INDONESIEN & BALI
Panorama über den Tobasee in Samosir bei Sonnenuntergang auf Sumatra in Indonesien
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Mein Sumatra Abenteuer – Viel mehr als Orang-Utans!

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Indonesien steht für mich für Vielfalt. Jede Insel ist anders und hält ein neues Highlight bereit. Ob Tempel und Strände auf Bali, Vulkane und UNESCO-Weltkulturerbe auf Java oder die faszinierende Tier- und Unterwasserwelt des Komodo-Nationalparks – am Ende zählt für mich auf jeder Insel vor allem eines: die besonderen Begegnungen mit Einheimischen, die für mich eine Indonesien-Rundreise so einzigartig machen. Und doch bietet jede Insel ihre eigene, ganz besondere Diversität. Das möchte ich Ihnen in meinem Blog am Beispiel von Sumatra zeigen.

Chiara💚von erlebe

Chiara 💚 von erlebe


 

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Frauen mit Orang Utan in Bukit Lawang in Indonesien

Das Highlight, das wir alle lieben – die Orang-Utans!

Ein Dschungeltrekking auf Sumatra gehört für mich zu jedem Aufenthalt dazu. In Bukit Lawang, einem kleinen, gemütlichen Ort am Rand des Gunung-Leuser-Nationalparks, beginnt unser Sumatra Abenteuer. Die wackeligen Holzbrücken über den Fluss sind vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, aber sie geben dem Ort seinen ganz eigenen Charme. Die enge Gasse, die sich entlang des Flusses schlängelt – gesäumt von Hotels, Restaurants und Terrassen mit Blick auf Dschungel und Wasser –, lädt zum Schlendern ein. Am frühen Morgen brachen wir mit unserem Guide auf, und es ging in den Dschungel. Schon die Wanderung durch das dichte Grün, begleitet von all seinen Geräuschen und wundervollen Pflanzen, war ein Erlebnis für sich auf unserer Indonesien Reise. Keine Sorge: Man läuft nicht dauerhaft querfeldein, sondern auf Wegen, die mal besser, mal schlechter sind. Der Guide passt die Route zudem der eigenen Fitness an. Nach kurzer Zeit entdeckten wir die ersten Makaken in den Bäumen und auf dem Pfad. Und dann war es so weit: der erste Orang-Utan! Ein Weibchen, hoch oben im Blätterdach. Wir waren sofort überglücklich, denn nach der regnerischen Nacht und dem nassen Morgen hatten wir kaum mit Sichtungen gerechnet. Doch es kam noch besser. Wir hatten großes Glück und sahen gleich mehrere Orang-Utans – darunter ein großes, älteres Männchen, das unser Guide liebevoll „King Louie“ nannte. Er kam sogar bis auf den Boden herunter.

Einerseits war es etwas beängstigend, weil wir immer wieder ruhig, aber zügig zurückweichen mussten. Andererseits war es atemberaubend. Dieses große, wundervolle Tier so nah zu sehen, ist natürlich ein absoluter Wow-Moment einer solchen Reise. Was mir besonders in Erinnerung blieb, war unser Guide, der auch nach 25 Jahren noch mit einer solchen Begeisterung für die Orang-Utans und den Dschungel dabei war. Diese Leidenschaft war absolut spürbar. Es war beeindruckend zu sehen, wie er jedes Mal aufs Neue mit leuchtenden Augen von den Tieren und der Natur sprach – als wäre es das erste Mal. Diese Begeisterung machte den Tag noch unvergesslicher. Was das Trekking in Bukit Lawang für mich außerdem besonders macht, ist das Engagement für den Tierschutz. Seit 2010 gibt es keine Fütterungsplattformen mehr, an denen sich früher zahlreiche Touristen drängten. Der Nationalpark ist UNESCO-geschützt, und der direkte Kontakt wurde bewusst reduziert. Der Park gilt noch als semi-wild, weil sich einige der älteren Tiere an Menschen und frühere Fütterungen erinnern und daher nicht scheu sind. Für mich ist der Ort ein Beispiel dafür, dass man hochtouristische Strukturen zurückfahren kann – zugunsten der Tiere und eines authentischeren Erlebnisses.

Orang Utan in Bukit Lawang in Indonesien
Kochkurs in Bukit Lawang in Indonesien

Bukit Lawang – Spannende Begegnungen abseits des Dschungels

Unser Aufenthalt war damit noch nicht zu Ende. Wir unternahmen eine Fahrt im typischen Becak und fuhren mit unserem Guide durch die umliegenden Dörfer. So bekamen wir einen Einblick in das Alltagsleben der Menschen. Wir sahen, wie Tofu und Tempeh hergestellt werden, und ich durfte sogar selbst einen Tempeh-Block formen. Ich probierte mich im Flechten eines Palmblattdachs, wir kosteten Palmenzucker und besuchten eine Ecofarm, auf der ein Teil der frischen Lebensmittel für unsere Ecolodge nachhaltig produziert wird. Ein rundum wundervoller Nachmittag, der uns noch näher an das Leben der Einheimischen brachte und ein wichtiger Teil unseres Sumatra Abenteuers.

Abgerundet wurde der Tag durch einen Kochkurs bei Köchin Erna. Wir konnten aus einer Auswahl an Gerichten wählen und entschieden uns für das traditionelle Gericht Rendang. Auch wenn sie etwas enttäuscht war, dass ich absolut kein Chili in meinem vegetarischen Gericht wollte, bereiteten wir gemeinsam ein köstliches Essen zu, das wir mit Blick auf die Reisfelder genossen.

Berastagi – Ein Ort voller Überraschungen

Weiter ging es nach Berastagi – ein Ort, den man gesehen haben muss, um ihn zu verstehen. Die unterschiedlichsten Baustile treffen hier aufeinander: traditionelle indonesische Häuser, Resorts und Gebäude, die einen glauben lassen, man sei irgendwo in Europa.

Ein weiteres Highlight unseres Sumatra Abenteuers war der Aufstieg zum Vulkan Sibayak. Der Weg nach oben war durchaus anspruchsvoll: Geröll, große Steine und ein stetiger Anstieg. Ich war sehr froh, am Fuß des Vulkans einen Wanderstock gemietet zu haben. Oben angekommen, waren die Mühen jedoch sofort vergessen. Der Krater ist kein klassischer Vulkankegel, da eine Seite fehlt oder deutlich niedriger ist – und genau das macht ihn so spannend. Nach einer Weile begannen wir den Abstieg und machten uns anschließend auf den Weg zum Tobasee.

Frau auf dem Vulkan Berastagi in Indonesien
Haus am Toba Lake in Indonesien

Der Tobasee – Entschleunigung pur

Der Tobasee strahlt Ruhe und Entschleunigung aus. Viele Unterkünfte liegen direkt am Wasser, mit kleinen Badeabschnitten, manche sogar mit Pool. Das Boot zur Insel Samosir legt direkt am Hotelsteg ab. Dort heißt es: den Ort erkunden, baden, Fahrrad fahren, durch kleine Stände schlendern und vor allem die Batak-Kultur mit ihren besonderen Häusern bewundern. Viele dieser traditionellen Häuser sind hunderte Jahre alt und werden noch heute von mehreren Generationen bewohnt.

Wir besuchten das alte Dorf Simbolon, um das authentische Leben der Bewohner:innen kennenzulernen. Solche Besuche können schnell wie ein „menschlicher Zoo“ wirken – hier jedoch überhaupt nicht. Der Fokus lag klar darauf, das Landleben auf Samosir und die lokale Kaffeeproduktion zu verstehen. Sumatra ist nämlich auch für seinen Kaffee bekannt, was viele nicht wissen.

Wir probierten den selbst hergestellten Palmenalkohol der Familie, der nur aus einer bestimmten Palmenart gewonnen werden kann, wenn diese mehrere Jahre alt ist. Außerdem sahen wir zu, wie der Kaffee geröstet wurde, und durften uns dann selbst beim Mahlen versuchen. Hierfür werden die Bohnen in eine Art hohe Steinschale gefüllt, und man zerschlägt sie mit einem großen Holzpfahl. Ich kann sagen: Das ist ganz schön anstrengend. Anschließend halfen wir beim Zubereiten eines leckeren Mittagessens, das wir gemeinsam aßen, bevor es zurück zur Unterkunft ging. Alles in allem ein super authentisches Erleben von Kultur.

Mein Fazit: Sumatra ist mehr!

Und das war unsere Reise durch Sumatra: abwechslungsreich, authentisch, lehrreich und geprägt von wundervollen Begegnungen mit Mensch und Tier. Die Insel ist so viel mehr als ihre berühmten Orang-Utans, für die sie weltweit gefeiert wird!

Sie planen bereits Ihre eigene Indonesien Rundreise? Wir beraten Sie individuell, geben Tipps aus erster Hand und gestalten gemeinsam mit Ihnen Ihre Traumreise.

Frau mit Guide am Toba Lake bei einer Kaffeetour in Indonesien

 

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