MALAYSIA & BORNEO
Bruecke im Regenwald im Danum Valley in Malaysia
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Meine Borneo Highlights – Abenteuer im Tabin & im Danum Valley

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In diesem Blog möchte ich von meinen Erlebnissen im Tabin Wildlife Resort und im Danum Valley berichten, denn diese beiden Naturgebiete haben mich während meiner Malaysia Rundreise auf Borneo besonders beeindruckt. Bereits die Fahrt zum Tabin Wildlife Resort war eine Erfahrung für sich: zwei Stunden auf asphaltierten Straßen von Sukau nach Lahad Datu und dann noch einmal fast zwei Stunden Offroad – vorbei an endlosen Palmölplantagen. Fast bis zum Eingang des Parks reihen sich die Palmen dicht an dicht, bevor sich der Dschungel plötzlich wieder öffnet. Kaum angekommen, hatte ich das Gefühl, in eine andere Welt einzutreten: feucht, lebendig, wild. Unsere Lodge lag direkt am Fluss, eingerahmt von riesigen Urwaldriesen. Mein Zimmer übertraf jede Erwartung – komfortabel, offen gestaltet und mit Blick ins Grüne. Ich konnte es kaum glauben, aber ich war hier – ich war im Tabin, einem der bekanntesten Naturschutzgebiete Sabahs auf Borneo. Mitten im Dschungel, umgeben von tausenden Grüntönen, Tierstimmen und einer Luftfeuchtigkeit, die man fast greifen konnte.

Lorraine💚von erlebe

Lorraine 💚 von erlebe


 

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Frau hat Schlamm im Gesicht im Tabin in Malaysia

Heilender Schlamm & Glücksmomente im Tabin Wildlife Reserve

Das Tabin Wildlife Reserve zählt zu den wichtigsten Schutzgebieten im Osten Borneos und ist zweifellos eins der Borneo Highlights. Auf rund 1.200 Quadratkilometern erstreckt sich ein vielfältiger Mix aus Sekundärwald, Regenwaldinseln, Flussläufen und sumpfigen Bereichen – dicht, grün und voller Leben. Tabin ist besonders bekannt für gute Chancen auf Borneo-Zwergelefanten, Orang-Utans, Gibbons, Nashornvögel und viele weitere Regenwaldtiere. Nach dem Mittagessen begann die erste Tour auf unserer Malaysia Reise auf Borneo: eine Wanderung zum Lipad Mud Volcano. Ein Höhepunkt im Tabin, da er regelmäßig Wildtiere anzieht, die dort Mineralien aufnehmen. Der Regen der letzten Tage hatte den Boden in eine einzige matschige Rutschbahn verwandelt, und ich war heilfroh über die Gummistiefel, die wir vor Ort bekamen. Oben angekommen öffnete sich eine Lichtung mit einem kleinen grauen See aus blubberndem Schlamm – der berühmte Vulkan. Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen, uns eine Schicht des heilenden Schlamms ins Gesicht zu schmieren. Nur für meine Brille war das weniger amüsant, denn prompt landete sie mitten in der grauen Masse. Zurück in der Lodge wartete eine warme Dusche – unterbrochen von einem plötzlichen Blackout, der hier alle sechs Stunden auftritt. Für ein bis zwei Minuten war alles dunkel, nur das Zirpen der Insekten und das Rauschen des Flusses begleiteten mich. Irgendwie passte das perfekt zum Ort: ungezähmt und echt.

Begegnungen im Morgengrauen

Am nächsten Morgen ging es wieder früh los – um 6 Uhr startete unser Morning Walk. Wir mussten gar nicht weit gehen, da hörten wir schon die Rufe der Gibbons – und tatsächlich konnten wir sie auch sehen! Insgesamt waren es fünf Stück, die elegant durch die Bäume kletterten und von Ast zu Ast sprangen. Eines meiner absoluten Borneo Highlights gleich am frühen Morgen. Nach dem Frühstück ging es dann mit dem Jeep weiter. Wir fuhren durch die Natur, und schon allein die Fahrt war beeindruckend. Unterwegs entdeckten wir verschiedene Vogelarten, darunter auch den majestätischen Hornbill. Danach folgte eine Wanderung zum Lipad-Wasserfall – und wieder zeigte sich, wie wunderschön Natur sein kann. Wahnsinn! Nachdem wir einige Fotos gemacht hatten, konnten wir uns im klaren Wasser erfrischen und sogar schwimmen. Es war herrlich – besonders der Blick nach oben aus der Mitte des Naturpools war einfach umwerfend.

Jeep im Regenwald im Tabin in Malaysia
Orang Utan im Tabin in Malaysia

Zum Glück machten wir uns irgendwann auf den Rückweg, denn unterwegs passierte etwas, womit niemand gerechnet hatte: Wir sahen unseren ersten Orang-Utan in freier Wildbahn! Und ich war es, die ihn entdeckt hatte. Er kletterte den Baum hinunter und verschwand dann lautlos in den Tiefen des Dschungels. Ein unvergesslicher Moment.

Nachmittags entspannte ich beim Schlammfußbad mit Kräutern und einer Tasse Tee – Zitronengras, Ingwer und Aloe Vera. Am späten Nachmittag starteten wir zur letzten Tour – dem Dusk Drive. Und wer hätte es gedacht: Wir sahen tatsächlich noch zwei weitere Orang-Utans, die hoch oben in den Bäumen kletterten. Einfach beeindruckend. Auch zahlreiche Vögel begleiteten uns wieder, und kurz vor Ende der Fahrt erlebten wir noch ein weiteres Highlight: Ein Sonnenbär kreuzte plötzlich unseren Weg. Er wollte wohl nur kurz die Straße überqueren, verschwand aber blitzschnell, als er uns sah. Egal – wir haben ihn gesehen! Dieser Moment war einfach magisch. Mit all diesen Eindrücken im Kopf ließ es sich wunderbar schlafen.

Vom wilden Tabin ins luxuriöse Danum Valley

Nach den aufregenden Tagen in Tabin hieß es Abschied nehmen. Die Fahrt zurück nach Lahad Datu dauerte etwa zwei Stunden, dann ging es weiter ins Danum Valley – eines der letzten echten Stücke Primärregenwalds auf Borneo und ebenfalls eines der Borneo Highlights. Schon die Anfahrt war anders: Statt Palmölplantagen nur dichter, unberührter Wald. Als wir an unserer Lodge ankamen, fehlten mir die Worte. Das offene Foyer mit Blick auf den Fluss, die elegante Architektur aus Holz und Stein, die natürliche Ruhe – alles wirkte luxuriös, aber dennoch im Einklang mit der Natur. Das Danum Valley Conservation Area gilt als eines der letzten großen, unberührten Regenwaldgebiete auf Borneo – also echter Primärwald, der seit Millionen Jahren weitgehend ohne menschliche Eingriffe bestehen konnte. Im Gegensatz zum Tabin, wo sich Sekundärwald und Regenwald mit Palmölflächen abwechseln, ist Danum ein geschlossenes Ökosystem, in dem die Natur noch völlig frei arbeitet. Die Lodge liegt mitten in einem 438 Quadratkilometer großen Schutzgebiet, das von majestätischen Dipterocarp-Bäumen dominiert wird – einige über 70 Meter hoch. Hier leben unzählige Tierarten, die sonst kaum noch irgendwo auf der Welt in dieser Dichte vorkommen: Orang-Utans, Gibbons, Zwergelefanten, Leoparden, Nashornvögel, Malaienbären und über 270 Vogelarten. Selbst die scheue Nebelparder-Art wird hier gelegentlich gesichtet. Beim Mittagessen – das übrigens das Beste der gesamten Reise war – wurde uns mitgeteilt, dass wir ein Upgrade auf ein Premium-Zimmer bekommen hatten, mit privatem Pool, Außendusche und einem atemberaubenden Blick über den Regenwald. Einfach unfassbar schön! Mein erster Gedanke? Ganz klar: ab in den Pool und diesen Ausblick genießen.

Aussicht im Danum Valley in Malaysia
Wanderer im Regenwald im Danum Valley in Malaysia

Der Aufstieg zum Coffin Cliff Viewpoint & Canopy Walk

Am nächsten Morgen stand der berühmte Coffin Cliff Trail auf dem Programm – als „heavy“ eingestuft, und das nicht zu Unrecht. Anfangs ging es noch gemütlich los, dann wurde es immer steiler, über Wurzeln und rutschige Hänge. Der Dschungel hier ist anders als in Tabin – dichter, älter, mächtiger. Die Bäume ragen dutzende Meter in die Höhe, und der Boden ist bedeckt mit Farnen und Moosen. Ich war ganz schön geschafft, erreichte aber den Aussichtspunkt auf 1.225 Meter. Und was soll ich sagen: Es war jede Anstrengung wert. Der Blick über das unendliche Grün des Danum Valleys war einfach überwältigend. Beim Abstieg hielten wir an einem Wasserfall, wo wir uns abkühlten. Kleine Fische knabberten neugierig an unseren Füßen – ein natürlicher Spa-Moment mitten im Urwald.

Zurück in der Lodge genoss ich meinen privaten Pool mit Blick auf den Fluss. Es fühlte sich surreal an – mitten im ältesten Regenwald der Erde zu sein und gleichzeitig so viel Komfort zu erleben. Am Nachmittag folgte dann der Canopy Walkway – eine Reihe von Hängebrücken in bis zu 27 Metern Höhe. Wirklich beeindruckend, den Dschungel einmal aus dieser Perspektive zu sehen! Zum Schluss folgte am Abend noch ein Night Walk, bei dem wir unter anderem eine kleine Schlange, Frösche und verschiedene Insekten entdeckten. Der Dschungel ist nachts noch einmal eine ganz eigene Welt – lauter, geheimnisvoller und irgendwie lebendiger.

Mein Fazit: Tabin und Danum Valley könnten unterschiedlicher kaum sein!

Tabin ist wild, rau und ehrlich – ein Ort, an dem man den Regenwald mit allen Sinnen spürt, voller Schlamm, Abenteuer und Nähe zur Natur. Danum dagegen ist elegant, ruhig und tief beeindruckend – ein Stück Regenwald, das zeigt, wie majestätisch und kostbar diese Welt ist. Beide Naturgebiete sind für mich absolute Borneo Highlights.

Und obwohl im Oktober und November auf Borneo langsam die Regenzeit beginnt, hatten wir unheimlich Glück mit dem Wetter. Meist schien die Sonne oder es regnete nur kurz – genau lang genug, um die Stimmung des Dschungels noch intensiver zu machen. Der Regen gehört hier einfach dazu. Und wenn die Tropfen auf die riesigen Blätter prasseln und Nebel zwischen den Baumkronen aufsteigt, dann spürt man erst richtig, was diesen Ort so besonders macht.

Hat Lorraines Borneoreise Sie inspiriert? Möchten Sie auch eine Malaysia Rundreise unternehmen? Wir beraten Sie gerne!

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