Indonesien Gesundheit

Medizinische Versorgung in Indonesien

erlebe-indonesien hat sich bemüht, die Korrektheit der Informationen zur medizinischen Versorgung in Indonesien zu gewährleisten. Wir empfehlen Ihnen auch selbst Kontakt mit einem Arzt oder mit einer anderen medizinischen Instanz aufzunehmen, die auf dem Gebiet der Tropenmedizin Sachkenntnis hat. So erhalten Sie den aktuellen Stand der Informationen.

MEDIZINISCHE VERSORGUNG

Informationen zur Gesundheitsvorsorge

Speziell auf der Insel Bali und in den größeren Städten, die Sie während Ihrer Indonesien Rundreise besuchen, findet man sowohl private als auch öffentliche Krankenhäuser. Besonders die privaten Krankenhäuser sind dabei sehr zu empfehlen, da diese oftmals über einen westlichen Standard verfügen. In den kleineren und nicht so touristischen Gebieten gibt es häufig so genannte Puskesmas. Damit sind einfache „Erste-Hilfe“ Stationen oder auch Gesundheitszentren gemeint.

Vor Ihrer Indonesien Reise sollten Sie auf jeden Fall Kontakt mit einer kompetenten medizinischen Beratungsstelle (z.B. Tropeninstitut, Hausarzt oder Krankenhaus) aufnehmen. Eine Last-Minute Reise nach Indonesien ist für einen gesunden Menschen möglich, jedoch sollten Sie Ihren Impfpass mit sich führen.

Medikamente werden nicht übernommen, sodass die Patienten die Kosten selbst tragen müssen. Die Medikamente sind jedoch im Vergleich zu Deutschland auch recht preiswert. Eine Auslandskrankenversicherung ist empfehlenswert. Sollte der unwahrscheinliche Fall auftreten und Sie operiert werden müssen, ist es ratsam sich nach Jakarta, Surabaya oder auch Singapur ausfliegen zu lassen.

Viele Supermärkte auf allen Inseln verfügen zudem über ein umfassendes Sortiment mit Mitteln gegen Erkältungskrankheiten. Häufig kommt es vor, dass sie durch die Abwechslung von Klimaanlage und warmer Außentemperatur sich etwas eingefangen. Dann helfen Ihnen dort Halslutschtabletten wie Strepsils oder diverse andere freiverkäufliche Mittel. Lassen Sie sich vom Fahrer während des Transfers beispielsweise kurz an einem so genannten „Indomaret“ oder „Alfamart“ absetzen und decken sich mit dem nötigen ein. Erfahren Sie hier mehr über Reisekrankheiten und für Indonesien landestypische Krankheiten.

IMPFUNGEN

Impfungen für Indonesien

Grundsätzlich gibt es für eine Indonesien Reise keine Pflichtimpfungen, dennoch gehört dieser Punkt zu einem wichtigen Bestandteil der Vorbereitung. So werden zum Beispiel Impfungen gegen DTP (Diphtherie, Tetanus, und Polio, ca. 10 Jahre gültig) und Heptitis A und bei längeren Aufenthalten auch Hepatitis B empfohlen. Erfragen Sie dies in jedem Fall noch einmal bei Ihrem Arzt. Die DPT-Impfungen haben die meisten Menschen bereits in ihrer Jugend erhalten. Nach einer Wiederholungsimpfung sind Sie wieder eine Zeit lang geschützt.

Die reguläre Hepatits A Impfung hat eine begrenzte Wirkungsdauer, darum muss sie kurz vor Ihrer Indonesien Reise gegeben werden. Wenn Sie häufiger oder für längere Zeit in Länder reisen, in denen Hepatitis A vorkommt, können Sie erwägen, eine Langzeit-Impfung zu nehmen, wie zum Beispiel Havrix. Denken Sie daran, dass diese Impfstoffe teuer sind und nach 6 Monaten eine Wiederholungsimpfung durchgeführt werden muss. Erkundigen Sie sich daher früh genug bei Ihrem Arzt und Ihrer Krankenkasse, manche übernehmen die Kombi-Impfung von Hepatitis A & B.

Auch eine Impfung gegen Bauchtyphus wird empfohlen, außer wenn Sie weniger als zwei Wochen reisen. Die Impfung gegen Gelbfieber wird nur empfohlen, wenn Sie vor Ihrer Reise nach Indonesien in einem Gebiet waren, in dem Gelbfieber herrscht.

REISEKRANKHEITEN

Reisekrankheiten in Indonesien

Da Indonesien ein tropisches Land ist, ist das Risiko bei einer Indonesien Reise zu erkranken hier größer als zu Hause. Es gibt mehr Bakterien durch das tropische Klima. Die feuchte Wärme ist ein guter Nährboden für Krankheitserreger. Egal ob Sie auf Bali oder auf einer anderen indonesischen Insel unterwegs sind: Es ist empfehlenswert, sich gut vorzubereiten und auch vor Ort bewusst mit den Gesundheitsrisiken umzugehen. Wir raten Ihnen aber auch zusätzlich selbst Kontakt mit Ihrem Hausarzt oder einem Tropeninstitut aufzunehmen. Diese sind mit der Sachlage vertraut und können Sie dahingehend sehr gut beraten.

Malaria
In vielen Teilen Indonesiens kommt Malaria vor. Es gibt allerdings große regionale Unterschiede, die bei einer Indonesien Rundreise zu beachten sind. Auch die Jahreszeit kann eine Rolle spielen. So ist Bali unter anderem nicht so stark Malaria gefährdet wie andere Inseln, zum Beispiel Sumatra. Ob Sie eine Prophylaxe oder ein Stand-by Produkt benötigen, hängt also in erster Linie von Ihrem Reiseablauf ab. Wir empfehlen Ihnen, sich von einer der erwähnten medizinischen Instanzen darüber aufklären zu lassen.

Eine Malaria-Prophylaxe ist ein relativ schweres Mittel, man sollte sich das vorher gründlich überlegen. In jedem Fall ist es aber wichtig, risikobeschränkende Maßnahmen zu treffen: Es empfiehlt sich abends lange Kleidung zu tragen und Arme, Beine sowie die Füße zu bedecken. Ein Mückenschutzmittel mit dem Wirkstoff DEET und ein Moskitonetz sind ebenfalls gute Präventionsmaßnahmen. Die meisten unserer Bali Unterkünfte sind mit Moskitonetzen ausgestattet. Besonders in klimatisierten Hotels brauchen Sie meistens kein Mückennetz – in manchen Dschungellodges und abgelegenen Bergdörfern allerdings schon.

Sie können vor der Reise ein Mückennetz kaufen, wenn Sie möchten. Denken Sie allerdings auch daran, dass Sie etwas dabeihaben, um das Mückennetz aufzuhängen: Geeignet ist zum Beispiel eine Schnur oder benutzen Sie einfache selbstklebende Haken.

Dengue Fieber & japanische B-Encephalitis
Beides sind Krankheiten, die durch Mücken übertragen werden können. Hier können Sie also die gleichen Vorsorgemaßnahmen treffen wie bei Malaria. Weitere Informationen zur Gesundheit erhalten Sie auf verschiedenen Websites oder nehmen Sie persönlichen Kontakt mit einem medizinischen Institut oder Ihrem Arzt auf.

Gegen Dengue Fieber gibt es keinen Impfstoff, wohl aber gegen die japanische B-Encephalitis. Diese Impfung wird empfohlen, wenn Sie länger als sechs Monate nach Asien reisen wollen.

Zika Virus
Der Zika-Virus wird von Stechmücken übertragen und geht mit grippeähnlichen Symptomen sowie Hautausschlag oder Entzündungen der Augenbindehaut einher. In einigen wenigen Fällen ist bei Neugeborenen eine geistige Behinderung aufgetreten, wenn die Mutter zuvor am Zika-Virus erkrankt war. Der ursächliche Zusammenhang ist zwar nicht eindeutig bewiesen, dennoch sollten Schwangere auf nicht unbedingt nötige Reisen in die betroffenen Gebiete verzichten. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf den Seiten des Auswärtigen Amts.

Magenverstimmungen
Beschwerden in der Magengegend können ein Grund sein, dass Sie zu wenig Flüssigkeit oder Elektrolyte im Körper haben. Vergessen Sie daher nicht auch bei spannenden Aktivitäten und Besichtigungen wie zum Beispiel die Königsgräber bei Ubud auf Bali, ausreichend zu trinken und durch den Tag weg mit kleineren Speisen, Salz und Zucker zu sich zu nehmen. Außerdem ist es ratsam sich vor dem Essen und nach dem Toilettengang die Hände zu waschen. Wenn Sie einen empfindlichen Magen haben, sollten Sie Lebensmittel wie Rohkost, Milch- und Eierspeisen sowie Getränke mit Eiswürfeln meiden.

Reiseübelkeit
Eine Übelkeit kann bei langen Transfers wie beispielsweise auf Sumatra und Java oder aber auch auf kürzeren, kurvenreichen Strecken, wie auf Bali, auftreten. Versuchen Sie vorne aus dem Auto heraus zu schauen und fokussieren Sie einen Punkt in der Ferne. Ratsam ist es außerdem Kaugummis oder Tabletten gegen Übelkeit dabei zu haben. Wenn Sie sensibel sind, sollten Sie auch prophylaktisch eine Tablette nehmen bevor Sie mit dem Boot von Bali zu den Gili Inseln oder Nusa Lembongan übersetzen. Ein Vorteil von Tabletten gegen Reiseübelkeit ist, dass man müde wird und so einem die langen Transfers nicht mehr so lange vorkommen, wenn man währenddessen schläft.

JETLAG

Jetlag bei Ankunft in Indonesien

Jetlag ist das Durcheinanderbringen Ihrer „biologischen Uhr“, unter anderem des Schlaf-Wach-Rhythmus, welches durch den Flug über mehrere Zeitzonen entsteht. Aus diesem Grund ist der Jetlag bei Bali oder Indonesien Reisen oftmals stärker als bei näheren Zielen. Die ersten Tage nach dem Flug muss sich der Körper an den neuen Rhythmus gewöhnen und Sie können sich dadurch müde oder schlapp fühlen.

Tipps gegen Jetlag

Wir haben Ihnen einige Tipps zusammengestellt, wie Sie den Jetlag möglichst geringhalten und sich während des Fluges entspannen können, sodass Sie Ihre Indonesien Rundreise entspannt beginnen können:

  • Ziehen Sie sich im Flugzeug bequeme Kleidung an (luftig, locker und leicht).
  • Die Temperatur in den Flugzeugen wird recht stark heruntergekühlt, so dass Sie, wenn Ihnen schnell kalt wird, am besten einen Pullover mit ins Handgepäck nehmen sollten.
  • Sinnvolle Dinge für Ihr Handgepäck sind ebenfalls ein kleines Kissen, eine Schlafmaske und eine Zahnbürste/Zahnpasta. Häufig stellen auch viele Airlines für Nachtflüge diese Utensilien in einem Paket zur Verfügung.
  • Nehmen Sie zudem Ihre Kopfhörer, Musik und ein schönes Buch mit in Ihr Handgepäck. Damit können Sie sich entspannen und von anderen Gästen ablenken.
  • Stehen Sie ab und zu auf und gehen Sie ein paar Schritte durch das Flugzeug. Das hilft gegen Thrombose und ist gut für Ihren Kreislauf. Empfehlenswert sind auch leichte Dehnübungen.
  • Nehmen Sie während des langen Fluges genügend Flüssigkeit zu sich. Ebenfalls sollten Sie versuchen auf Alkohol zu verzichten.
GESUNDHEITSMAßNAHMEN

Gesundheitsmaßnahmen nach der Reise

Sollten Sie nach Ihrer Rückkehr (und das kann noch Monate später sein) Fieber, Magen- bzw. Darmschmerzen o.ä. bekommen, welche Sie nicht in Verbindungen mit einer bestimmten Ursache bringen können, dann nehmen Sie mit Ihrem Hausarzt Kontakt auf und melden Sie, wie lange und wo Sie in Indonesien waren und was Sie dort getan haben. Wenn Sie viel Kontakt mit der dortigen Bevölkerung hatten, ist es vernünftig einen Tbc-Test machen zu lassen.

INFOS

Informative Webseiten

Grundsätzlich ist es natürlich besser, wenn Sie Ihre Vorsorge und Impfungen rechtzeitig im Vorfeld regeln können. Nachfolgend finden Sie einige Einrichtungen und Anlaufstellen, um sich kompetent beraten zu lassen und sich zu informieren: