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Costa Rica Gesundheit

Medizinische Versorgung in Costa Rica

MEDIZINISCHE VERSORGUNG

Informationen zur Gesundheitsvorsorge

Im Vergleich zu vielen anderen lateinamerikanischen Ländern ist die medizinische Versorgung in Costa Rica ein Vorbild und vor allem in den Hauptstädten San José mit europäischen Standards vergleichbar. Dahingegen gestaltet sich die Gesundheitsversorgung in ländlichen Gebieten häufig schwieriger. Wenn Sie vor Ort behandelt werden müssen, fallen die Kosten in der Regel direkt in bar oder mit Kreditkarte an. Wenn Sie vor Ihrer Reise eine Auslandsreise-Krankenversicherung abgeschlossen haben, erhalten Sie die Kosten teilweise im Nachhinein zurück. Wir empfehlen eine Versicherung, die einen Rücktransport im Notfall und einen Reiseabbruch miteinschließt. Gerne bieten wir Ihnen eine solche Versicherung mit an. Informieren Sie sich vor einer Reise nach Costa Rica am besten auch bei einer tropenmedizinischen Beratungsstelle oder einem Tropen- bzw. Reisemediziner.

Trinkwasser

Die Qualität des Leitungswassers in Costa Rica ist gut, kann aber nur teilweise als Trinkwasser bezeichnet werden. Das hängt stark von der jeweiligen Region ab. In abgelegenen Gebieten nutzen viele Hotels Wasserfilter, um das Leitungswasser zu säubern und dann für die Hotelgäste bereitzustellen. Um sicher zu gehen, fragen Sie am besten direkt bei der Unterkunft nach. Bei den Transfers und Ausflügen wird teilweise ebenfalls kostenlos Trinkwasser aus großen Behältern zum Abfüllen bereitgestellt. Bitte nehmen Sie daher eine eigene Trinkflasche mit auf die Reise und füllen Sie diese immer wieder auf. So leisten Sie einen wertvollen Beitrag für die Umwelt.

IMPFUNGEN

Impfungen für Costa Rica

Hier finden Sie Informationen über oft vorkommende Krankheiten, die sich auf den gesunden, nicht-schwangeren Reisenden, der nicht länger als 1 Monat in einem Fernziel bleibt, richten. Stellen Sie aber bitte selber sicher, dass Sie aktuelle Informationen für Ihre eigene Situation erhalten.

Eine Impfung gegen Diphtherie, Tetanus und Kinderlähmung sowie gegen Hepatitis A wird empfohlen. Die DTP-Impfung haben die meisten Menschen bereits in ihrer Jugend erhalten. Nach einer Wiederholungsspritze brauchen Sie sich darum erst mal nicht mehr zu kümmern. Die reguläre Hepatitis A Impfung hat eine begrenzte Wirkungsdauer, darum muss sie kurz vor die Reise erfolgen. Wenn Sie häufiger oder für längere Zeit in Länder reisen, in denen Hepatitis A vorkommt, können Sie auch eine Langzeit-Impfung in Erwägung ziehen (z.B. Havrix). Denken Sie allerdings daran, dass diese Impfstoffe teuer sind und nach 6 Monaten eine Wiederholungsimpfung durchgeführt werden muss. Eine Impfung gegen Bauchtyphus wird empfohlen, wenn Ihre Fernreise länger als drei Monate dauert – also kaum, wenn Sie Costa Rica mit Ihrem Kind bereisen. Die Impfung gegen Gelbfieber wird nur dann empfohlen, wenn Sie vor Ihrer Fernreise in einem Gebiet waren, in dem Gelbfieber vorkommt.

Auf folgenden Webseiten erhalten Sie genauere Auskunft:
Institut für Tropenmedizin Berlin, http://tropeninstitut.charite.de/
Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, www.bni.uni-hamburg.de
Einen reisemedizinischen Infoservice mit vielen Ratschlägen und Tipps finden Sie unter www.fit-for-travel.de

REISEKRANKHEITEN

Reisekrankheiten in Costa Rica

Diarrhö

Veränderung des Rhythmus, des Klimas und der Nahrung (besonders scharfes Essen) können den Darm ganz schön durcheinanderbringen. Solange dies nur gepaart ist mit ‘dünner Entlastung’ ohne Nebenerscheinungen, können Sie sich am besten ein wenig Ruhe gönnen und viel trinken. Sie können eventuell eine ORS-Lösung (Orales Rehydrations-Salz) in Wasser aufgelöst einnehmen, sodass Sie nicht austrocknen. Dies ist besonders für Kinder und ältere Urlauber wichtig.
Wenn Sie unterwegs sind und nicht wissen, wie häufig Sie eine Toilette vorfinden, können Sie Loperamide einnehmen (nicht geeignet für Kinder unter 2 Jahre). Dieses Mittel legt die natürliche Bewegung der Därme lahm, sodass es sich so anfühlt, als wenn die Diarrhö vorbei wäre. Sollte die Diarrhö länger als zwei Tage anhalten oder Nebenerscheinungen wie Fieber, Blut im Stuhlgang oder andere Dinge auftreten, nehmen Sie Kontakt mit einem Arzt auf. Glücklicherweise sind die medizinischen Einrichtungen in Costa Rica im Allgemeinen sehr gut. Man ist hier allerdings eher dazu geneigt, Antibiotika zu verabreichen als in Deutschland. So werden Sie zwar meistens Ihre Krankheit los, aber da Ihre Darmflora angegriffen ist, kann es zu anderen Verdauungsproblemen kommen.

Vorsorge gegen Diarrhö
Achten Sie allerdings darauf, wie die Teller, Gläser und das Besteck abgewaschen werden. Oft gibt es kein fließendes Wasser und es wird in einem Eimer gespült, der in der Sonne steht. In diesem Fall ist es schlauer, sich nach einer anderen Gaststätte umzuschauen. Restaurants, bei denen Sie gut sehen können, dass es sauber zugeht, sind zu empfehlen. Was die Straßenstände betrifft, ist es klug, später am Tag kein Fleisch mehr zu essen, da dieses den ganzen Tag über ungekühlt war. Ein bewährtes Hausmittel gegen Diarrhö ist das Trinken von Cola und Brühe (nicht unbedingt gleichzeitig). Cola kann man beinahe überall kaufen und Brühe (sowie einen kleinen Spiralwasserkocher) können Sie schon von zu Hause mitbringen. Trinken Sie nur Wasser aus versiegelten Flaschen u. Dosen bzw. Getränke, die aus gekochtem Wasser zubereitet wurden, wie Tee oder Kaffee. Auf Eiswürfel sollten Sie vorsichtshalber verzichten. Fruchtsaft ist nur sicher, wenn kein Wasser zugesetzt wurde – achten Sie darauf, wenn Sie Costa Rica mit Ihrem Kind bereisen.
Nahrung, vor allem Fleisch und Fisch, muss gründlich gekocht oder gebacken sein. Von westlichen Salaten, die in Salad-Bars oder teuren Hotels gebräuchlich sind, ist im Allgemeinen abzuraten. Hamburger sind im Allgemeinen ‘risikoreicher’ als das Fleisch, das die lokale Bevölkerung isst. Entgegen aller Erwartungen gilt es allgemein als sicher, bei Straßenständen zu essen.
Gehen Sie dorthin, wo viel Betrieb ist: Die Umlaufgeschwindigkeit, mit der das Essen zubereitet und verzehrt wird, ist dann besonders hoch, was der Hygiene zu Gute kommt.

Dehydrierung

In Costa Rica herrscht tropisches Klima. Deswegen ist es sehr wichtig bei den hohen Temperaturen auch sehr viel Wasser zu trinken. Vor allem bei Ihren Kindern sollten Sie vermehr darauf achten. Wer nicht genug trinkt, der läuft Gefahr zu dehydrieren. Anzeichen dafür sind unter anderem Schwindel, Herzrasen, Übelkeit und starkes Schwitzen. Wir empfehlen Ihnen bei den Tagesausflügen ausreichend Wasser mitzunehmen und zum Beispiel einen Hut oder eine Mütze zu tragen, die den Kopf vor den direkten Sonnenstrahlen schützt.

Bilharziose

Beugen Sie einer Infektion vor indem Sie vermeiden in stillstehenden Gewässern zu schwimmen.
Nehmen Sie kleine Wunden in den Tropen ernst. Beobachten und desinfizieren Sie sie und kleben Sie tagsüber eventuell ein Pflaster darauf. Kinder sollten Mückenstiche nach Möglichkeit nicht aufkratzen damit sie sich nicht entzünden können.
Sorgen Sie dafür, dass Sie immer eine Sonnenschutzcreme mit einem hohen Schutzfaktor bei sich haben und nutzen Sie diese regelmäßig – auch in der Regensaison. Lassen Sie beim Schnorcheln ruhig Ihr T-Shirt und Ihre (kurze) Hose an!! (Wir machen das auf jeden Fall immer so). Die Sonne ist unglaublich stark am Äquator, auch wenn es bewölkt ist.
Tragen Sie keine grell gefärbte oder schwarze Kleidung und benutzen Sie weder starkes Parfüm noch Deo oder Aftershave, um stechende Mücken auf Distanz zu halten (sorgen Sie also dafür, dass Sie nicht zu sehr einer Blume ähneln). Wenn Sie schnell Hautirritationen bekommen, ist es am besten, Kleidung aus Baumwolle oder Leinen zu tragen, darin schwitzen Sie nicht so schnell. Sie können sich eventuell nach der morgendlichen Reinigung einpudern, um Ausschlag zu vermeiden (prickly heat).

Waschen oder desinfizieren Sie Ihre Hände nach jedem Toilettenbesuch und kauen Sie lieber nicht an den Nägeln.
Insbesondere in der Trockenzeit besteht eine geringe Chance, einen Zeckenbiss zu bekommen (in den europäischen Wäldern ist die Gefahr viel größer). Kontrollieren Sie morgens und abends Ihren Körper, insbesondere die Kniekehlen und Leisten. Wenn Sie eine Zecke finden, betäuben Sie das Tier dann nicht mit Alkohol, sondern benutzen Sie lieber eine Zeckenzange (in deutschen Apotheken erhältlich) oder gehen Sie zu einem Arzt vor Ort. Wenn nach dem Besuch eines Waldgebietes unerklärte (kreisförmige) Blutergüsse auftreten, sollten Sie sich umgehend an einen Arzt wenden.

Sonnenstich

Vermeiden Sie einen Sonnenstich, indem Sie einen Hut o.ä. und eventuell eine Sonnenbrille tragen. Sorgen Sie dafür, dass Sie immer eine Flasche Wasser griffbereit haben, vor allem, wenn Sie in die Natur gehen und nicht schnell Trinkwasser zur Hand haben. Wenn Sie einen Sonnenstich vermuten (bei Schwindelgefühlen oder Kopfschmerzen): Trinken Sie etwas, setzen Sie sich in den Schatten und meiden Sie die Sonne!

Landestypische Krankheiten in Costa Rica

Wenn Sie mit (kleinen) Kindern eine weite Reise machen, ist es wichtig, dass Sie als Eltern oder Elternteil gut über die Gesundheitsaspekte des jeweiligen Landes Bescheid wissen. Als Reiseveranstalter raten wir Ihnen, rechtzeitig vor Ihrer Abreise Kontakt mit einer medizinischen Stelle aufzunehmen, die mit der Sachlage einer solchen Reise vertraut ist. Einige Beispiele: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Köln 0221 – 899 20 oder Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes 03018 – 170 in Berlin oder ADAC in München 089 – 767677. Auf dieser Seite möchten wir Ihnen einige landestypische Krankheiten, die in Costa Rica auftreten können, vorstellen.

Dengue

Diese Krankheit wird durch Mücken übertragen, daher sind die Vorsorgemaßnahmen gegen Mückenstiche hier wichtig. In den letzten Monaten sind in Costa Rica vermehrt Fälle von Dengue-Fieber aufgetreten. Schützen Sie sich gegen die Mücken, indem Sie vor allem in der Dämmerung und im Regenwald stets ein Antimückenmittel mit hohem Deet-Anteil benutzen. Kontaktieren Sie für weitere Informationen auch gerne das Tropeninstitut. Gegen Denguefieber gibt es keinen Impfstoff.

Zika

Auch dieser Virus wird von Stechmücken übertragen und zeigt sich durch Grippe-ähnliche Symptome, sowie Hautausschlag oder Entzündungen der Augenbindehaut. Vor allem für Neugeborene kann der Virus gefährlich werden, wenn die Mutter in der Schwangerschaft am Zika-Virus erkrankt war. Der ursächliche Zusammenhang ist zwar nicht eindeutig bewiesen, dennoch sollten Schwangere auf nicht unbedingt nötige Reisen in die betroffenen Gebiete verzichten. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf den Seiten des Auswärtigen Amts und beim Tropeninstitut.

Gelbfieber

Eine Impfung ist nur dann notwendig, wenn Sie aus einem Gelbfiebergebiet nach Costa Rica einreisen. In Costa Rica selbst benötigen Sie die Impfung nicht. Zu den entsprechenden Gebieten gehören unter anderem Brasilien und Kolumbien. Auch für die Einreise in Nicaragua ist inzwischen bei Einreise eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen, wenn Sie aus einem Gelbfiebergebiet einreisen. Da dies auch auf den Süden Panamas zutrifft, ist bei einer direkten Weiterreise von Panama nach Nicaragua eine Impfung Vorschrift. Die restlichen Gebiete Panamas sowie Nicaragua und Costa Rica selbst sind keine Gelbfiebergebiete.