
Vietnam Rundreise – meine persönlichen 5 Highlights
Blog
Vietnam war für mich keine Reise, bei der man von Highlight zu Highlight „durchgetaktet“ ist. Vieles passiert einfach unterwegs, oft ohne großen Plan. Genau das hat es am Ende ausgemacht. Wenn ich zurückschaue, bleiben mir vor allem die folenden fünf Dinge hängen.

Maite 💚 von erlebe

1. Pan Hou Retreat – Wanderung mit Einheimischen & Home Stay
Das Pan Hou Retreat war für mich einer der Orte, an denen man sofort runterkommt. Die Anlage liegt mitten in einer sehr grünen, bergigen Landschaft. Alles wirkt ruhig, ohne dabei künstlich abgeschottet zu sein.
Preislich war das Ganze absolut in Ordnung, gerade im Verhältnis zur Lage und der Qualität.
Was mir besonders hängen geblieben ist: die Menschen vor Ort. Sehr freundlich, sehr offen, auch wenn es sprachlich nicht immer einfach war. Englisch oder Deutsch spricht dort kaum jemand, aber das war überraschend unkompliziert. Mit Google Translate ging mehr, als man denkt, und am Ende waren das oft genau die Gespräche, die am meisten in Erinnerung bleiben.
Wir haben eine Wanderung mit Einheimischen gemacht und im Anschluss in einem Home Stay übernachtet.
Die Wanderung ging durch Hügel, kleine Wege, Felder und Dörfer. Nichts Extremes, aber man ist ein paar Stunden unterwegs und merkt schon, dass es nicht nur ein Spaziergang ist. Ich würde auf jeden Fall Wasser und einen guten Rucksack empfehlen.
Der Home Stay war einfach, aber genau das hat gepasst. Kein Komfort-Programm, sondern nah dran am Alltag.

2. Hoi An und die Lampions
Hoi An hat sich komplett anders angefühlt als viele andere Orte in Vietnam. Ruhiger, geordneter, aber trotzdem lebendig.
Die Stadt verändert sich je nach Tageszeit deutlich. Morgens ist alles eher entspannt, fast ruhig. Man sieht die Straßen ohne großen Trubel, vieles wirkt noch langsam und normal. Abends kippt das komplett. Dann kommen die Lampions, die Musik aus den Bars und deutlich mehr Leben auf die Straßen.
Am Abend hat es mir dort am meisten gefallen. Einfach durch die Straßen zu gehen, die Live-Musik aus den Bars zu hören und die Stimmung mitzunehmen. Vor den Bars sitzen Leute, trinken etwas, singen mit oder tanzen einfach nebenbei. Es ist keine inszenierte Atmosphäre, sondern passiert einfach so nebenbei.


3. Die Freundlichkeit der Menschen
Ein Punkt, der sich durch die gesamte Reise gezogen hat: die Freundlichkeit der Menschen.
Das ist nichts, was man an einem einzelnen Ort festmacht. Es ist eher etwas, das sich ständig wiederholt. Ob im Norden, in kleinen Dörfern oder in größeren Städten, die Offenheit war da. Nicht aufgesetzt, sondern selbstverständlich.
Auch ohne gemeinsame Sprache entstehen kurze, aber ehrliche Kontakte. Gerade diese einfachen Begegnungen bleiben oft mehr hängen als klassische Sehenswürdigkeiten.
4. Das Essen in Vietnam ist konstant gut
Das Essen in Vietnam war für mich ehrlich gesagt eines der Dinge, auf die ich mich jeden Tag wieder gefreut habe. Nicht wegen fancy Restaurants oder irgendwelchen Instagram-Spots, sondern weil man gefühlt überall gut essen konnte. Oft waren es genau diese kleinen Läden am Straßenrand, die am meisten hängen geblieben sind. Kleine Plastikstühle, viel Chaos, überall Roller, jemand kocht direkt vor dir und fünf Minuten später steht eine richtig gute Pho oder ein frisches Banh Mi vor dir.
Was ich an Vietnam mochte: Essen fühlt sich dort überhaupt nicht gestellt an. Die Leute essen draußen, auf der Straße, mitten im Alltag. Man sitzt einfach daneben und ist automatisch Teil davon. Ohne große Inszenierung.
Je nachdem, wo man unterwegs war, hat sich auch das Essen verändert. Im Norden eher einfacher und ursprünglicher, in Zentralvietnam würziger und im Süden oft frischer und leicht süßer. Genau das macht eine Rundreise dort spannend, weil Essen irgendwie immer Teil der Reise ist und nicht nur nebenbei passiert.
Und das Beste: Die besten Gerichte gab es oft an den unscheinbarsten Orten. Irgendein kleiner Laden ohne Schild, Plastikstühle auf dem Gehweg und trotzdem eines der besten Essen der ganzen Reise.


5. Vespa Tour durch Saigon
In Saigon haben wir eine kulinarische Vespa Tour gemacht.
Die Stadt ist am Anfang ziemlich viel – laut, schnell, überall Verkehr. Auf der Vespa wird das nicht weniger, aber man ist mittendrin, ohne sich selbst durchkämpfen zu müssen.
Wir sind durch verschiedene Viertel gefahren und haben unterwegs an mehreren kleinen Spots angehalten und typisch vietnamesisches Essen probiert. Genau das war der Fokus: Essen entdecken, das man alleine wahrscheinlich nicht so gefunden hätte, direkt auf der Straße oder in kleinen Lokalen.
Zwischendurch einfach durch die Stadt zu fahren, durch den Verkehr, die Lichter, die ganzen Eindrücke, gehört genauso dazu wie das Essen selbst. Es ist kein ruhiger Abend, eher ein ständiger Wechsel aus Fahren, Anhalten und Probieren.
Fazit
Vietnam war für mich keine Reise, bei der man einfach Sehenswürdigkeiten abhakt. Es war eher dieses ständige Unterwegssein. Neue Orte, neue Menschen, spontane Situationen und irgendwie jeden Tag etwas, das man nicht planen konnte.
Genau das hat die Reise am Ende ausgemacht. Nicht nur die Orte selbst, sondern alles dazwischen. Spätabends noch irgendwo Streetfood essen, mit Händen und Füßen kommunizieren, komplett überfüllte Roller-Kreuzungen, ruhige Landschaften im Norden und kurz darauf wieder das Chaos in Saigon.
Vietnam fühlt sich oft ungefiltert an und genau das hat mir gefallen. Vieles ist nicht perfekt auf Touristen ausgelegt und dadurch wirkt vieles echter und natürlicher.
Wenn ich an die Reise zurückdenke, denke ich nicht zuerst an einzelne Sehenswürdigkeiten, sondern eher an das Gefühl, ständig neue Eindrücke zu sammeln und nie genau zu wissen, was als Nächstes kommt. Genau deshalb würde ich sofort wieder hin.
Unsere beliebtesten Vietnam Reisen
