
Zwei Inseln, eine Auszeit – Unser Frühlingsabenteuer auf Teneriffa & La Gomera
Blog
Die erlebe Reisespezialistin Friederike war auf den Kanaren unterwegs. Dies ist der Reisebericht von ihrem Abenteuer auf Teneriffa & La Gomera. Lassen Sie sich von Friederike inspirieren!
Eigentlich sollte es im April 2024 für uns nach Namibia gehen. Doch manchmal schreibt das Leben seine eigenen Pläne – in unserem Fall in Form eines kleinen Wunders, das uns mittlerweile ganz schön auf Trab hält. Also suchten wir nach einem Ziel, das weniger anstrengend, aber genauso besonders sein sollte. Die Wahl fiel auf Teneriffa und La Gomera – zwei Inseln, die unterschiedlicher kaum sein könnten und uns auf unserer Kanaren Rundreise dennoch beide auf ihre Weise in ihren Bann gezogen haben.

Friederike 💚 von erlebe


Ankommen im Frühling – und in einer anderen Welt
Schon der Flug nach Tenerife Sur verlief erstaunlich entspannt. Am Flughafen lief alles wie am Schnürchen: Mietwagen abholen, Voucher entgegennehmen, sogar eine freundliche Begrüßung auf Deutsch – ein sanfter Start in zwei Wochen Abenteuer auf Teneriffa und La Gomera. Unsere erste Unterkunft lag in den Bergen, in einer alten Casita, die man leicht übersehen konnte. Nur ein unscheinbares Tor an der Straße, dahinter ein Ort wie aus der Zeit gefallen. Die ältere Dame, die dort lebt und ihre Gäste bewirtet, empfing uns mit einer Herzlichkeit, die man nicht kaufen kann. Wir waren die einzigen Gäste – ein bisschen fühlte es sich an, als würden wir auf unserer Kanaren Reise bei einer entfernten Großtante wohnen. Ihr Hund, ein kleiner Gastgeber auf vier Pfoten, begrüßte uns jeden Tag schwanzwedelnd, als wären wir alte Freunde. Von unserer Terrasse aus sahen wir das Meer und – zumindest theoretisch – den Teide. Meist versteckte er sich jedoch hinter einer dichten Wolkendecke, als würde er sich noch ein wenig zieren.
Puerto de la Cruz – Farben, Kaffee und Küstenflair
Am nächsten Morgen frühstückten wir auf unserer Terrasse. In der Höhe war es noch frisch, aber die Sonne versprach einen warmen Tag. Unsere erste Tour führte uns nach Puerto de la Cruz, eine Stadt, die Tradition und Moderne charmant miteinander verbindet. Puerto de la Cruz ist bekannt für seine botanischen Gärten, die schwarze Lavaküste und die historische Altstadt mit ihren bunt gestrichenen Balkonen. Besonders schön ist die Mischung aus touristischem Leben und authentischem kanarischen Alltag – man findet kleine Cafés neben traditionellen Guachinches, Street Art neben kolonialen Fassaden. Mein Mann hatte schon im Voraus vom berühmten Barraquito gehört – einem schichtweise servierten Kaffee mit Kondensmilch, Likör 43, Milchschaum und Zitronenzeste. Natürlich musste er den direkt probieren. Für mich gab es die alkoholfreie Variante, die mindestens genauso süß und köstlich war. Auf der Terraza Taoro genossen wir später die Aussicht über die Stadt, schlenderten durch den Parque Taoro und ließen uns an der Promenade treiben. Puerto de la Cruz ist ein Paradies für Graffiti-Fans – an jeder Ecke findet man neue Kunstwerke, die die Stadt bunt und lebendig machen.


Santa Cruz – eine Stadt zum Entdecken
Am nächsten Tag ging es nach Santa Cruz de Tenerife. Statt einer klassischen Stadtführung entschieden wir uns für eine Art digitale Schnitzeljagd, die uns quer durch die Stadt führte. Perfekt für uns – wir lieben es, Städte zu erlaufen, aber ohne das starre Korsett einer geführten Tour.
So entdeckten wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten: das futuristische Auditorio, die Markthalle Nuestra Señora de África, kleine Plätze, versteckte Gassen und die lebendige Hafenpromenade. Das Schöne an dieser Art zu reisen: Man kann jederzeit pausieren, einen Kaffee trinken, weiterziehen oder am nächsten Tag fortsetzen.
Ein Mittagessen, das bleibt – Besuch bei Esteban
Der nächste Tag wartete mit einem Highlight auf uns. Wir besuchten Esteban auf seiner kleinen Farm, wo er uns und ein weiteres Paar mit einem dreigängigen Mittagessen verwöhnte. Es gab Papas Arrugadas mit Mojo Verde, ein vegetarisches Ropa Vieja und zum Abschluss Bienmesabe – ein Dessert, das seinem Namen alle Ehre macht: „Es schmeckt gut“, und zwar sehr süß.
Zwischen den Gängen erzählte Esteban von seinem Leben, seinem früheren stressigen Bürojob und davon, wie er in der Landwirtschaft seine Ruhe wiederfand. Er zeigte uns seinen Garten, erklärte, wie er Gemüse anbaut und Wein keltert. Der Wein wurde von allen probiert – außer von mir natürlich – und als „gut, aber stark“ bewertet. Es war ein Mittagessen, das nicht nur den Bauch, sondern auch das Herz füllte.


La Laguna & das Anagagebirge – Kolonialcharme und Nebelwald
Am nächsten Morgen zeigte sich der Teide endlich frei von Wolken – ein perfekter Start in den Tag auf unserem Abenteuer in Teneriffa. Wir fuhren nach San Cristóbal de La Laguna, eine Universitätsstadt mit kolonialem Flair, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Auch hier nutzten wir wieder eine selbstgeführte Tour und verliebten uns in die bunten Häuser, die versteckten Innenhöfe und die entspannte Atmosphäre.
Anschließend ging es ins Anagagebirge, wo wir den Sendero Bosque de los Enigmas wanderten. Ein kurzer, aber wunderschöner Weg durch mystischen Lorbeerwald. Die ersten 500 Meter sind barrierefrei – ein toller Ort für alle, die Natur erleben möchten, ohne große Anstrengung.
La Gomera – Insel der Stille
Für die nächsten Tage setzten wir mit der Fähre nach La Gomera über. Der Calima lag wie ein Schleier über dem Atlantik, sodass wir die Insel erst kurz vor der Ankunft sahen. San Sebastián wollten wir eigentlich erkunden, aber die Hitze trieb uns direkt weiter nach Valle Gran Rey. Unsere Unterkunft dort war freundlich, modern und hatte eine herrliche Poolanlage – genau das, was wir brauchten.
Die folgenden Tage waren eine Mischung aus kleinen Abenteuern und viel Ruhe. Wir besuchten das Palmenhonigmuseum, wanderten ein Stück durchs Tal und probierten den berühmten Miel de Palma.Beim Whale Watching zeigte sich dann, dass ich wohl nicht seetauglich bin. Nach einer Stunde wurde mir so schlecht, dass ich mich übergeben musste – aber kaum war es vorbei, tauchten die ersten Delfine auf, als wollten sie sagen: „Das Warten hat sich gelohnt.“


Zurück nach Teneriffa in den Erholungsmodus & Fazit
Am 15. April fuhren wir zurück nach Teneriffa. Eigentlich war eine Wanderung geplant, aber die Hitze und mein Zustand sagten etwas anderes. Also machten wir gemütliches Natur-Sightseeing auf der Fahrt nach San Sebastián und setzten am Nachmittag nach Los Cristianos über. Unsere letzten Tage verbrachten wir an der Costa Adeje – touristisch, ja, aber perfekt für das, was wir jetzt brauchten: Erholung. Pool, Promenade, gutes Essen, Meeresrauschen. Einfach sein.
Fazit – Eine Reise, die genau richtig war
Diese Reise war anders als geplant – aber vielleicht gerade deshalb so besonders. Statt Namibia gab es zwei Inseln voller Kontraste: Vulkane und Nebelwälder, Städte und stille Täler, Meer und Berge. Und die Gewissheit: Wir kommen wieder!
Hat Friederikes Frühlingsabenteuer auf Teneriffa und La Gomera Sie inspiriert? Möchten Sie auch eine Kanaren Rundreise unternehmen? Wir beraten Sie gerne!
Unsere beliebtesten Kanaren Reisen
