
Costa Rica Reise mit Baby
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Mit Baby on tour in Costa Rica
Was tun erleberinnen eigentlich in ihrer Elternzeit? Richtig, sich den Mann und das Baby schnappen und in eins der Länder reisen, die schon lange auf der Bucket-List standen. In meinem Fall war das Costa Rica. Weit genug weg, um mein Reiseherz zu befriedigen, erreichbar per Direktflug und mit jeder Menge exotischen Tieren.
Kommen Sie mit auf meine Costa Rica Reise und lassen Sie sich ermutigen – Costa Rica mit Baby ist absolut empfehlenswert!

Annette 💚 von erlebe


Gepäck und Mietwagen
Kurz vor der Abreise kam zwar keine Panik auf, aber dennoch viele Fragen, denn so eine Costa Rica Rundreise mit Baby fühlte sich beim Packen schon nach einer größeren Aufgabe an, als eine Fernreise mit dem Partner.
Wir kauften zum ersten Mal Schnuller, packten viele Langarm- und Kurzarmbodies ein und verteilten das Babygepäck auf unsere zwei Rucksäcke. Teilen Sie das Gepäck unbedingt auf, denn wir trafen Reisende, die nur ein Gepäckstück erhielten und somit dummerweise gar keine Babykleidung hatten.
Am Flughafen begegneten uns auch andere Familien, teilweise mit Babyschale, die sie als Sperrgepäck aufgaben. Wir hatten unseren Mietwagen bereits mit Kindersitz vorgemerkt. Er entpuppte sich allerdings als zu groß. Da in Costa Rica die Kinder der Einheimischen meistens auf dem Schoß mitfahren, wollten wir keine große Szene machen und einigten uns darauf es auszuprobieren und in der nächsten Mietwagenfiliale nach einem kleineren Sitz zu fragen. Die Firma hingegen überraschte uns positiv und kaufte uns eine kleinere Babyschale und schickte sie mit einem Fahrer abends hinter uns her – so einen Service haben wir noch nie erlebt!
Gruppentouren geben den Takt vor
Nachdem wir zwei Nächte zum Ankommen in San José waren, ging es per Bus mit anderen Reisenden und dann per Boot nach Tortuguero. Wir sind froh, dass wir diesen Ort kennengelernt haben (sogar abseits der Schildkröten Saison), aber für uns war dieser Teil auch anstrengender, da die Touren und die Mahlzeiten nach einem geregelten Plan abliefen und keiner Rücksicht auf die Bedürfnisse unseres Babys nehmen konnte.
Wir waren froh, dass ich unseren Sohn noch überall stillen konnte, aber natürlich gab es mal Geschrei, wenn es im Bus oder Boot zu langweilig war. Die Tiere, die wir ab und an entdeckten, fand unser 9 Monate alter Sohn noch nicht ganz so interessant wie wir, sodass wir eher davon profitierten, dass einige Reisende mit ihm Späße machten.


Trage geeignet, Buggy nicht
Unser Sohn konnte zu dem Zeitpunkt noch nicht Sitzen oder Krabbeln, sondern nur Robben. Das fanden wir sehr praktisch, weil er nicht ganz so schnell abhauen konnte. Die Kleidung wird danach aber nie wieder sauber.
Statt einer Kraxe hatten wir einen kleinen Buggy und eine Trage dabei. Den Buggy nutzten wir eigentlich nur in La Fortuna. In San José wäre es auch gegangen, aber leider ließ die Airline ihn am Gate stehen und brachte ihn dann erst fünf Tage später mit. Die Bordsteine sind meistens nicht sehr gut und nicht durchgängig, sodass wir den Buggy wirklich kaum gebrauchen konnten.
Zudem sollte man daran denken, dass der Platz im Mietwagen begrenzt ist! Wir hätten keinen größeren Buggy und kein weiteres Gepäck für unseren Sohn unterbringen können. Wenn Sie mehr mitnehmen wollen, geben Sie bei der Planung unbedingt den Wunsch nach einem größeren Mietwagen an.
Wäsche und Babybrei
Wir waren drei Wochen in Costa Rica und nach zwei Wochen reichte uns das feucht-warme Klima allmählich. Wir haben zwischendurch Sachen waschen lassen (4 US Dollar pro Kilogramm war das günstigste Angebot). Sie waren nicht sauber, aber sie rochen nicht mehr muffig und waren trocken. Falls Sie mal so etwas auswaschen wollen, nehmen Sie am besten einen Stopfen fürs Waschbecken mit, denn die gibt es genauso wenig wie Klobürsten.
Wir hatten für jeden Tag ein Babybreigläschen dabei, da es unser deutsches Sortiment in Costa Rica so nicht zu kaufen gibt. Unser Sohn hat uns fast alle Breigläschen wieder mit nach Hause nehmen lassen, aber falls Sie ein breibegeistertes Kind mitnehmen, sorgen Sie unbedingt vor. Die Gläser wurden in jedem Restaurant für uns erwärmt, Hochstühle gab es überall, eigene Löffel und Lätzchen sollten Sie aber parat haben.


Tierbeobachtungen sind nun zweitrangig
Wir hatten erwartet, dass es überall Trinkwasserspender in den Hotels gibt, um unsere Flaschen aufzufüllen. Das war tatsächlich nicht der Fall. Mit netten spanischen Worten haben uns unsere Lieblingskellner immer Wasser in die Flaschen gefüllt, aber ich schätze, dass das nicht bei jedem Gast der Fall war. Haben Sie also immer ein paar Notrationen Wasser im Auto dabei, falls der nächste Supermarkt nicht schnell zu erreichen ist.
Rückblickend können wir sagen: Viele haben uns bewundert, dass wir mit Baby reisen, einige waren sicherlich genervt, wenn es schrie.
Für uns kamen die Urlaubserlebnisse nun immer an zweiter Stelle. Es war egal wie viele Vögel die Gruppe gerade sehen konnte – zuerst ging es mir darum die Bedürfnisse unseres Sohnes zu erfüllen. Danach konnte ich mich an den Vögeln oder anderen Tieren erfreuen.
Unsere neun Reisestationen
Während meine erlebe Reisen nie Erholungsurlaube waren, rate ich dazu mit Baby einen Gang langsamer zu machen und eher eine Nacht mehr zu buchen. Wir wurden dahingehend top beraten. So haben wir oft an einem Tag Programm gehabt und konnten am nächsten Tag in den Hotelpool, unseren Sohn mal im Zimmer spielen lassen, ausschlafen oder Einkäufe erledigen. Hier ein kleiner Einblick in unsere Route mit der Anzahl Nächten in Klammern:
San José (2), Tortuguero (2), Sarapiqui (1), Boca Tapada (3), La Fortuna (3), Rincon de la Vieja (3), Carara Nationalpark (2), Manuel Antonio (3), Cerro Chirripo (2)


La Fortuna und Manuel Antonio mit Baby weniger lohnenswert
Von den oben genannten Orten würden wir La Fortuna mit Baby weniger empfehlen (da viele Action Aktivitäten nicht mit Baby machbar sind), aber es tat gut mal wieder in einer Stadt zu sein und wir haben fantastisch bei Travesía gegessen. Der Eintritt zu den heißen Quellen wurde für uns vorab gebucht – achten Sie am besten darauf, dass eine Zeit gebucht wird, die zu den Schlafenszeiten Ihres Kindes am besten passt.
Zudem empfanden wir Manuel Antonio nicht als Must See Highlight, da wir schon vorher tolle Tierbeobachtungsmöglichkeiten hatten, der Park sehr touristisch ist und teilweise Wege nicht begehbar waren (jeder Aussichtspunkt war abgesperrt), obwohl das nicht gekennzeichnet war. Zudem war unser Sohn noch in dem Stadium, wo er Sand lieber essen wollte, deshalb entschieden wir uns gegen einen weiteren Strandtag.
Wenn Sie sich nun die Frage stellen, ob Sie mit Ihrem Baby verreisen, denken Sie daran, dass es auf jeden Fall möglich ist. Alles, was Sie brauchen ist die richtige Einstellung, Mut, Geduld, Zuversicht und Reisespezialisten, die sich auskennen. Die Reisespezialisten gibt es und ich hoffe, ich konnte Ihnen Mut und Zuversicht geben. Ich wünsche Ihnen jedenfalls eine wunderbare Reise!
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