
Von Tempeln, Großstädten & Natur
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Meine Reise durch das Herz Japans
Japan ist beeindruckend und lässt mich nicht mehr los. In diesem Artikel nehme ich Sie mit auf eine unvergessliche Route quer durch das Land der aufgehenden Sonne. Wir bestaunen die majestätische Burg von Matsumoto und reisen zwischen Magome und Tsumago zurück in die Zeit der Samurai.
Von den hölzernen Gassen in Takayama und den Geisha-Vierteln in Kanazawa führt uns der Weg weiter in das kulturelle Herzstück: Kyoto. Doch Japan hat noch so viel mehr Facetten. Ob der Duft von Matcha in Uji, die zutraulichen Hirsche in Nara oder die strahlend weiße Pracht der Burg von Himeji – jeder Stopp erzählt seine eigene Geschichte.
Wir gedenken der Geschichte in Hiroshima, finden magische Fotomotive beim schwimmenden Tor von Miyajima und übernachten schließlich bei Mönchen im mystischen Koyasan, bevor uns das bunte, kulinarische Chaos von Osaka am Ende unserer Japan Reise wieder in die Moderne katapultiert.
Kommen Sie mit auf eine Reise voller Gastfreundschaft, kulinarischer Entdeckungen und Momente, die man so schnell nicht vergisst.

Corinna 💚 von erlebe
Tokio und Kamakura
Meine Japan Rundreise startete in Tokio, der riesigen Metropole Japans. Jedes Mal frage ich mich dort aufs Neue, wie so viele Menschen auf einem Fleck leben können – und trotzdem läuft alles super organisiert und geordnet. Zusammen mit einem Local haben wir die Stadt erkundet und erste Sehenswürdigkeiten entdeckt, zum Beispiel die Gegend rund um Ueno oder natürlich die berühmte Shibuya-Kreuzung. Unser Guide hatte sogar einen Tipp für ein Café mit Blick auf die Kreuzung!
Am nächsten Tag stand eine Fahrradtour durch Kamakura an. Kamakura liegt etwas südlich von Tokio und man kommt easy mit dem Zug hin. Unser Guide hat uns am Hauptbahnhof abgeholt und wir sind gemeinsam gefahren. Kamakura war für mich ein echtes Highlight: eine wunderschöne Stadt mit tollen Sehenswürdigkeiten – zum Beispiel einem riesigen Buddha, der ungefähr 13 Meter hoch ist! Man kann sogar hineingehen, aber Vorsicht: drinnen wird’s richtig warm und man sollte nicht zu lange bleiben. Wussten Sie, dass dieser früher vollständig mit Blattgold bedeckt war?
Neben dem Buddha gab es natürlich viele Tempel und Schreine, einen kleinen Bambuswald und sogar einen langen Strand. Im Sommer würde ich mich dort definitiv mal hinlegen und einfach genießen.



Hakone Region, Matsumoto und Kiso Tal
Unsere Reise ging danach weiter in die Hakone-Region, in ein traditionelles japanisches Hotel – ein Ryokan. Leider war das Wetter ziemlich bescheiden, deshalb blieb mir der Blick auf den Fuji verwehrt.
Dafür haben wir das Owakudani besucht. Das ist ein Hauptkegel des Hakone-Vulkans und bekannt für seine vielen schwefelhaltigen heißen Quellen, aus denen ständig vulkanische Gase austreten. Ziemlich beeindruckend und ein bisschen surreal – man merkt dort richtig, dass die Erde lebt.
Ab da ging es mit dem Mietwagen durch die japanischen Alpen. Unser erster Stopp war Matsumoto mit seiner Krähenburg, einer der wenigen Burgen, die noch original aus der Samurai Zeit stammten. Zusätzlich kann man von dort aus auch ins Kiso Tal fahren, eins meiner persönlichen Highlights.
Traditionelle japanische Dörfer
Wir hatten eine Übernachtung in Magome, und die Häuser sahen echt so aus, als wären sie direkt aus einem alten japanischen Film – richtig atmosphärisch. Wir haben uns dann entschieden, nicht nur Magome selbst zu erkunden, sondern auch eine Wanderung zu machen. Die war super entspannt, ungefähr 8 Kilometer lang und führte uns nach Tsumago, einem weiteren kleinem traditionellen Dorf. Eine richtig schöne Naturwanderung mit Wäldern, Wasserfällen und einer total ruhigen Stimmung.
Allerdings: Achtung, hier soll es tatsächlich Bären geben. Zum Glück gibt’s überall Bärenglocken, die man läuten kann – und viele Touristen haben das auch sehr enthusiastisch gemacht. Eine Übernachtung kann ich nur in Magome oder Tsumago empfehlen, gerade wenn die Touristen abends nach Hause fahren oder morgens noch nicht da sind, hat man viel Zeit um schöne Bilder zu machen.


Takayama und Kanazawa
Als nächstes Ziel stand Takayama auf unserer Reise. Die Stadt ist nicht nur bekannt für ihre historische Altstadt aus der Edo-Zeit und ihre Sake-Brauereien, sondern auch für das Hida-Rindfleisch. Und das kann ich wirklich nur empfehlen – die Qualität ist hervorragend und kommt dem berühmten Kobe Beef sehr nahe!
Nach Takayama führte uns der Weg nach Kanazawa, aber vorher haben wir einen Zwischenstopp in Shirakawago gemacht – ein Dorf, das für seine traditionellen Häuser mit Strohdächern bekannt ist. Wir hatten richtig Glück und kamen genau am Tag des Doburoku-Festivals an. So konnten wir sogar einen speziellen Löwentanz mit mehreren Tänzern sehen. Außerdem wurde ein Schrein in einer Prozession durchs Dorf getragen, begleitet von Musik.
Unser Weg führte weiter nach Kanazawa, wo wir auch unseren Mietwagen abgegeben haben. Die Stadt ist nicht nur für einen der schönsten Landschaftsgärten Japans bekannt, sondern auch für ihre historische Altstadt mit vielen Läden, die traditionelles Goldblatt-Handwerk anbieten. So kann man zum Beispiel Badepulver mit Blattgold kaufen oder sogar Softeis, das mit Goldblatt verziert ist.
Kyoto, Uji und Nara
Mit dem Shinkansen fuhren wir weiter in Richtung Kyoto. Wussten Sie, dass man an Bahnhöfen Bento Boxen (eine Art japanische Lunchpakete) kaufen kann, um diese auf der Fahrt im Zug zu essen? Ansonsten ist Essen im Zug verboten.
Kyoto ist eine wundervolle, wenn auch ziemlich überfüllte Stadt. Hier gibt es rund 1600 buddhistische Tempel und etwa 400 Shinto-Schreine – man könnte also wirklich wochenlang bleiben, wenn man versuchen würde, alles zu sehen. Mein Highlight war ein Bamboo Lantern Festival in Arashiyama. Die Bambuslaternen waren wunderschön und künstlerisch angeordnet und haben eine richtig besondere, fast magische Atmosphäre geschaffen.
Von Kyoto aus machten wir außerdem Tagesausflüge nach Uji und Nara. Uji ist die berühmte Teestadt, bekannt für ihren Matcha und den Byodoin-Tempel. Ich kann hier nur empfehlen unbedingt grünen Tee mitzunehmen oder ein Matcha-Parfait zu essen – ein absolutes Muss!
Auch Nara stand auf unserem Plan. Die Stadt ist nicht nur für ihre heiligen, frei herumlaufenden Hirsche bekannt, sondern war im 9. Jahrhundert sogar die Hauptstadt Japans und hat viele gut erhaltene Tempel und Schreine. Damit ergänzen sich Uji und Nara perfekt: hier Tee und Genuss, dort Geschichte und Kultur.


Himeji und Hiroshima
Nach Kyoto fuhren wir mit dem Shinkansen weiter Richtung Hiroshima. Auf dem Weg legten wir einen Stopp in Himeji ein, um die berühmte „Weißer-Reiher-Burg“ zu besichtigen. Wir hatten dafür drei Stunden eingeplant und konnten die Zeit perfekt nutzen – nicht nur, um das Schloss von innen zu sehen, sondern auch, um durch den Schlossgarten zu spazieren.
Am späten Nachmittag kamen wir schließlich in Hiroshima an. Bei Sonnenuntergang liefen wir durch den Friedenspark und schauten uns das Peace Memorial an – im Dunkeln hatte das eine wirklich besondere und nachdenkliche Atmosphäre.
Wir entschieden uns, Okonomiyaki zu essen – eine Art herzhafter Pfannkuchen aus Japan, der mit Zutaten wie Nudeln, Kohl, Ei und verschiedenen Toppings auf einer heißen Platte zubereitet wird. Und Hiroshima ist dafür absolut bekannt. Verständlich, denn es war unglaublich lecker!
Miyajima und Itsukushima-Schrein
Für den nächsten Tag stand ein Ausflug nach Miyajima auf dem Plan. Die Insel gilt nicht ohne Grund als eine der drei schönsten Landschaften Japans. Das berühmte „schwimmende“ Torii live zu sehen, war wirklich beeindruckend – besonders bei Flut wirkt es, als würde es einfach im Meer stehen.
Wir sind außerdem durch den Itsukushima-Schrein gelaufen, der ebenfalls direkt am Wasser liegt und eine total besondere Stimmung hat. Und wie in Nara laufen auch hier einige Hirsche frei herum, die sich gerne mal zu den Touristen gesellen. Alles zusammen war ein wunderschöner und sehr entspannter Ausflug.


Koyasan und Osaka
Nach Hiroshima ging es weiter zu unserer Tempelübernachtung in der Wakayama-Präfektur auf dem Koyasan. Dort kann es richtig kalt werden, und Tempel sind nun mal keine Hotels – deshalb empfehle ich jedem, warme Kleidung für die Nacht einzupacken.
Koyasan ist im Grunde ein heiliger Berg und das Zentrum des Shingon-Buddhismus in Japan. Hier stehen unzählige Tempel, Klosteranlagen und ein großer historischer Friedhof. Viele Mönche leben hier noch heute, und man kann in einem der Tempel übernachten, vegetarische Mönchsmahlzeiten essen und ein bisschen in das religiöse Leben eintauchen. Eine besondere, ruhige und total entschleunigende Erfahrung.
Das nächste und letzte Ziel war das komplette Gegenteil. Mit seinem bunten Treiben und den grellen Neonlichtern bei Nacht war Osaka eine richtig laute, energiegeladene Erfahrung. Wir hatten eine abendliche Streetfoodtour und ich kann jedem nur empfehlen: kommt unbedingt mit Hunger!
Meine Favoriten waren Takoyaki (Oktopusbällchen) und frittierte Lotuswurzel – beides mega lecker und typisch Osaka.
Fazit
Meine Reise durch Japan hat unglaublich viel Spaß gemacht und ich kann das Land wirklich jedem ans Herz legen. Meine nächste Reise ist sogar schon in Planung – diesmal möchte ich den Süden auf Kyushu entdecken oder den Norden Hokkaidos. Es gibt einfach noch so viel zu sehen!
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