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9 Tage Irland: Zwischen Pubmusik, Küstenstraßen und überraschenden Highlights

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Wenn ich an Irland gedacht habe, hatte ich Bilder von dramatischen Klippen, Irish Pubs und grünen Hügeln im Kopf. Was ich nicht erwartet hatte: dass eine kleine Schaffarm zum Highlight meiner Irland Reise werden würde.

Shina💚von erlebe

Shina 💚 von erlebe


Dublin

Die Trinity College Walking Tour war definitiv mein persönliches Highlight unter den vorab gebuchten Ausflügen für unsere Rundreise. Die Uni-Studentin, die die Tour geleitet hat, hat spannende Einblicke in die Geschichte des Colleges gegeben, gespickt mit vielen persönlichen Anekdoten. Fast habe ich mir gewünscht, auch dort studiert zu haben – die paar tausend Euro Studiengebühren pro Semester habe ich mir aber dann doch lieber gespart.

Dublin hat allgemein ein cooles Flair und ist auf jeden Fall einen Besuch wert (vor allem als Dracula-Fan), doch Galway hat mein Herz doch noch ein kleines bisschen mehr erobert. In Dublin waren wir aber auch nicht lange.

 

Antike Bücher in Holzregalen
world
Straße zwischen Feldern, die auf Berge zuführt

Roadtrip

Da ich schon in meinem Auslandsjahr in Australien im Linksverkehr unterwegs war, habe ich mir diesbezüglich eigentlich keine Sorgen gemacht. Das änderte sich schnell. Ich merkte, dass die Straßen in Irland nicht wie in Australien sind, sondern wesentlich enger.

Den ersten Tag war ich sehr konzentriert unterwegs, aber schon am zweiten Tag hatte ich mich daran gewöhnt.

Meine Tipps: lieber den Mietwagen etwas kleiner wählen, keine zu lange erste Etappe und einen guten Navigations-Co-Piloten haben, dann geht eigentlich nichts mehr schief 😊

Cliffs of Moher und Dingle

Die Cliffs of Moher bieten eine beeindruckende Landschaft, und auch die Bootstour entlang der Klippen war interessant. Für viele sind die Klippen ein Muss in Irland, doch persönlich haben mich andere Erlebnisse stärker beeindruckt. Die Bootstour war wetterbedingt auch kürzer als geplant.

Dingle ist ein kleiner, verträumter Küstenort auf einer Halbinsel. Die Atmosphäre ist super gemütlich, und es gibt viele kleine Geschäfte und Pubs, in denen meine Reisebegleitung typische irische Gerichte probieren konnte (als Vegetarierin hatte ich es da schon etwas schwerer, aber ich habe immer etwas zu essen gefunden).

Unser Hotel war ca. 15 Minuten außerhalb der Stadt, mitten im Nirgendwo. Da kam richtig irische Stimmung auf. Das Hotel selbst war super gemütlich und hatte ein tolles Frühstück.

Blick auf die Cliffs of Moher vom Boot aus
Mann und Frau streicheln Schafe auf einer Weide

Wal- und Delfintour sowie Fairy Fort Farm

In Dingle hatten wir uns besonders auf die Wal- und Delfintour gefreut. Leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Stattdessen hat uns das wirklich sehr nette Personal eine alternative Bootstour angeboten, mit einem urigen, irischen Seemann als Guide. An diesem Tag haben wir gelernt, dass sich die Natur nicht planen lässt und wurden trotzdem mit einer schönen Perspektive auf die Küste belohnt. Auch wenn wir keine Wale und Delfine gesehen haben, gehört genau diese Unvorhersehbarkeit irgendwie zu einer Reise durch Irland dazu.

Da wir auf der Dingle-Halbinsel einen Tag ohne vorher geplante Aktivitäten zur Verfügung hatten, sind wir einfach ein bisschen die Küste entlang gefahren.

Und genau hier kommt das Highlight: die Fairy Fort Farm. Die haben wir zufällig entdeckt und wären fast vorbeigefahren. Der Eintritt kostet nur 2,50 € pro Person und man bekommt Futter für Schafe und Alpakas dazu. Wir waren die einzigen Gäste und konnten uns auf der Weide richtig austoben. Das war wirklich so ein Moment, den man nicht plant, aber der dann hängen bleibt.

Cork

Die Midleton Distillery Experience war interessant, um mehr über die Whiskeyherstellung zu erfahren. Für echte Whiskeyfans ist das wahrscheinlich spannender, für uns war es eher informativ. Persönlich hat mir ein bisschen die Interaktion gefehlt.

Unser Hotel in Cork war modern und schlicht eingerichtet und in guter Lage. Cork selber ist eine spannende Stadt, die man unbedingt erkunden sollte.

Die Atmosphäre der Stadt zieht einen direkt in seinen Bann und in den Straßen sind viele kleine Läden, die zum Stöbern einladen. Unsere Abende in Cork haben wir genutzt, um durch die Innenstadt zu schlendern und die Atmosphäre auf uns wirken zu lassen. Gerade am Abend waren die Pubs und Bars gut besucht, wodurch die Stadt sehr lebendig wirkte. Von Cork aus lassen sich außerdem viele Ausflüge in die Umgebung unternehmen, wie z.B. nach Killaegh.

Altes Auto mit Whiskeyfässern auf dem Anhänger vor Gebäude mit roten Fensterläden

Fazit

Unser Irland-Roadtrip war eine Mischung aus Natur, Kultur und kleinen Überraschungen. Dingle und das Trinity College waren auf jeden Fall unsere Highlights.

Wenn ich eines aus diesen neun Tagen mitgenommen habe, dann dass Irland vor allem durch seine Atmosphäre begeistert. Die kleinen Orte, die spontane Pubmusik und die Menschen machen die Reise unvergesslich. Gerade die Mischung aus den großen Highlights und den kleinen, ungeplanten Momenten hat diese Reise für mich so besonders gemacht.

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