
Mit dem Mietwagen durch Japan
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Japan – Land der Tempel, Sushi-Träume, hypermodernen Toiletten und… Mietwagen? Ja, genau: Mietwagen in Japan.
Ich war im September unterwegs und wollte diesmal mehr als nur Großstadtflair und Shinkansen-Geschwindigkeit. Ich wollte aufs Land, in die Berge, ans Meer, auf Inseln und durch Schluchten und das alles möglichst unabhängig. Klingt traumhaft, oder? Ich hatte jedoch großen Respekt davor, in Japan selbst zu fahren. Doch genau das machte meine Japan Reise so besonders.

Tessa 💚 von erlebe
Von Osaka bis zur Fahrradtour auf Teshima
Los ging’s klassisch in Osaka mit Neonlichtern, Ramen und Vorfreude. Doch der eigentliche Roadtrip begann erst mit einer Zug- und Fährfahrt nach Teshima, einer kleinen Insel im Seto-Binnenmeer. Dort warteten Kunst, Natur und Fahrräder auf uns.
Wir übernachteten in einem liebevollen Homestay, wo Gastfreundschaft trotz Sprachbarriere großgeschrieben wurde. Zwischen Reisterrassen, Installationen und schnuckeligen Cafés fühlte sich die Insel fast surreal an. Ein wunderbarer Start in unser Japan-Abenteuer.



Das Abenteuer beginnt – Mietwagen in Takamatsu
Zurück auf dem Festland in Takamatsu nahm ich meinen ersten Mietwagen in Japan entgegen. Linksverkehr, japanische Schilder, enge Straßen… das klang zunächst nach einer ziemlich großen Herausforderung. Aber ich kann schonmal vorweg nehmen: alles war erstaunlich unkompliziert!
Die Autovermietung war top organisiert, das Navi auf Englisch, und das Auto klein, aber perfekt für Japans Straßen. Die japanische Straßenkultur ist faszinierend: Niemand hupt, kaum jemand drängelt. Rücksicht gilt als Teil der Etikette – das Autofahren wird dadurch fast meditativ. Nach wenigen Kilometern wich die Anspannung purer Fahrfreude. Also los geht’s!
Kajak-Abenteuer in Kochi
Unsere erste größere Etappe führte uns nach Kochi, wo wir eine Kajaktour auf dem Niyodo River gemacht haben (einem der klarsten Flüsse Japans). Das Wasser war so durchsichtig, dass es wirkte, als würden wir über Glas paddeln.
Diese Kombination aus Natur, Bewegung und Entspannung war ein echtes Highlight und hat mir gezeigt, wie perfekt sich ein Mietwagen eignet, um solche besonderen Orte abseits der klassischen Reiserouten zu entdecken.


Serpentinen, Schluchten und das Iya-Tal
Nächster Stopp: das spektakuläre Iya-Tal. Die Straßen wurden enger, die Landschaft dramatischer und unser kleiner Mietwagen bewährte sich auf ganzer Linie. Während Busse hier nur selten fahren, konnten wir flexibel anhalten wo immer wir wollten.
Wir spazierten über die berühmte Kazurabashi-Hängebrücke, bestaunten die Schluchten und wagten uns anschließend sogar auf eine Rafting-Tour auf dem Yoshino River. Adrenalin inklusive – und wieder ein Beweis: Mit Mietwagen erlebt man Japan von einer ganz anderen Seite.
Zen-Modus am Mt. Daisen
Zurück auf der Hauptinsel Honshu erreichten wir den Mt. Daisen und fanden dort einen völlig anderen Rhythmus. In einem buddhistischen Kloster übernachteten wir bei Mönchen und konnten unsere innere Mitte bei einer gemeinsamen Meditation finden – naja, zumindest haben wir es versucht.
Besonders beeindruckt hat mich die Morgenzeremonie: noch vor Sonnenaufgang füllte der Klang der Gebetsglocken den Raum. Danach gab es ein einfaches, vegetarisches Frühstück. Solche Erlebnisse sind schwer planbar, aber mit einem eigenen Auto erreicht man auch entlegene Klöster, die sonst kaum zugänglich sind.
Die Stille und diese Natur haben diesen Moment wirklich besonders gemacht. Es war ein spiritueller Kontrast zu den quirligen Städten. Japan mit dem Mietwagen bedeutet eben nicht nur Bewegung, sondern auch Begegnung mit Menschen, Orten und sich selbst.


Tottori – Wüste in Japan?
Zum Abschluss ĂĽberraschte uns Tottori mit seinen SanddĂĽnen. Eine echten Mini-WĂĽste mitten in Japan! Der Aufstieg auf die DĂĽnen war zwar etwas anstrengend aber hat sich in jedem Fall gelohnt.
Passend dazu haben wir noch dem Sand Museum mit den beeindruckenden Skulpturen einen Besuch abgestattet. Ein würdiger Abschluss für unseren Roadtrip, der alle Facetten Japans zeigte: von Kunst über Natur bis Spiritualität.
Fazit: Mietwagen in Japan? Macht es einfach!
Mein größtes Learning dieser Reise: Ein Mietwagen in Japan ist kein Stressfaktor, sondern bietet totale Flexibilität. Ich hatte wirklich Respekt davor. Der Linksverkehr, die Schilder, die Regeln. Aber was soll ich sagen: Es war überhaupt kein Problem. Die Straßen sind in einem top Zustand, die Japaner fahren sehr rücksichtsvoll, und mit etwas Vorbereitung (z. B. Navi auf Englisch, internationale Fahrerlaubnis) ist man bestens gerüstet.
Man kommt an Orte, die man sonst nie erreichen würde und kann anhalten, wann und wo man möchte. Und vielleicht ist das der schönste Aspekt eines Roadtrips durch Japan: die vielen kleinen, spontanen Momente. Ein Tempel, der plötzlich am Straßenrand auftaucht. Ein Dorffest, bei dem man freundlich eingeladen wird. Ein 7-Eleven, der zur Rettung wird, wenn der Hunger kommt. Diese Augenblicke machen die Reise einzigartig.
Arigato, Japan! Wir sehen uns wieder, und zwar mit Mietwagen!Â
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