Menu background

Nach oben

Tasmanien in Kurzform – Warum sich auch ein kurzer Abstecher lohnt

Blog

Als Australien-Fan hat sich Phillip Tasmanien vorgenommen. Lesen Sie seinen Reisebericht:

„Da ich dem europäischen Winter unbedingt entfliehen wollte und der Süden Australiens zwischen Dezember und März ideal zu bereisen ist, stand für mich schnell die Great Ocean Road zwischen Melbourne und Adelaide fest. Mir fehlte für die perfekte Reise allerdings noch ein Sahnehäubchen und nach vielen Überlegungen und einigen Pro und Kontra Listen, war die Entscheidung eindeutig – Tasmanien sollte es werden, wenn auch nur für fünf Tage. Doch diese fünf Tage waren gespickt mit traumhaftem Wetter, einmaligen Landschaften und Tierbegegnungen der besonderen Art…“

"Wir waren also gerade im Landeanflug auf Hobart, als uns das erste Mal vor Staunen der Mund offenstand."

„Wir stiegen morgens in Melbourne ins Flugzeug, das uns in weniger als 1,5 Stunden sicher in die tasmanische Hauptstadt Hobart brachte. Wenn ich von uns spreche, rede ich übrigens von meiner treuesten Australien-Reisebegleitung – meinem Vater – und mir. Wir waren also gerade im Landeanflug auf Hobart, als uns das erste Mal vor Staunen der Mund offenstand. Hobart von oben war ein unglaublich eindrucksvolles Erlebnis. Die Stadt ist umgeben von kleinen Hügeln und wird von mehreren Flüssen durchzogen, die sich zwischen den bunten Häusern bis zum von Segelschiffen besiedelten Hafen schlängeln. Nach der Landung haben wir unseren Mietwagen direkt am Flughafen entgegengenommen und haben uns auf den Weg Richtung Norden gemacht. Unser Navigationsgerät zeigte bis nach Bicheno, unserem ersten Ziel, eine Fahrzeit von etwa 2,5 Stunden. Da wir aber schon früh in Hobart angekommen waren, beschlossen wir uns Zeit zu lassen und dort anzuhalten, wo es uns gefällt.“

"Wieder wartete ein paradiesischer Strand mit kristallklarem Wasser auf uns"

Was wir nicht ahnten war, dass es gerade nur einmal 15 Minuten gedauert hat, bis wir unseren ersten Stopp einlegten. Nachdem wir die Hauptstraßen von Hobart verlassen hatten, wartete nämlich schon der erste traumhafte Strand auf uns und das direkt vor der Stadt. Ich halte es kurz: Aus 2,5 Stunden Fahrtzeit sind es fast 5 geworden, weil es so viel zu entdecken gab. Am frühen Nachmittag erreichten wir das Ortsschild von Bicheno und wer hätte es gedacht, wieder wartete ein paradiesischer Strand mit kristallklarem Wasser auf uns. Nach den vielen Eindrücken auf der Fahrt freuten wir uns auf eine Abkühlung, checkten schnell in unserem Guest House ein und liefen mit Badehose und Handtuch bewaffnet die paar Meter bis zum Strand. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich Meerwasser in Badewannentemperatur bevorzuge. Die Temperatur des Wassers in Bicheno fiel, nach einem schnellen Fuß-Temperaturcheck, eher in die Kategorie Gefrierschrank und das bei strahlendem Sonnenschein und 26 Grad. Wagemutig wie wir sind haben wir uns dann aber doch ins Wasser getraut.

"Erschöpft - aber glücklich: Ausblick vom Mount Amos

Am nächsten Morgen stand dann ein Ausflug in den Freycinet Nationalpark auf dem Programm. Als kleine Information vorab sollte ich erwähnen, dass das Thermometer an diesem Tag die 30 Grad Marke knacken sollte. Voller Vorfreude begannen wir also den Aufstieg. Was zu Beginn als entspannte Wanderung aussah, entwickelte sich langsam zu einem echten Kraftakt, den wir durch Pausen im 15 Minuten Rhythmus abzuschwächen wussten. Mit den schwindenden Kräften wurde die Aussicht allerdings immer eindrucksvoller und auch unsere mittlerweile brennenden Muskeln konnten die Vorfreude auf die Spitze des Berges nicht schmälern. Nach gefühlten 100 Pausen (in Wirklichkeit waren es wohl so um die 10) lag unser Ziel in greifbarer Nähe und wir gaben noch einmal alles. Noch wenige Schritte dann – WOW. Die Wineglass Bay lag direkt vor uns und der Ausblick, den wir von dort oben aus hatten werden wir wohl unser Leben lang nicht vergessen. Blaues Wasser, goldgelber Strand und Berge soweit das Auge reicht.

Kängurus & Wombats beim Grasen

Unser zweites und somit letztes Ziel auf Tasmanien war der Cradle Mountain Nationalpark. Von Bicheno aus fuhren wir also am Morgen Richtung Inselmitte. Auch hier habe ich im Vorhinein den heißen Tipp bekommen einen Abstecher zur Bay of Fires zu machen. Den Namen „Bay of Fires“ verdankt die Bucht den roten Granit-Felsen, die tatsächlich ein wenig den Eindruck von einer brennenden Bucht vermitteln. Nach einem Spaziergang am Strand stiegen wir wieder in unser Auto und setzten unsere Fahrt fort. Die Straßen wurden mit der Zeit immer kurviger und das Autofahren hat jetzt richtig Spaß gemacht. Nach einem langen Tag erreichten wir, pünktlich vor Einbruch der Dunkelheit, unser Domizil für die kommenden zwei Nächte. Wir übernachteten in einer gemütlichen Hütte mitten in der Natur mit zwei Schlafzimmern und einem großzügigen Wohnzimmer mit Terrasse. Den heutigen Tag schlossen wir mit einem kühlen Getränk (ich kann das Bier XXXX Gold nur wärmstens empfehlen) auf der Terrasse ab, von der aus wir mehreren Kängurus und Wombats beim Grasen zusehen könnten.

Highlights: Freycinet Nationalpark und Cradle Mountain

Wer nach dem Aufstieg auf den Mount Amos denkt mein Vater und ich hätten genug vom Wandern gehabt, der irrt sich. Wir waren ja schließlich auf Tasmanien, um die Natur zu erkunden! Wir entschieden uns für einen Wanderweg, der uns um den malerischen Dove Lake führte. Bei schönem Wetter spiegeln sich die umliegenden Berge auf der glatten Oberfläche des Sees, was ohne Frage ein beliebtes Fotomotiv ist. Bei Sonnenuntergang kommen die Wombats wieder auf ihren Verstecken hervor, sodass unser Weg zurück zu unserer Hütte von mehreren Fotostopps unterbrochen wurde.

Fazit: Unbedingt machen!

Mein Fazit: Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich zunächst skeptisch war, ob sich Tasmanien für nur fünf Tage lohnt, gerade da hierfür zwei weitere Flüge notwendig waren. Im Nachhinein kann ich für mich persönlich sagen, dass es die beste Entscheidung war, die wir in diesem Urlaub gemacht haben und ich dieses Erlebnis unter keinen Umständen missen möchte. Der Freycinet Nationalpark und der Cradle Mountain waren ohne Frage die tollsten Highlights der Reise. Also: Unbedingt machen! Das Besondere an Tasmanien ist, dass hinter jeder Kurve ein weißer Sandstrand oder ein besonderer Aussichtspunkt auf einen warten kann. Man weiß also nie, was Tasmanien für einen bereithält.“