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Frau im Schatten zeigt auf Sonne, die über den Bergen scheint
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Mietwagenrundreise auf Fuerteventura & Lanzarote: Tipps für einen Aktivurlaub auf den Kanaren

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Die Kanaren sind ein Reiseziel, das eigentlich immer geht. Milde Temperaturen, viel Sonne und Landschaften, die je nach Insel völlig anders wirken: mal weit und karg, mal vulkanisch-schwarz, mal überraschend grün. Genau das hat uns gereizt, als wir uns im März für eine Reise nach Fuerteventura und Lanzarote entschieden haben.

Wir wollten nicht nur am Strand liegen, sondern draußen unterwegs sein: wandern, kleine Orte entdecken, an Aussichtspunkten anhalten und die Inseln möglichst flexibel erleben. Deshalb entschieden wir uns für eine Mietwagenrundreise – mit Start auf Fuerteventura, einem Abstecher nach Lanzarote und zum Schluss noch ein paar Tage im Norden Fuerteventuras.

Besonders praktisch war, dass wir den Mietwagen problemlos mit auf die Fähre nach Lanzarote nehmen konnten. So waren wir während unserer gesamten Kanaren Reise flexibel unterwegs und konnten unsere Route ganz nach Wetter, Lust und Laune gestalten.

Linda💚von erlebe

Linda 💚 von erlebe


 

world
Kaktus mit roten Früchten, dahinter karge Landschaft und das Meer

Warum Fuerteventura und Lanzarote ideal für Aktivreisende sind

Fuerteventura und Lanzarote lassen sich wunderbar miteinander kombinieren. Beide Inseln sind vulkanischen Ursprungs, wirken landschaftlich aber trotzdem sehr unterschiedlich. Fuerteventura begeistert mit weiten, offenen Landschaften, langen Sandstränden, dunklen Vulkanstränden und stillen Naturmomenten. Lanzarote dagegen fühlt sich an vielen Orten fast wie eine Mondlandschaft an – mit schwarzen Lavafeldern, rotbraunen Kratern und kleinen weißen Dörfern.

Für einen Aktivurlaub sind beide Inseln ideal. Die Wege zwischen den einzelnen Stopps sind meist kurz, viele Wanderungen lassen sich gut als Halbtagestour planen und unterwegs gibt es immer wieder schöne Orte für spontane Pausen. Besonders schön war für uns, dass es im Winter zuvor ungewöhnlich viel geregnet hatte. Dadurch standen viele sonst eher karge Landschaften in voller Blüte – ein wunderschöner Kontrast zu Lava, Sand und Vulkanfelsen.

Fuerteventura: Weite Landschaften, Schluchten und Vulkanstrände

Fuerteventura hat uns überrascht. Vor der Reise dachten wir vor allem an lange Sandstrände und Wind. Vor Ort haben wir dann gemerkt, wie vielfältig die Insel ist: Sanddünen, Kakteenfelder, raue Steilküsten, kleine Dörfer, dunkle Strände und eine offene, karge Vulkanlandschaft, die gerade beim Wandern ihren ganz eigenen Reiz entfaltet.

Immer wieder begegnet man unterwegs Ziegen, Echsen oder Atlashörnchen – eine ursprünglich aus Nordafrika eingeführte Art, die sich auf Fuerteventura stark verbreitet hat. Und auch wenn die Insel an manchen Stellen sehr trocken und schlicht wirkt, liegt genau darin ihre besondere Schönheit.

Atlashörnchen knabbert an Apfelrest
Frau sitzt an Aussichtspunkt mit Bergen im Hintergrund

La Pared: raue Küste statt Hoteltrubel

Unsere Reise begann im Süden Fuerteventuras, in La Pared. Der kleine Ort liegt abseits der großen Hotelanlagen und zeigt den Atlantik von seiner wilden Seite. Entlang der Steilküste kann man wunderbar spazieren gehen, während unten die Wellen gegen die Felsen schlagen.

Am Strand warten Surfer auf die passenden Bedingungen, in der Luft liegen Salz und Wind – ein guter Einstieg in eine Reise, bei der die Natur im Mittelpunkt steht. Wer es ruhig mag und lieber kleinere Küstenwege als Strandpromenaden sucht, ist hier gut aufgehoben.

Barranco de las Peñitas: Wanderung durch eine grüne Schlucht

Eine unserer liebsten Wanderungen auf Fuerteventura führte uns durch den Barranco de las Peñitas. Der Weg startet entlang eines kleinen Bachlaufs beziehungsweise trockenen Flussbetts und führt durch eine überraschend grüne Landschaft. Zwischen Palmen, Kakteen und Blumen wandert man immer weiter in Richtung Schlucht, bis sich schließlich ein schöner Aussichtspunkt öffnet.

Besonders eindrucksvoll ist der Blick von der Staumauer auf den Canyon mit seinen kleinen Wasserbecken. Anschließend führt der Weg weiter durch die Schlucht und entlang der schimmernden Wasserbecken. Wer trittsicher ist und noch etwas höher hinaus möchte, kann am Ende einen steileren Abschnitt hinaufkraxeln. Dieser Teil ist deutlich anspruchsvoller und nur empfehlenswert, wenn man gut zu Fuß ist. Oben angekommen wartet eine spannende Felsformation – und noch einmal ein ganz anderer Blick auf die Schlucht.

Aber auch ohne diesen letzten Abschnitt lohnt sich die Wanderung sehr. Für uns war der Barranco de las Peñitas einer der überraschendsten Naturmomente der Reise.

Tipp: Nicht weit vom Startpunkt entfernt liegt Betancuria, eines der ältesten Dörfer der Insel. Ein kurzer Abstecher mit dem Mietwagen lohnt sich: weiße Häuser, enge Gassen und eine angenehm ruhige Atmosphäre.

Flussbett zwischen zwei Felsen
Mann umgeben von grünen, schlanken Kakteen, die größer sind als er

Pico de la Zarza: Aufstieg zum höchsten Punkt Fuerteventuras

Ein weiteres Highlight für Aktivreisende ist die Wanderung auf den Pico de la Zarza, den höchsten Berg Fuerteventuras. Der Hauptweg ist breit, gut begehbar und technisch nicht schwierig. Trotzdem sollte man ausreichend Wasser, Sonnenschutz und etwas Kondition mitbringen, denn Schatten gibt es kaum. Gleichzeitig kann es sehr windig werden, sodass lange, dünne Kleidung je nach Wetter sinnvoll ist.

Schon während des Aufstiegs öffnen sich weite Blicke über die karge Berglandschaft. Das eigentliche Highlight wartet aber oben: Am Gipfel steht man plötzlich an einem steilen Abhang und blickt bei klarer Sicht über die Vulkanlandschaft und die Küste der Insel. Sollten Wolken am Berg hängen, lohnt es sich, ein wenig zu warten. Bei uns zogen sie immer wieder vorbei und gaben nach und nach den Blick frei.

Für den Rückweg kann man entweder denselben Weg nehmen oder eine längere Variante über kleinere Pfade wählen. Wir haben uns für einen schmalen, kaum erkennbaren Pfad entschieden und fanden diese Route besonders schön, weil sie durch Kaktuslandschaften und später durch ein Tal in der Berglandschaft führt.

Calderón Hondo & Vulkan de la Arena: Fuerteventuras vulkanische Seite

Fuerteventura ist genauso wie Lanzarote vom Vulkanismus geprägt – und das lässt sich besonders gut bei kleineren Wanderungen erleben. Sehr eindrucksvoll ist der Weg zum Calderón Hondo. Oben angekommen blickt man direkt in den Krater und hat einen schönen Rundumblick über die umliegende Landschaft.

Etwas ruhiger geht es am Vulkan de la Arena bei Villaverde zu. Die Tour ist weniger bekannt, wirkt dadurch ursprünglicher und bietet weite Ausblicke über das Inselinnere. Villaverde selbst ist außerdem ein guter Ort für eine Pause, denn hier gibt es einige schöne und authentische Restaurants.

Tipp:
 Eine Reservierung kann sinnvoll sein, da beliebte Restaurants gerade abends schnell ausgebucht sind.

Frau sitzt am Rand eines Vulkankraters, umgeben von Blumen, mit Ausblick über Fuerteventura
Frau läuft über Sanddünen mit grünen Büscheln und etwas größerer grüner Vegetation im Hintergrund

Sanddünen von Corralejo: Wüstengefühl am Meer

Die Sanddünen von Corralejo gehören zu den bekanntesten Landschaften Fuerteventuras. Viele erkunden die Umgebung bei einer Buggytour. Mit Sonnenbrille und langer, leichter Kleidung ausgestattet, fährt man zunächst über die Hauptstraße und später über kleinere ungeteerte Wege entlang der Natur. Direkt durch die geschützten Dünen fährt man allerdings nicht, da es sich um einen geschützten Naturpark handelt. Es gibt jedoch eine Straße durch die Dünen, an der ein Stopp eingelegt wird, sodass man die Landschaft kurz zu Fuß erkunden kann.

Die Buggytour lohnt sich vor allem für alle, die ein bisschen Action mögen und Fuerteventuras Landschaft auf eine andere Art erleben möchten. Wer mehr Zeit mitbringt, kann die Dünen zusätzlich bei einer Wanderung oder einem Spaziergang zu Fuß erkunden. Beim Laufen durch den hellen Sand mit Blick aufs Meer entsteht fast ein kleines Wüstengefühl. Wichtig sind Sonnenbrille, Kopfbedeckung und ausreichend Wasser, denn Wind und Sonne sind hier nicht zu unterschätzen.

Ajuy: Vulkanstrand, Höhlen und Küstenwanderung

Ein weiterer schöner Stopp ist das kleine Dorf Ajuy an der Westküste. Schon der dunkle Vulkanstrand ist sehenswert. Von dort startet ein Küstenweg, der an beeindruckenden Felsformationen, Höhlen und rauen Klippen vorbeiführt.

Unterwegs öffnen sich immer wieder schöne Blicke auf die wilde Küste. Wer dem Weg weiter folgt, erreicht schließlich das Felsentor Peña Horadada – ein eindrucksvoller Punkt entlang der Route. Zurück geht es auf demselben Weg nach Ajuy.

Die Landschaft ist rau, das Meer oft wellig und kraftvoll. Genau das macht diesen Ort so besonders: Ajuy ist perfekt für alle, die eine kurze Wanderung mit spektakulären Küstenblicken verbinden möchten.

Kleines Dorf mit weißen Häusern direkt am Meer, im Hintergrund Berge und große, weiße Wolken am blauen Himmel
Frau sitzt auf Felsformation, die wie eine Brücke aussieht, darunter schwarzer Lavasand

Lanzarote: Feuer, Formen und kleine weiße Dörfer

Nach einigen Tagen auf Fuerteventura setzten wir mit der Fähre nach Lanzarote über. Unser Ausgangspunkt war Yaiza, ein hübscher Ort im Süden der Insel. Lanzarote hatte für uns direkt einen besonderen Charme: Viele Häuser sind weiß, die Orte wirken kleiner und harmonischer, und hohe Neubauten sucht man weitgehend vergeblich.

Die Insel ist stark vulkanisch geprägt. Schwarze Lavafelder, rote Hügel und helle Dörfer bilden eine Landschaft, die sehr klar, reduziert und gleichzeitig unglaublich eindrucksvoll wirkt.

Timanfaya-Nationalpark: spektakulär, aber organisiert

Der Timanfaya-Nationalpark gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Lanzarotes. Die Landschaft ist spektakulär: schwarze Lavafelder, rot schimmernde Krater und das Gefühl, sich auf einem anderen Planeten zu bewegen.

Der Besuch ist allerdings stark organisiert. Man fährt mit dem Bus durch den Park und individuelle Stopps sind nicht möglich. Wer eigenständig mit dem Auto anreist, steht je nach Andrang schon gerne eine Stunde in der Schlange, um anschließend in einen Bus für die rund 30-minütige Fahrt durch den Nationalpark umzusteigen.

Für einen ersten Eindruck ist der Nationalpark sehr spannend. An einigen Stellen kann man die Wärme des Vulkans noch spüren, und im Restaurant wird sogar mit der Vulkanwärme gegrillt. Wer Lanzarote aber aktiv und individuell erleben möchte, findet in der Umgebung mindestens genauso schöne Alternativen.

Frau steht auf Steinen in roter Erde mit schwarzem Lavasand und Bergen im Hintergrund
Frau wandert auf Gestein, im Hintergrund karge Lavalandschaft

Caldera Blanca: die aktive Alternative zum Timanfaya-Nationalpark

Eine dieser Alternativen ist die Wanderung zur Caldera Blanca. Der Krater liegt am Rand des Timanfaya-Gebiets und ist frei zugänglich. Der Weg führt zunächst durch ältere Lavafelder und an einigen kleineren Kratern vorbei. Anschließend läuft man entlang eines größeren Kraters und steigt schließlich hinauf zum Kraterrand.

Oben angekommen kann man fast den gesamten Kraterrand entlanglaufen. Dabei blickt man nicht nur in den Krater hinein, sondern hat auch weite Ausblicke über Lanzarote und die Vulkanlandschaft des Timanfaya-Nationalparks. Für uns war diese Wanderung eines der Highlights auf Lanzarote, weil man der Landschaft zu Fuß viel näher kommt und im eigenen Tempo unterwegs ist.

Miradores, Salzfelder und Felsformationen

Lanzarote ist eine Insel der Aussichtspunkte. Besonders schön ist der Mirador de El Risco mit Blick auf den Atlantik und die Nachbarinsel La Graciosa. Auch entlang der Küste gibt es viele Orte, an denen sich ein spontaner Stopp lohnt.

Ein weiterer besonderer Fotostopp sind die Salinas de Janubio. Die Salzfelder zeigen eine andere Seite der Insel und sind vor allem am späten Nachmittag oder zum Sonnenuntergang sehr stimmungsvoll.

Auch die Antigua Rofera lohnt sich als kurzer Zwischenstopp: Die hellen, ausgewaschenen Felsformationen wirken fast surreal. Für eine längere Wanderung kommt man nicht unbedingt hierher, aber für einen kleinen Spaziergang und ein paar Fotos ist der Ort ideal.

Frau schaut aufs Meer und La Graciosa, der Himmel ist voller Wolken
Frau in roter Jacke sitzt auf Steinen am Meer, mit Blick auf rot-weiß gestreiften Leuchtturm

Praktische Tipps für eine Mietwagenrundreise auf Fuerteventura und Lanzarote

Ein Mietwagen lohnt sich auf beiden Inseln sehr, besonders wenn man wandern und abgelegenere Orte erreichen möchte. Viele schöne Stopps liegen nicht direkt an den klassischen Ferienorten, und gerade die Flexibilität macht eine solche Reise besonders entspannt.

Für die Kombination beider Inseln ist die Fähre zwischen Fuerteventura und Lanzarote unkompliziert. Wichtig ist, vorab zu klären, ob der Mietwagen mit auf die Fähre genommen werden darf. Bei uns war das problemlos möglich und sehr praktisch, weil wir nicht auf Lanzarote erneut ein Auto übernehmen mussten.

Für Wanderungen sollte man immer ausreichend Wasser, Sonnenschutz, feste Schuhe und eine Windjacke dabeihaben. Auch im Frühjahr kann die Sonne kräftig sein, gleichzeitig ist es an der Küste oder in höheren Lagen oft windig.

Unser Fazit: Kanaren für Aktive – individuell, flexibel und intensiv

Eine Mietwagenrundreise auf Fuerteventura und Lanzarote ist ideal für alle, die die Kanaren aktiv erleben möchten. Die Kombination aus Wanderungen, kurzen Fahrstrecken, spontanen Stopps und abwechslungsreichen Landschaften macht die Reise intensiv und gleichzeitig entspannt.

Statt nur Sehenswürdigkeiten abzuhaken, entsteht unterwegs Raum für echte Erlebnisse: ein Spaziergang an der wilden Küste von La Pared, der Blick in einen Vulkankrater, Blumen inmitten karger Lavafelder oder ein Café mit Aussicht in einem kleinen Dorf.

Für uns waren Fuerteventura und Lanzarote die perfekte Mischung aus Bewegung, Natur und kanarischer Gelassenheit – und ein schönes Beispiel dafür, dass die Kanaren viel mehr sind als nur ein Ziel für Badeurlaub.

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