SÜDKOREA
Zwei Koreaner in traditioneller Hanbok Kleidung in Südkorea

Südkorea Menschen

Kultur & Traditionen

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Kultur und Menschen in Südkorea

Die koreanische Kultur ist stark von Höflichkeit, Respekt und gegenseitiger Wertschätzung geprägt. Dies zeigt sich bereits in vielen Alltagssituationen. Gegenstände werden häufig mit beiden Händen überreicht oder entgegengenommen, älteren Menschen wird besonderer Respekt entgegengebracht und in traditionellen Häusern sowie Tempelanlagen ist es üblich, die Schuhe vor dem Betreten auszuziehen.

Auch im öffentlichen Nahverkehr wird auf Rücksichtnahme geachtet. Lautes Telefonieren sowie das Essen oder Trinken in Bus und Bahn werden häufig als unhöflich empfunden. Wer diese Gepflogenheiten berücksichtigt, zeigt Respekt gegenüber den lokalen Traditionen und erlebt die koreanische Gastfreundschaft besonders authentisch.

Gastfreundschaft

Die Menschen in Südkorea gelten als freundlich, höflich und hilfsbereit. Besonders Reisende werden häufig unterstützt, wenn sie Hilfe benötigen oder Fragen haben.

Zwei Einheimische in traditioneller Kleidung in Südkorea

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Die „Ppali Ppali“ Kultur

Ein prägender Bestandteil des koreanischen Alltags ist die sogenannte „Ppali Ppali“ Kultur, was übersetzt so viel wie „schnell, schnell“ bedeutet. Effizienz und Geschwindigkeit spielen in vielen Lebensbereichen eine wichtige Rolle. Dies zeigt sich beispielsweise im hervorragend organisierten öffentlichen Verkehrssystem sowie in den schnellen Serviceabläufen in Restaurants, Cafés und Geschäften.

Gleichzeitig ist Südkorea ein Land, das Tradition und Moderne auf besondere Weise miteinander verbindet. Neben jahrhundertealten Tempeln und kulturellen Bräuchen prägen moderne Einflüsse wie K-Pop, K-Dramen und koreanische Kosmetik das Bild des Landes und haben weltweit große Bekanntheit erlangt. Gerade dieser spannende Kontrast macht Südkorea zu einem außergewöhnlichen Reiseziel.

Feste und Feiertage in Südkorea

Feste und Feiertage haben in Südkorea einen hohen Stellenwert und bieten spannende Einblicke in die Kultur des Landes. Viele Feiertage orientieren sich am Mondkalender und werden im Kreis der Familie gefeiert.

Besonders wichtig sind Seollal, das koreanische Neujahrsfest Ende Januar oder Anfang Februar, und Chuseok, das Erntedankfest, das meist im September oder Oktober gefeiert wird. Zu diesen Anlässen kommen Familien zusammen, pflegen traditionelle Bräuche, genießen traditionelle Speisen wie Tteokguk (Reiskuchensuppe) und gedenken ihrer Vorfahren.

Ebenfalls bedeutend ist Buddhas Geburtstag, der im Frühjahr mit farbenfrohen Laternen und Feierlichkeiten in vielen Tempeln begangen wird. Darüber hinaus begeht Südkorea mehrere nationale Feiertage, darunter den Tag der Unabhängigkeitsbewegung am 1. März, den Befreiungstag am 15. August sowie den Hangeul Tag am 9. Oktober, der dem koreanischen Alphabet gewidmet ist.

Für Reisende sind Feiertage eine schöne Gelegenheit, koreanische Traditionen hautnah zu erleben. Allerdings sollten Unterkünfte und Verkehrsmittel rund um Seollal und Chuseok frühzeitig gebucht werden, da in diesen Zeiträumen besonders viele Menschen unterwegs sind.

Essen und Trinken in Südkorea

In Südkorea nimmt Essen einen wichtigen Platz im gesellschaftlichen Leben ein. Gemeinsame Mahlzeiten gelten als besonderer sozialer Moment, bei dem Familie, Freunde oder Kollegen zusammenkommen. Viele Speisen werden in die Mitte des Tisches gestellt und gemeinsam geteilt, was das Essen zu einem geselligen Erlebnis macht.

Die koreanische Küche ist vielfältig, aromatisch und geprägt von frischen Zutaten. Zu den typischen Bestandteilen gehören Kimchi, Tofu, Sojabohnen, verschiedenes Gemüse, Reis sowie Fleisch und Fisch. Viele Gerichte sind würzig oder scharf, gleichzeitig gibt es jedoch auch zahlreiche vegetarische Alternativen.

Neben traditionellen Speisen wie Suppen und Eintöpfen gehört Street Food fest zum koreanischen Alltag. Auf Märkten und in belebten Straßen werden zahlreiche Spezialitäten angeboten, darunter Tteokbokki, würzig eingelegte Reiskuchen, sowie Jeon, herzhafte koreanische Pfannkuchen. Diese kleinen Gerichte eignen sich hervorragend, um die lokale Esskultur kennenzulernen.

In vielen Restaurants sind die Speisekarten zwar auf Koreanisch, häufig stehen jedoch auch englische Menüs zur Verfügung. Wer tiefer in die koreanische Küche eintauchen möchte, kann an einem Kochkurs teilnehmen. Unter der Anleitung erfahrener Köche lernen Besucher die Zubereitung traditioneller Gerichte wie Kimchi oder Bibimbap kennen und können ihre Kreationen anschließend selbst verkosten.

Tischsitten

Beim Essen gibt es einige kulturelle Besonderheiten, die Reisende kennen sollten. So sollten Essstäbchen niemals senkrecht in eine Reisschüssel gesteckt werden, da dies mit traditionellen Ritualen in Verbindung gebracht wird. Auch sollten die Stäbchen nach dem Essen nicht achtlos in der Schüssel liegen bleiben. Darüber hinaus ist es üblich, dass ältere Personen zuerst mit dem Essen beginnen, bevor die übrigen Anwesenden ihre Mahlzeit starten.

Teezeremonie

Tee hat in Südkorea eine lange Tradition und einen hohen kulturellen Stellenwert. Die traditionelle Teezeremonie, Darye, steht für Ruhe, Achtsamkeit und den bewussten Genuss des Augenblicks. In Städten wie Seoul oder Busan gibt es zahlreiche traditionelle Teehäuser, in denen Besucher verschiedene Teesorten in authentischer Atmosphäre kennenlernen und die koreanische Teekultur hautnah erleben können.