Indien Religion
Religionen in Indien
Religionen in Indien
Die bekannteste und weitverbreitetste Religion in Indien ist der Hinduismus, der von ĂŒber 80 % der Inder praktiziert wird und in Indien auch seinen Ursprung hat. DarĂŒber hinaus sind die Religionen Buddhismus, Jainismus und Sikhismus in Indien entstanden und gehören neben dem Hinduismus zu den Ă€ltesten Religionen der Welt. Rund 13 % der indischen Bevölkerung gehören dem Islam an, der wĂ€hrend der Mogulzeit in Indien verbreitet wurde. 2 % der Bevölkerung sind dem Christentum zugehörig.
Die Religion des Hinduismus hat ihren Ursprung in den Vorstellungen der frĂŒhen Arier, die vor mehr als 4.000 Jahren nach Indien kamen. Der Hinduismus ist nicht nur eine Religion, sondern auch eine Philosophie und eine Lebensart. Hinduismus geht nicht auf die Lehren eines Propheten oder einer heiligen Schrift zurĂŒck. Er respektiert andere Religionen und versucht nicht anders Denkende zu missionieren. Er lehrt die Unsterblichkeit der menschlichen Seele und drei Hauptwege zur letzten Vereinigung der Seele des Einzelnen mit dem alles durchdringenden Geist. Wenn Sie mehr ĂŒber die Relgion in Indien lernen möchten, dann schauen Sie sich gerne einmal unseren Baustein, Szenen am heiligen Ganges, in Varanasi an.
Geregelt wird das hinduistische Leben durch Gesetze innerhalb der Kastensysteme. Von Geburt an bis zum Tod bleibt ein Hindu an seine Kaste gebunden.  Nach der indischen Verfassung von 1950 darf zwar kein Inder wegen seiner Kaste diskriminiert werden. Aber das Kastensystem ist nach wie vor tief im Hinduismus verankert und ist gerade in den Ă€lteren Generationen noch allgegenwĂ€rtig. In den StĂ€dten verliert das Kastenwesen an Bedeutung. Zwar ist das Denken in Kasten, zum Beispiel bei der Partnerwahl, auch in der Stadt noch sehr verbreitet, aber das System wird durchlĂ€ssiger. Die klassische Ordnung des Kastensystems gliedert sich in vier „Hauptkastenâ. Dies sind Brahmanen (Priester), Kshatriyas (Krieger), Vaishyas (HĂ€ndler, Bauern) und Shudras (Arbeiter, Handwerker). Diese Kasten unterteilen sich noch mal in viele Unterkasten (ca. 2000-3000). AuĂerhalb der Kasten stehen die Dalits (UnberĂŒhrbaren), auch Parias (Unreine) genannt – die niedrigsten Schichten.
Dem Hinduismus nach alter Definition kann man nicht beitreten, als Hindu wird man geboren und auf Grund der Geburt auch einer bestimmten Kaste zugeordnet. Ausgenommen sind die RĂŒckkonversion von ehemaligen Hindus zurĂŒck zum Hinduismus oder die Konvertierung zu sogenannten neo-hinduistische Bewegungen.