
Dschungelabenteuer im Cardamom Tented Camp
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Kambodscha hat mich schon lange fasziniert. Vor allem, da viele Regionen noch ursprünglich sind und gleichzeitig eine beeindruckende Vielfalt an Erlebnissen bieten. Hier erzähle ich von dem Teil meiner Kambodscha Reise, welcher mich besonders begeistert hat.

Miriam 💚 von erlebe
Anreise zum Camp
Meine Mutter und ich sind von Phnom Penh aus zum Cardamom Tented Camp angereist. Wir wurden morgens abgeholt und vier Stunden in einem klimatisierten Van zum Bootsanleger des Camps gefahren. Dort wurden wir bereits herzlich vom Leiter empfangen, der uns persönlich bis zur Unterkunft begleitete. Das Camp liegt mitten im Botum Sakor Nationalpark und ist nur per Boot erreichbar. Während der kurzen Überfahrt wurden wir von tropischem Regen begrüßt, welcher die besondere Atmosphäre keineswegs getrübt hat. Im Camp angekommen, erhielt jeder Gast ein erfrischendes Willkommensgetränk, während uns der Leiter die Geschichte des Camps näherbrachte. Besonders beeindruckend war für mich, dass das Camp aktiv zum Schutz eines 18.000 Hektar großen Gebiets beiträgt. Ich hatte wirklich das Gefühl, dass der Tourismus hier eine positive Auswirkung hat und hierdurch ein Teil des Dschungels vor Rodung und Wilderern geschützt wird.



Die Anlage des Camps
Das Cardamom Tented Camp ist wunderschön in die umliegende Natur integriert. Herzstück der Anlage ist ein großes, offenes Haupthaus aus Holz, das als zentraler Treffpunkt und Aufenthaltsraum dient. Bei Bedarf kann es mit Planen wetterfest verschlossen werden. Die verschiedenen Glamping-Zelte sind über erhöhte Holzstege erreichbar, die sich durch Graslandschaften und kleine Wasserflächen ziehen und dem Ganzen einen besonderen Charme verleihen. Die Zelte selbst sind komfortabel und liebevoll eingerichtet. Das Badezimmer befindet sich in einem offenen, abgetrennten Bereich hinter dem Zelt und fügt sich harmonisch in die Natur ein. Wenn man es besonders ruhig und mit einer guten Aussicht auf den Fluss mag, kann man das Honeymoon Zelt buchen, welches sich am Ende eines langen Steges befindet. Hier kann man auch wunderbar eine Hängematte aufhängen.
Naturerlebnis im Nationalpark
Nach dem Frühstück beginnt eines der Highlights des Aufenthalts. Mit dem Kanu geht es etwa eineinhalb Stunden flussaufwärts zum Ausgangspunkt der Wanderung. Schon während dieser Fahrt kann man die beeindruckende Landschaft genießen und mit etwas Glück erste Tiere beobachten. Wir hatten beispielsweise das Glück, die berühmten Yellow Hornbills zu sehen. Am Startpunkt angekommen, zieht man spezielle Schutzschuhe (gegen Blutegel) an, bevor es gemeinsam mit einem Guide in den Dschungel geht. Es stehen verschiedene Wanderrouten zur Auswahl. Wir entschieden uns für die klassische Variante, die etwa vier Stunden dauert und gut zu bewältigen ist. Gleich zu Beginn überquert man einen kleinen Fluss, bevor man tiefer in die faszinierende Welt des Dschungels eintaucht. Auf unserem Weg entdeckten wir unter anderem eine Echse und einen Frosch. Die Wanderung ist abwechslungsreich, naturnah und nicht zu anstrengend.


Zusätzliche Aktivitäten
Neben dem festen Programm bleibt ausreichend Zeit für eigene Erkundungen. Besonders schön fanden meine Mutter und ich eine eigene Kanutour am Ankunftstag. Uns wurde empfohlen, einen ausgeschilderten Seitenarm des Flusses zu erkunden. Zwar lagen dort einige Äste und Baumstämme im Wasser, doch diese ließen sich problemlos umfahren oder beiseiteschieben. Am Ende wurden wir mit einem idyllischen, nahezu verwunschenen Seitenarm belohnt, mit kristallklarem Wasser, kleinen Sandbänken und dichter Dschungelvegetation. Bei den Stromschnellen sollte man allerdings umkehren. Da wir erst spät unterwegs waren, wurden wir freundlicherweise von den Mitarbeitern abgeholt und im Kanu sitzend zurück zur Unterkunft gezogen. Auch Schwimmen im Fluss ist problemlos möglich, entweder direkt am Steg oder vom Kanu aus. Zudem gibt es einen kürzeren Wanderweg (ca. eine Stunde), den man eigenständig erkunden darf. Dafür leiht man sich erneut die schützenden Schuhe gegen Blutegel aus und kann die Natur ganz in Ruhe genießen. Dies haben wir am zweiten Tag zusätzlich unternommen. Nachts haben wir noch eine Nachtbootsfahrt gebucht und konnten noch andere Tiere sehen (Chinese Bearded Dragon, Schlangen). Für Abenteuerlustige gibt es außerdem eine Zipline.
Nach dem Frühstück am Abreisetag wurden wir zu unserer nächsten Destination gebracht und konnten die Bootsfahrt bei Sonnenschein noch einmal in vollen Zügen genießen. Vom Cardamom Tented Camp aus bieten sich zahlreiche Möglichkeiten für die Weiterreise: Wer nach dem Dschungel noch ein charmantes Küstenstädtchen erleben möchte, sollte einen Abstecher nach Kampot einplanen. Für Inselurlaub und Entspannung empfiehlt sich Koh Rong. Oder möchten Sie zur belebten Hauptstadt von Kambodscha, nach Phnom Penh? Auch hierhin können Sie problemlos weiterreisen.
Zum Abschluss kann ich sagen, dass der Aufenthalt im Cardamom Tented Camp einfach wunderschön war und besonders für Naturliebhaber nur zu empfehlen ist. Das Camp eignet sich für verschiedene Altersgruppen, bei unserer Wanderung war beispielsweise auch eine über 70-jährige Teilnehmerin dabei. Die Guides und das gesamte Personal sind äußerst fürsorglich, aufmerksam und stets bemüht, den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Alle Mahlzeiten sind im Programm inbegriffen. Dies ist ein Ort, an dem Abenteuer, Erholung und nachhaltiger Tourismus auf beeindruckende Weise miteinander verbunden werden.
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