
Malaysia zum zweiten Mal – meine drei unvergesslichen Highlights
Blog
Vom Dschungel bis zur Vielfalt der Städte
Malaysia hat mich schon beim ersten Mal begeistert – doch auf meiner zweiten Malaysia-Reise habe ich das Land noch einmal ganz neu erlebt. Zwischen Regenwald, Kultur und Inselparadies gab es unzählige Eindrücke, aber drei Erlebnisse sind mir ganz besonders im Gedächtnis geblieben.

Valeska 💚 von erlebe
Willkommen im grünen Herzen Malaysias
Meine Reise begann diesmal nicht in Kuala Lumpur, sondern in Sandakan auf Borneo. Schon beim Landeanflug war ich überwältigt, so viele Bäume habe ich noch nie aus dem Flugzeugfenster gesehen. Ein endloses Meer aus Grün, durchzogen von schmalen Flüssen und kleinen Lichtungen, soweit das Auge reicht. In dem Moment wusste ich: Jetzt beginnt das richtige Abenteuer. Für die erste Nacht blieb ich in einer gemütlichen Lodge in der Nähe von Sepilok, um in Ruhe anzukommen und den langen Flug hinter mir zu lassen. Die Lodge lag mitten im Grünen, umgeben von dichtem Dschungel. Schon früh am Morgen wurde ich vom Zwitschern der Vögel und dem Summen der Insekten geweckt, während sich langsam der Nebel über den Baumwipfeln lichtete. Ein unglaublich schöner Start in meine Zeit auf Borneo.



Elefanten am Kinabatangan-Fluss
Von Sandakan aus machte ich mich auf den Weg zum Kinabatangan-Fluss. Schon die Anreise war ein Abenteuer: zunächst ein Stück mit dem Auto, dann weiter mit dem Boot über den braungrünen Fluss, umgeben von dichtem Dschungel. Die nächsten Tage verbrachte ich in der Abai und Kinabatangan-Riverside Lodge am Ufer – ideale Ausgangspunkte für Bootstouren in die Wildnis.
Gleich am zweiten Tag kam es zu einem Moment, den ich nie vergessen werde. Es regnete in Strömen, unsere Kleidung war längst durchnässt, und trotzdem hielten wir im Boot gespannt Ausschau nach Elefanten. Plötzlich begann sich in der Ferne etwas zu bewegen. Erst waren nur ein paar dunkle Silhouetten zu erkennen, dann trat einer nach dem anderen hervor, eine ganze Herde Elefanten, die langsam aus dem Wald und den angrenzenden Palmplantagen kam. Zwischen den größeren Tieren liefen auch mehrere Jungtiere, die sich eng an ihre Mütter hielten und neugierig mit den Rüsseln im Matsch spielten. Die Herde zog gemächlich über das offene Gelände, suchte nach Futter und schien dabei glücklich und unbeschwert. Der Anblick der Elefanten inmitten der weiten, grünen Landschaft im strömenden Regen war für mich einer der eindrucksvollsten Momente der Reise.
Nanga Sumpa – mitten im tiefsten Regenwald
Noch weiter hinein in die Wildnis führte mich meine Reise nach Sarawak. Schon unterwegs wurde klar, dass es diesmal noch abgeschiedener werden würde. Etwa fünf Stunden fuhren wir über Landstraßen, vorbei an kleinen Dörfern und grünen Hügeln. Unterwegs legten wir einen Stopp auf einem lokalen Markt ein, wo wir frisches Obst, Snacks und – sehr praktisch – Wasserschuhe kaufen konnten, die später noch gute Dienste leisten sollten. Nach einem einfachen, aber leckeren Mittagessen ging es weiter bis zum Pier. Dort stiegen wir in ein schmales Holzboot, das uns langsam den Fluss hinaufführte – immer tiefer hinein in den Regenwald. Je nach Wasserstand kann es vorkommen, dass alle kurz aussteigen und ein Stück durchs Wasser waten müssen, damit der Bootsfahrer das Boot über flache Stellen schieben kann. Schließlich erreichten wir die Nanga Sumpa Lodge, eine kleine, einfache Unterkunft mitten in der Natur, ohne Straßen, ohne Handyempfang, ohne Ablenkung, nur Dschungel, Fluss und Stille.


Wanderung zum Wasserfall und Begegnung mit den Iban
Von hier aus unternahmen wir eine ca. 2 stündige Wanderung zu einem Wasserfall, in dem wir auch baden konnten. Unterwegs erzählte uns der Guide viel über die Pflanzen und Tiere des Regenwaldes und zeigte, wie eng hier alles miteinander verbunden ist. Nach dem gemeinsamen Abendessen überquerten wir die Brücke auf die andere Seite des Flusses, um das traditionelle Langhaus der Iban zu besuchen, rund 45 Familien leben dort unter einem Dach. Sie empfingen uns mit selbst gebranntem Reiswein, erzählten Geschichten und gaben Einblicke in ihre Kultur, die bis heute stark mit dem Regenwald verbunden ist. Als wir zurückkehrten, wurden die Geräusche der Natur draußen immer intensiver, ein unvergessliches Gefühl, so weit entfernt von der Zivilisation zu sein.
Singapur – der perfekte Abschluss
Der letzte Teil meiner Reise führte mich von Mersing mit dem Auto über die Grenze nach Singapur. Der Übergang war überraschend unkompliziert, und kaum hatte ich die Stadt erreicht, fühlte es sich an, als wäre ich in einer völlig anderen Welt gelandet. Zwischen futuristischen Wolkenkratzern, sauber angelegten Straßen und grünen Parkanlagen kam sofort Großstadtfeeling auf. Besonders beeindruckt haben mich die Gegensätze: bunte Tempel und Märkte in Chinatown und Little India auf der einen Seite, die moderne Marina Bay mit ihrer berühmten Skyline auf der anderen. Am Abend besuchte ich die „Gardens by the Bay“ – als die Supertrees in allen Farben zu leuchten begannen und die Musik einsetze, hatte ich das Gefühl, in einer futuristischen Filmkulisse zu stehen. Mit einem kühlen Drink am Strand ließ ich meine Reise ausklingen. Singapur war für mich der perfekte Abschluss: dynamisch, multikulturell und doch entspannt – ein großartiger Kontrast zu dem Rest meiner Reise.

Unsere beliebtesten Malaysia Reisen
