Brasilien Gesundheit

Medizinische Versorgung in Brasilien

MEDIZINISCHE VERSORGUNG

Informationen zur Gesundheitsvorsorge

erlebe Brasilien ist bemüht, die Aktualität und Korrektheit der folgenden Informationen zu gewährleisten. Wir raten Ihnen jedoch immer auch selbst Kontakt mit einer medizinischen Stelle aufzunehmen, um sich kompetent und aktuell zu Gesundheitsfragen beraten zu lassen.

Die medizinische Versorgung in Brasilien ist vor allem in den Städten und dicht besiedelten Gebieten sehr gut und mit dem europäischen Niveau zu vergleichen. So werden Sie in Rio de Janeiro, Sao Paulo und an der Nord-Ost Küste gute und qualifizierte Ärzte und Krankenhäuser finden. Unser lokaler Partner in Brasilien steht Ihnen während Ihrer Reise mit Rat und Tat zur Seite und kann Ihnen ebenfalls weiterhelfen eine passende Anlaufstelle ausfindig zu machen.

In den abgelegenen und ländlichen Regionen Brasiliens, wie im Pantanal oder dem Amazonas-Gebiet, ist die medizinische Versorgung nicht flächendeckend ausgebaut oder nur in einfacherer Form. Dort kann der technische Standard vom europäischen Niveau abweichen. In den umliegenden größeren Städten dieser Regionen, wie Campo Grande, Cuiaba oder Manaus finden Sie jedoch gute und qualifizierte Ärzte und Krankenhäuser.

Für eine Reise nach Brasilien ist empfehlenswert sich über eine Auslandskrankenversicherung zu informieren und gegebenenfalls abzuschließen. Auch erlebe Brasilien bietet eine solche Krankenversicherung, als zusätzlichen Service an. Sprechen Sie uns einfach darauf an.

Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen, nehmen Sie am besten die Beipackzettel mit. Sorgen Sie auch dafür, einen separaten Vorrat mitzunehmen, sodass Sie nicht verzweifelt in den Apotheken vor Ort nach einem passenden Mittel suchen müssen, wenn Sie etwas verlieren. Nehmen Sie außerdem eine englische Bescheinigung Ihres Arztes mit, in dem die Medikamentenverordnung bestätigt wird.

Wenn Sie eine Brille oder Kontaktlinsen tragen, sollten Sie die Spezifizierung Ihres Optikers mitnehmen oder eine extra Brille bzw. ein zusätzliches Paar Kontaktlinsen

Trinkwasser

Die Qualität des Leitungswassers ist gut, kann aber nur teilweise als Trinkwasser bezeichnet werden. Das hängt stark von der jeweiligen Region ab. In abgelegenen Gebieten nutzen viele Hotels Wasserfilter, um das Leitungswasser zu säubern und dann für die Hotelgäste bereitzustellen. Bitte fragen Sie in Ihrer Unterkunft nach. Bei den Transfers und Ausflügen wird teilweise ebenfalls kostenlos Trinkwasser aus großen Behältern zum Abfüllen bereitgestellt. Bitte nehmen Sie daher eine eigene Trinkflasche mit auf die Reise und füllen Sie diese immer wieder auf. So leisten Sie einen wertvollen Beitrag für die Umwelt.

Gesundheit nach der Heimkehr

Wenn Sie nach Ihrer Rückkehr (und das kann unter Umständen Monate später sein), Fieber, Magen- bzw. Darmbeschwerden oder weitere Beschwerden, die Sie nicht mit einer bestimmten Ursache in Verbindung bringen können: Nehmen Sie Kontakt mit Ihrem Hausarzt auf und melden Sie, wie lange und wo Sie in Brasilien waren und was Sie dort unternommen haben. Wenn Sie viel Kontakt mit der lokalen Bevölkerung hatten, ist es vernünftig, einen Tbc-Test machen zu lassen.

Informative Webseiten

Institut für Tropenmedizin Berlin, www.tropeninstitut.charite.de
Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, www.bni.uni-hamburg.de
Abt. Infektions- und Tropenmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität München, www.tropinst.med.uni-muenchen.de
Den reisemedizinischen Infoservice mit viele Ratschlägen und Tipps finden Sie unter www.fit-for-travel.de

IMPFUNGEN

Impfungen für Brasilien

Impfungen sind bei der Einreise aus Europa nicht vorgeschrieben, jedoch ist eine sollte, wie vor jeder Reise, der aktuelle Stand der Standardimpfungen überprüft und eventuell aufgefrischt werde.

Reisende, die aus einem Gelbfiebergebiet (Afrika oder aus einem anderen südamerikanischen Land) kommen oder sich in den letzten Wochen in einem Gelbfiebergebiet aufgehalten haben, müssen für die Einreise nach Brasilien eine gültige Impfung gegen Gelbfieber vorweisen. Nehmen Sie daher unbedingt Ihren gelben (internationalen) Impfpass mit auf die Reise. Generell sollte über eine Gelbfieberimpfung nachgedacht werden, insbesondere, wenn Sie Reisen ins Landesinnere unternehmen.

Beachten Sie, dass die Impfung mindestens 10 Tage vor Abreise stattfinden muss.
Des Weiteren werden Impfungen gegen DTP (Diphtherie, Tetanus und Polio) und Hepatitis A für eine Reise nach Brasilien empfohlen. Eine DPT Impfung ist rund 10 Jahre gültig.

Die reguläre Hepatitis A Impfung hat eine begrenzte Wirkungsdauer, darum muss sie kurz vor der Reise gespritzt werden. Wenn Sie häufiger oder für längere Zeit in Länder reisen, in denen Hepatitis A vorkommt, können Sie erwägen eine Langzeit-Impfung zu nehmen, wie zum Beispiel Havrix. Denken Sie allerdings daran, dass diese Impfstoffe teuer sind und nach sechs Monaten eine Wiederholungsimpfung durchgeführt werden muss.

Wir empfehlen vor Ihrer Reise Rücksprache mit Ihrem Hausarzt oder einem Tropeninstitut zu halten, welche Impfungen für Sie individuell sinnvoll und wichtig sind und wie ihr aktueller Impfstatus ist. Malariaschutz ist nötig wenn Sie das Pantanal oder das Amazonasgebiet besuchen. Informieren Sie sich am besten rechtzeitig vorher bei Ihrem Hausarzt oder einem Tropeninstitut über die nötige Malariavorsorge.

REISEKRANKHEITEN

Reisekrankheiten in Brasilien

Bevor man eine Reise nach Brasilien plant, wird man bei seiner Recherche in Reiseführern und Internet auf verschiedene gesundheitliche Informationen stoßen. Im Folgenden haben wir alle Informationen zu den wichtigsten landestypischen Krankheiten für Sie zusammengefasst.

Übertragung durch Mücken

Da viele der genannten Krankheiten von Mücken oder anderen Insekten übertragen werden können, empfehlen wir, neben einer eventuellen Prophylaxe, folgende Maßnahmen zu treffen:

  • Wenn Sie am am Tag oder am Abend bemerken, dass besonders viele Mücken um Sie herum sind, sollten Sie Ihre Arme, Beine und Füße mit dünner, langer Kleidung bedecken.
  • Nutzen Sie ein Mückenmittel für die Haut und Kleidung mit DEET. Wir haben gute Erfahrungen mit einem landestypischen Spray, wie zum Beispiel OFF! gemacht.
  • Halten Sie Fenster und Türen mit Einbruch der Dämmerung geschlossen

 

Gelbfieber

Gelbfieber ist eine tropische Viruserkrankung. Diese Krankheit kommt in tropischen Regionen Afrikas und in Südamerika vor. Die wichtigsten Symptome sind Fieber, Magendarmblutungen, verminderte Nierenfunktion, Leberentzündung mit Gelbsucht. Die Ursache von Gelbfieber, der Arbovirus, wir von Mücken übertragen. Wenn Sie vor Ihrer Reise nach Brasilien in einem Gelbfiebergebiet gereist sind, ist eine Impfung verpflichtend. Wenn Sie in Gelbfiebergebiete, wie beispielsweise das Pantanal oder den Amazonas reisen, ist eine entsprechende Impfung empfohlen.

Malaria

Ist die am weitesten verbreitete Tropenkrankheit und kommt auch in Brasilien vor (hauptsächlich im Amazonas und Pantanal). Malaria wird durch Stechmücken übertragen. Symptome sind Fieber und begleitende Kopf-und Gliederschmerzen. Malaria ist eine ernst zu nehmende Krankheit und kann im schlimmsten Fall tödlich enden.
Bitte lassen Sie sich individuell über eine Prophylaxe (Malariatabletten) von Ihrem Hausarzt oder einem Tropenmediziner beraten.

Wenn Sie trotz der nötigen Vorsorgemaßnahmen dennoch auf einmal Fieber bekommen, das länger als zwei Tage anhält, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um Malaria auszuschließen. Das gilt bis zu zwei Monaten nach Ihrer Rückkehr in Deutschland.

Dengue-Fieber

Dengue Fieber ist eine Viruserkrankung die durch tag- und nachtaktive Mücken übertragen wird. Die Symptome sind identisch mit denen von Malaria: Fieber, Kopf-und Gliederschmerzen. Beachten Sie zum Schutz auch die Vorbeugungsmaßnahmen zum Punkt Malaria. Informationen zu aktuellen Dengue-Fieber-Epidemien finden Sie auf den oben genannten medizinischen Webseiten oder beim Auswärtigen Amt.

Zika-Virus

Das Zika-Virus wird von Stechmücken übertragen und geht mit Grippe-ähnlichen Symptomen, sowie Hautausschlag oder Entzündungen der Augenbindehaut einher. In einigen wenigen Fällen ist bei Neugeborenen eine geistige und körperliche Behinderung aufgetreten, wenn die Mutter zuvor am Zika-Virus erkrankt war. Der ursächliche Zusammenhang ist zwar nicht eindeutig bewiesen, dennoch sollten Schwangere auf nicht unbedingt nötige Reisen in die betroffenen Gebiete verzichten. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf den Seiten des Auswärtigen Amts.

Jetlag

Durch die relativ lange Flugzeit nach Brasilien und das damit verbundene überqueren mehrere Zeitzonen wird Ihre innere Uhr bzw. der Rhythmus von Schlafen und Wachen durcheinander gebracht. Die ersten Tage muss sich Ihr Körper an den neuen Rhythmus gewöhnen, weshalb Sie sich oft müde fühlen werden. Tipps zur Überwindung des Jetlags: Um sich möglichst schnell an den neuen Tagesrhythmus zu gewöhnen, können Sie sich mit Getränken wie Kaffee und Tee wach halten. Trinken Sie zudem viel Wasser. Nach Ankunft sollten Sie die ersten Tage ruhig angehen. Versuchen Sie sich möglichst schnell an den neuen Rhythmus zu gewöhnen und halten Sie besonders am ersten Tag der Versuchung stand, sich nach Ihrer Ankunft am Tag schlafen zu legen

Durchfallerkrankungen

Durchfallerkrankungen können bei Reisenden, die in tropischen Ländern unterwegs sind, durchaus auftreten. Auch wenn sie kaum lebensbedrohend sind, können sie die Reise doch sehr beeinträchtigen. Durch entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Dabei sollten Sie darauf achten, ausschließlich Flaschenwasser zu trinken und kein Leitungswasser. Bei Nahrungsmitteln gilt: kochen oder selber schälen. Halten Sie Fliegen von Ihrem Essen fern und waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände.

Dehydrierung

In vielen Regionen Brasiliens herrscht tropisches Klima. Deswegen ist es sehr wichtig bei den hohen Temperaturen auch sehr viel Wasser zu trinken. Wer nicht genug trinkt, der läuft Gefahr zu dehydrieren. Anzeichen dafür sind unter anderem Schwindelgefühle, Herzrasen, Übelkeit und starkes Schwitzen. Wir empfehlen Ihnen bei den Tagesausflügen ausreichend Wasser mitzunehmen und zum Beispiel einen Hut oder eine Mütze zu tragen, die den Kopf vor den direkten Sonnenstrahlen schützt.