
Ecuador Reisebericht: Mehr als ein Urlaub
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Bereits zwei Ecuador Rundreisen mit erlebe hat Pascal B. unternommen. Nun kommt er aus dem Schwärmen nicht mehr heraus und sieht sich selbst sogar als Botschafter für dieses wunderschöne Land. Was seine persönlichen Highlights sind und warum Sie auch unbedingt nach Ecuador reisen sollten, lesen Sie in diesem Blog.

erlebe Reisender Pascal B.


Ich sehe mich selbst so ein bisschen als Botschafter für dieses wunderschöne Land, was nötiger ist denn je, nachdem es für 2026 ja auf Platz 6 der unsichersten Länder der Welt eingestuft wurde. Was sehr bitter ist, denn als ich 2012 erstmalig dort war, da galt es als das sicherste Land in ganz Südamerika.
Von der Unsicherheit habe ich auf der kompletten Reise aber 0,0 mitbekommen oder selbst diesbezüglich Erfahrungen gemacht, ganz im Gegenteil, aber ich weiß natürlich auch, dass anekdotische Evidenz keine Evidenz ist. Aber der Sicherheitsaspekt, also der vermeintlich Fehlende, ist natürlich ein Punkt, der viele Menschen – das weiß ich aus meinem persönlichen Umfeld – verunsichert, was eine Reise nach Ecuador angeht, bzw. sogar abschreckt.
Als ich vor 13 Jahren zum ersten Mal da war, hieß einer der Bausteine für Galapagos „Once in a lifetime“. Nach der ersten Woche war damals schon für mich klar, dass es bei dem „Once“ nicht bleiben würde, auch wenn es sehr lange dauerte, bis es zum „twice“ wurde. Und nicht mal da bin ich sicher, ob es dabei bleibt. Ecuador hat einen besonderen Platz in meinem Herzen.
Die Gefahr ist natürlich, dass, wenn man vor geraumer Zeit mal irgendwo war und es einen absolut begeistert hat, dann neigt man im Lauf der Zeit zum Idealisieren, vergisst Dinge, die vielleicht nicht so toll waren. Und wenn man dann tatsächlich wieder vor Ort ist und sich auch einiges verändert hat, dann kann man fast nur enttäuscht werden. Enttäuscht von der eigenen Erwartungshaltung. Dieser Gefahr war ich mir bewusst, aber, ich muss sagen, es war diesmal sogar noch besser. Zum einen, weil ich schon wusste, was auf uns zukommt. Weil ich schon Wissen vom letzten Mal hatte, was man machen kann, wo es sich lohnt, noch mehr Zeit zu investieren, wie das mit dem Busfahren, überhaupt mit dem Leben dort funktioniert. Weil ich nicht, wie beim letzten Mal (mein erster Besuch in Südamerika überhaupt), vollkommen erschlagen und fast etwas überfordert war, von all den Eindrücken und des „Andersseins“ dieses Landes, diese Kontinents. Und, ganz wichtig, weil ich diesmal kommunizieren konnte. Alles andere als fließend, aber mein Duolingo-Spanisch hat doch ausgereicht, durchzukommen und auch noch einmal einen komplett anderen, tieferen Zugang zu den Menschen und diesem Land überhaupt zu bekommen, einfach weil ich diesmal ganz anders interagieren konnte.


Wenn ich in meinem Umfeld erzähle, wo wir überall in Ecuador waren, ist die erste Reaktion zumeist: „Wow Galapagos“. Das war bestimmt das Beste oder? Vermutlich weil das das Einzige ist, was man im Allgemeinen, gerade hier in Europa, mit Ecuador in Verbindung bringt. Aber Ecuador ist mehr als nur Galapagos. Ecuador hat den Amazonas, den Nebelwald, die Anden, die Küstenregionen. Und jede dieser Regionen hat ihren ganz besonderen Reiz und Charme. Ich persönlich könnte gar nicht sagen, DAS war das Beste, DAS war das Schönste.
Am besten ist es tatsächlich, sich möglichst ALLES anzuschauen.
Und die Größe des Landes bzw. die nicht-so-große Größe, eignet sich perfekt zum Bereisen und meines Erachtens als idealer Einstieg in Südamerika, da es von allem etwas hat, in etwas komprimierterer Form. Und die Galapagos Inseln natürlich noch als Kirsche obendrauf.
Aber Ecuador ist mehr als eine Reise. Mehr als ein Urlaub. Ecuador ist Abenteuer. Ecuador ist ein Erlebnis. Ecuador beeindruckt nachhaltig.
Was genau Ecuador ausmacht, kann man schlecht beschreiben, man muss es selbst erleben. Es ist die Vielfalt des Landes, der Abwechslungsreichtum. Heute lässt man sich im Kanu entlang des Cuyabenos durch den Dschungel treiben, während Affen durch die Bäume springen, exotische Vögel durch die Bäume huschen und eine großartige Geräuschkulisse bieten, während im Wasser für sekundenbruchteile immer wieder Schnauzen bzw. Flossen der Flussdelphine auftauchen. Am nächsten Tag läuft man in dünner Luft in einer unwirklichen Vulkanlandschaft unter schneeweißen Gletschern hoch auf über 4800 Meter zum Refugio des Cotopaxi. Heute bestaunt man von einer Hängebrücke aus oder aus luftiger Höhe in einer kleinen Gondel stehend, eine Vielzahl unglaublich beeindruckender Wasserfälle entlang der Ruta de las Cascadas. Am nächsten Tag wandert man durch eine karge, schon fast schottisch anmutende Landschaft mit unzähligen Bergkuppen und ebenso zahllosen Seen im El Cajas. Auf das lebhaft wimmelige Quito, folgt das eher gesetzte, geordnete und fast schon europäische Cuenca, das wiederum im völligen Gegensatz zum wilden, heißen und lauten Guayaquil steht. Aber jede dieser Städte hat seinen eigenen Reiz, seinen eigenen Lebensrhythmus.
Galapagos hingegen ist noch einmal eine komplett andere Welt. Hier steht tatsächlich die Natur und die Tierwelt im Vordergrund, auch wenn hier natürlich die „Zivilisation“ stetig voranschreitet. Es ist trotzdem unwirklich, wenn einem plötzlich, aber gemächlich eine der riesigen Landschildkröten über den Weg läuft, wenn man beim Schnorcheln von Seelöwen begleitet wird oder während der Bootsfahrt, zu einer der Inseln, Delphine in den Bugwellen um die Wette springen, während über einem Pelikane und Tölpel kreisen.


Eine Ecuador-Rundreise ist durchaus anstrengend, das muss einem bewusst sein. Wechselnde Hotels in völlig unterschiedlichen Höhenlagen. Heute heiß, morgen kalt. Heute fast auf Meeresspiegel, morgen auf 4000 Metern. Lange Autofahrten, lange Busfahrten, wilde Überfahrten zu Nachbarinseln im Schnellboot. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt im Zelt übernachten. Dem Körper wird schon einiges abverlangt. Aber das wussten wir im Vorfeld und das war auch genau das, was wir wollten, sonst hätten wir uns irgendwo in Italien an den Strand gelegt.
Was die Organisation und Betreuung angeht: eine glatte 10 von 10. Sei es Frau Rockenfeller, die die Planung der Reise aufgestellt hat und dabei wirklich jeden Wunsch von mir berücksichtigt hat, was man noch irgendwie irgendwo dazwischen einplanen könne. Oder sei es die Partneragentur, die jederzeit als Ansprechpartner vor Ort zu Verfügung stand, uns über Änderungen informierte und half, wenn man wirklich mal eine Frage hatte. Und natürlich all die großartigen Fahrer und Guides, die sich so toll und herzlich um uns gekümmert haben, uns unterstützt und sicher an jedes Ziel gebracht haben.
Ich werde nie vergessen, was die beiden Guides, Flavio und Andrés, nach unserem Wander- und Zelt-Trip im El Cajas Nationalpark, zu uns sagten, als sie uns wieder am Hotel absetzen: „Wenn ihr wieder mal hier (in Ecuador) seid, meldet euch, ihr habt jetzt Freunde hier.“
Ich bin nach wie vor mit beiden in Kontakt.
Wo wir schon bei den Hotels sind: alle Hotels und Unterkünfte sind top ausgesucht. Sowohl, was Komfort und Lage angeht. Ausnahmslos, da fiel keines ab. Ob die wunderschöne Hacienda Santa Ana, hoch oben in den Anden gelegen, oder das moderne Unipark Hotel in Guayaquil-City, mit direktem Blick auf den Iguana-Park und die beeindruckende Kathedrale. Die Jamu Lodge tief im Amazonas (mein absoluter Favorit) oder das heimlige Posada del Angel in Cuenca. Zurück im Hotel Ikala in Quito wurden wir, nach einer Woche Abwesenheit im Amazonas und Mindo, so herzlich begrüßt, also wären wir schon seit 20 Jahren Stammgäste.

Mein Fazit
Ich war jetzt bereits 3 x mit Erlebe unterwegs: einmal in Mexiko und zweimal in Ecuador, die Hotels waren immer 1a ausgesucht. Organisation, Planung, Betreuung. Alles perfekt. Ich würde fast sagen „wie gewohnt“, aber das würde die Arbeit und Expertise dahinter schmälern. Und das weiß ich schätzen, deswegen würde und werde ich immer wieder mit Erlebe reisen.
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