon Valley. Das Tal liegt am Fuße des 5600 Meter hohen Jade-Drachen-Schneebergs und bietet in dieser Kombination einfach wunderschöne Fotomotive. Sie finden hier vier wunderschöne Seen mit kristallklarem Wasser. Sie werden vom Schmelzwasser der Gletscher gespeist, welches ihnen ihre besondere Farbe verleiht. Wir waren im März in Yunnan, also wenn der Frühling beginnt und langsam alles blüht. Dieses Kontrastspiel aus den bunten Blüten, dem Türkis der Seen und den schneebedeckten Bergen im Hintergrund hat uns wirklich begeistert. Und nicht nur uns – die Chinesen nutzen diese wunderschöne Kulisse für ihre typischen Fotoshootings, und Sie sehen mit großer Wahrscheinlichkeit unterschiedlichste Kostüme, die das Erlebnis noch ein bisschen besonderer machen. Wir waren ca. 2 Stunden vor Ort und haben das Tal eigenständig erkundet. Mit Sicherheit können Sie während Ihrer China Rundreise auch noch mehr Zeit hier verbringen. Es lohnt sich auch, das Blue Moon Valley mit dem Jade Dragon Snow Mountain zu verbinden, so wie wir es gemacht haben. Der Anblick vom Berg ist direkt doppelt so schön, wenn man sagen kann: Schau mal, gerade eben waren wir noch da oben.

2. Die tiefe Bedeutung in so vielen (kleinen) Dingen

Was uns in China besonders fasziniert hat: Selbst die einfachsten Dinge im Alltag tragen oft eine tiefere Bedeutung. Es fängt bei Stäbchen an, die weit mehr sind als ein reines Esswerkzeug – sie sind meist aus Holz oder Bambus, oben quadratisch (symbolisiert die Erde) und unten rund (symbolisiert den Himmel) geformt.

Wichtige No-Gos:
Senkrecht in den Reis stecken: Dies erinnert an Räucherstäbchen bei Beerdigungen und gilt als Unglücksbringer.
Essen weitergeben: Essen nicht von Stäbchen zu Stäbchen weiterreichen.
Deuten: Nicht mit den Stäbchen auf Personen zeigen.

Wenn Sie ein Haus oder ein Kloster betreten, finden Sie oft sehr große und breite Türschwellen. Auch wenn es manchmal für kürzere Beine schwierig ist, tritt man niemals auf die Schwelle, sondern schreitet immer hinüber. Früher glaubte man, dass Geister und Dämonen die Schwelle nicht überwinden können. Das Treten auf die Schwelle könnte diese Geister einladen oder den Schutz des Hauses schwächen.

Es macht sehr viel Freude, die verschiedenen Bedeutungen kennenzulernen und zu verstehen. So taucht man gleich noch tiefer in die Kultur des Landes ein. Wir hätten noch ewig weiter lernen können.

Travelers in china doing painting
Different pictures of Lijiang anxient town

3. Die Altstadt von Lijiang

Diese Altstadt hat uns direkt das Gefühl gegeben, in einem chinesischen Filmset gelandet zu sein. Die Häuser und Fassaden sind aus altem Holz oder dicken Steinen, und die Dachsimse haben diese bekannten Verzierungen. Die ganze Stadt ist wunderschön, vor allem abends mit den vielen Lichtern und Lampions ist die Stimmung beeindruckend. Überall gibt es unterschiedliche Läden zu entdecken. Das hat uns in dieser Altstadt im Vergleich zu anderen Städten sehr gut gefallen. Die Shops sind in Lijiang abwechslungsreich und bieten alles von Deko über Kleidung, Mitbringsel, Früchte, leckere Restaurants und vieles mehr. Wir haben hier direkt zugeschlagen und für Freunde und Familie sogenannte Wonder Cats gekauft. Sie stammen aus der Provinz Yunnan (besonders Dali/ Heqing), sind ein wichtiges immaterielles Kulturgut der dortigen Bai-Kultur und daher das perfekte Mitbringsel! Sie gelten als „Guardian Deity of the Rooftop“ (Schutzgottheit des Daches) und sind ein einzigartiges kulturelles Symbol der Region. Bepackt mit unserer Beute sind wir noch weiter durch die Straßen gezogen und haben uns treiben lassen. Für uns ist die Altstadt definitiv ein Muss für Ihren Besuch in Yunnan.

4. Kontrastreiches Yunnan

Wir durften auf unserer Reise einige Stationen in Yunnan kennenlernen. Genauer ging unsere Route von Kunming über Lijiang nach Shaxi und Dali, zurück nach Kunming.

Obwohl wir beide keine Fans von Großstädten sind, waren wir sehr überrascht von Kunming (was mit rund 8,5 Millionen Einwohnern eindeutig eine Großstadt ist). Die Stadt des Frühlings und der Blumen ist überall sehr schön geschmückt mit aufwändigen Blumeninstallationen, und wie in vielen Städten gibt es auch hier eine Altstadt, die eher die traditionelle Architektur zeigt. Auf der Reise zu den weiteren Stationen und somit auch in die ländlicheren Gegenden verändert sich natürlich die Architektur und auch die gesamte Landschaft. Yunnan ist stark von Bergen durchzogen, sodass man immer spektakuläre Aussichten genießen kann.

Es ist also nicht nur der Kontrast innerhalb der Städte, der diese Region so abwechslungsreich macht, sondern auch die Veränderung von Landschaft und Leben zwischen den einzelnen Stationen. Auch die unterschiedlichen Höhenlagen beeinflussen nicht nur das Wetter, sondern auch die Landschaft – die Welt sieht auf 4.500 Metern nun einmal anders aus als auf 1.700 Metern. Kleiner Tipp am Rande: Packen Sie auf jeden Fall vielfältig, damit Sie für die verschiedenen Wetterumstände ausgerüstet sind.

China Yunnans aereas, from Kunming to Dali
China Songzanlin Monastery in Diqing, Yunnan,

5. Klöster und Buddhismus

Wir erinnern uns beide an den Moment, als sich der Bus über schmale Straßen aus Shangri-La auf etwa 3.400 Meter hochschraubt. Wir biegen um eine Kurve und plötzlich hallt ein „WOW“ durch den Bus. Wir und unsere Mitreisenden erblicken das Songzanlin-Kloster – die größte tibetisch-buddhistische Tempelanlage in der Provinz Yunnan – und sind direkt hin und weg. So etwas haben wir in unserem ganzen Leben noch nicht gesehen. Die Anlage besteht aus rund 200 Häusern, die sich auf dem Berg mit ihren goldenen Dächern der Sonne entgegenstrecken. Ein fantastischer Anblick! Generell haben uns die Begegnungen mit den buddhistischen Klöstern und Gedenkstätten tief bewegt. Sie bergen unendlich viele Schätze: zahlreiche goldene, teils überlebensgroße Buddha-Figuren, goldene Lampen, tibetische Schriften, silberne Räuchergefäße und vieles mehr. All das sind wertvolle Sammlungen, die sich über verschiedene Dynastien hinweg angesammelt haben und für die man alleine eine gesamte China-Reise unternehmen könnte. Ein weiteres Highlight in dieser ganz eigenen Welt ist zweifellos die größte Gebetsmühle der Welt. Sie steht im Guishan-Park in Shangri-La und ist über 21 Meter hoch. Sie wiegt 60 Tonnen, besteht aus vergoldetem Metall und ist mit dem Mantra „Om Mani Padme Hum“ gefüllt. Aufgrund ihrer Größe muss sie von mehreren Personen gemeinsam im Uhrzeigersinn gedreht werden.

Auf unserer ganzen Reise haben wir ein Highlight nach dem anderen erleben dürfen, und für uns war die erste Reise nach China sowohl im positiven als auch im überraschenden Sinne ein (kleiner) Kulturschock. Hier sind noch einmal 3 Überraschungen, die wir so auf unserer Reise nicht erwartet haben.



Die Chinesen und das Tanzen

Auf unserer Erkundungstour am Abend durch Kunming sind wir auf eine riesige Tanzrunde gestoßen – in China ist diese Form des gemeinsamen Tanzens als „Guangchangwu“ bekannt und gehört für viele Menschen ganz selbstverständlich zum Alltag. Generell sind uns häufig Tanz und Gesang, vor allem in Gruppen, begegnet. Generell war uns nicht bewusst, dass dies so sehr in der chinesischen Kultur verankert ist. Yunnan ist Heimat vieler ethnischer Minderheiten, deren Traditionen, Feste und Gemeinschaften stark von Musik, Gesang und gemeinsamen Tänzen geprägt sind. Dabei geht es nicht nur um Aufführungen für Besucher, sondern oft um echtes Miteinander, Lebensfreude und Zusammengehörigkeit.



Bùhǎoyìsi, wǒ bú huì shuō hànyǔ – Entschuldigung; ich spreche leider kein Chinesisch

Wir waren beide überrascht, dass mit dem Moment, in dem wir das Flugzeug in China verlassen haben, die Menschen, die Englisch sprechen, eher der Minderheit angehören. Wir haben zum einen natürlich unsere wunderbaren Guides zur Hilfe gehabt und uns in anderen Fällen mit einer Übersetzer-App beholfen. Dennoch waren wir immer wieder überrascht, dass Englisch in dieser Region wenig bis gar nicht vertreten ist – weder schriftlich, z. B. im Restaurant, noch gesprochen von den Einheimischen. Daher haben wir uns schnell angeeignet, sagen zu können: „Entschuldigung; ich spreche kein Chinesisch“.



Der chinesische Kaffee

Wenn wir an China gedacht haben, kamen uns direkt Teeplantagen in den Sinn. Doch auch Kaffee spielt in Yunnan eine viel größere Rolle, als viele vermuten. Yunnan gilt als wichtigste Kaffeeprovinz des Landes und steht für den Großteil des chinesischen Kaffeeanbaus. Die Bedingungen sind ideal: milde Temperaturen, viel Sonne, Berge und fruchtbare Böden. Kein Wunder also, dass Kaffee aus Yunnan längst nicht mehr nur lokal geschätzt wird, sondern sich auch international immer mehr einen Namen macht – wir haben ihn uns regelmäßig vor Ort schmecken lassen!

Das war sie also … unsere erste Reise nach China, und wir sind vollkommen beeindruckt. Vieles haben wir so noch nie gesehen, und wir sind uns einig, dass Yunnan eine besondere Region ist. Sicherlich darf man sich darauf einstellen, dass man nicht nur wunderbare Highlights sehen darf, sondern selbst auch ein wenig zum Highlight für die Einwohner wird. Denn Yunnan ist eine eher wenig touristische Gegend. Zumindest was Touristen betrifft, die nicht aus China selbst kommen. Wenn Sie sich aber mit Freude auf die Begeisterung der Chinesen einlassen, werden Sie überall mit einem Strahlen empfangen und können mit dem ein oder anderen Selfie viele Gemüter erheitern (wir haben irgendwann aufgehört zu zählen, auf wie vielen Bildern und Videos wir zu sehen sind). Fest steht: Yunnan ist ein Erlebnis!

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