Marokko Gesundheit

Medizinische Versorgung in Marokko

MEDIZINISCHE VERSORGUNG

Informationen zur Gesundheitsvorsorge

erlebe-marokko ist bemüht, die Aktualität und Korrektheit der folgenden Informationen zu gewährleisten. Wir raten Ihnen jedoch immer auch selbst Kontakt mit einer medizinischen Stelle aufzunehmen, um sich kompetent und aktuell zu Gesundheitsfragen beraten zu lassen.

Während einer Marokko Reise ist das Risiko zu erkranken nicht viel größer als in Deutschland. Die Gesundheitsfürsorge ist in den Städten einigermaßen gut ausgebaut. Auf einer (langen) Reise nehmen Ihre Abwehrkräfte oft ab und es ist auch weniger hygienisch, als Sie es zu Hause gewöhnt sind. In den Großstädten finden Sie hervorragend ausgestattete Krankenhäuser und Ärzte. Auf dem Lande hingegen kann dies ein wenig anders sein.

Wir empfehlen Ihnen vor Antritt Ihrer Marokko Rundreise eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen, die einen Rücktransport im Notfall mit einschließt. Informieren Sie sich vor einer Reise nach Marokko am besten auch bei einer tropenmedizinischen Beratungsstelle oder einem Tropen- bzw. Reisemediziner.

Vorbereitungen für die Reise

Sie können auch selbst ein Erste-Hilfe-Paket für Ihre Marokkoreise zusammenstellen. Empfehlenswert sind Medikamente gegen Durchfall, Schmerzen und Fieber. Auch sollten Sie Pflaster, Verbandstoff sowie Wunddesinfektion mitnehmen. So sind Sie im Falle kleinerer Notfälle am besten versorgt.
Wenn Sie regelmäßig Medikamente nehmen, nehmen Sie den Beipackzettel mit, so dass kein Zweifel aufkommt, dass es sich hier nicht um Drogen handelt. Sorgen Sie auch dafür, einen extra Vorrat mitzunehmen, sodass Sie nicht verzweifelt in den Apotheken vor Ort nach einem passenden Mittel suchen müssen wenn Sie etwas verlieren.
Tragen Sie eine Brille oder Kontaktlinsen, dann nehmen Sie die Spezifizierung Ihres Optikers mit oder eine extra Brille bzw. Kontaktlinsen.

Gesundheit nach der Heimkehr

Wenn Sie nach Ihrer Rückkehr (und das kann unter Umständen Monate später sein), Fieber, Magen- bzw. Darmbeschwerden oder weitere Beschwerden, die Sie nicht mit einer bestimmten Ursache in Verbindung bringen können: Nehmen Sie Kontakt mit Ihrem Hausarzt auf und melden Sie, wie lange und wo Sie in Marokko waren und was Sie dort unternommen haben. Wenn Sie viel Kontakt mit der lokalen Bevölkerung hatten, ist es vernünftig, einen Tbc-Test machen zu lassen.

IMPFUNGEN

Impfungen für Marokko

Für eine Reise nach Marokko sind keine Impfungen zwingend erforderlich. Hepatitis A und DTP werden allerdings empfohlen. Wenn Sie öfters verreisen, sind Sie wahrscheinlich schon gegen diese Krankheiten geimpft. Nehmen Sie für aktuelle Informationen und sachkundigen Rat Kontakt mit einem Tropenzentrum oder Ihrem Hausarzt auf. Wir empfehlen Ihnen eine Kopie Ihres Impfpasses mitzunehmen.

DTP (Diphtherie, Tetanus und Pertussis): Diese werden bei Reisen außerhalb Europas beinahe überall empfohlen, der Impfschutz hält 10 Jahre.

Hepatitis A: Wenige Tage vor Abreise kann mit aktiven Impfstoffen ein ausreichender Schutz aufgebaut werden. Nach 6-12 Monaten sollte die Impfung wiederholt werden, um einen mehrjährigen Impfschutz sicherzustellen.

REISEKRANKHEITEN

Reisekrankheiten in Marokko

Neben der Beachtung der für Ihre Situation passenden Impfungen und der Fürsorge, dass Sie vor Ihrer Reise so gesund wie möglich sind, ist es natürlich wichtig zu verhindern, dass Sie während der Marokko Reise krank werden. Seien Sie vor Ort sehr aufmerksam: Wenn Sie nicht sicher sind, was Sie haben, suchen Sie vor Ort den Rat eines Arztes auf. Bei Sprachproblemen können Sie sich an unsere lokalen Partner wenden.

Auf der Seite haben wir ein paar nützliche Informationen zu Reisekrankheiten zusammengetragen.

Malaria/Mücken

Marokko ist kein Malariagebiet. Eine medikamentöse Prophylaxe ist nicht notwendig. In der Zeit zwischen Mai bis Oktober gibt es allerdings viele Mücken vereinzelt in eher ländlichen Gegenden um Chefchaouen im Norden Marokkos. Allerdings wurde das letzte Mal im Jahre 2005 vom Vorkommen einer Malariaerkrankung berichtet.

Man kann sich selbst gegen Mücken gut schützen. In den Abendstunden schützen vor Mückenstichen Kleidung mit langen Hosenbeinen und Ärmeln, ebenso wie Socken. Schutz bieten auch Anti-Mücken Sprays, Cremes und Lotionen. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass ein Präparat mit DEET gekauft wird.

Hautversorgung

Nehmen Sie kleine Wunden ernst. Beobachten Sie diese und desinfizieren Sie sie und kleben Sie tagsüber eventuell ein Pflaster drauf. Kratzen Sie Mückenstiche nicht auf. Vorbeugung und Schutz vor Moskito-Stichen ist der beste Schutz!
Tragen Sie keine grell gefärbte oder schwarze Kleidung und kein starkes Parfüm, Deo oder Aftershave, um stechende Mücken auf Distanz zu halten. Wenn Sie schnell Hautirritationen bekommen ist es am besten, Kleidung aus Baumwolle oder Leinen zu tragen, darin schwitzen Sie nicht so schnell. Sie können sich eventuell nach der morgendlichen Reinigung einpudern, um Ausschlag zu vermeiden (prickly heat).
Schützen Sie Ihre unbedeckte Haut immer mit einer Sonnencreme mit hohem Sonnenschutzfaktor.
Waschen oder desinfizieren Sie Ihre Hände nach dem Toilettenbesuch.

Sonnenstich

Vermeiden Sie einen Sonnenstich, indem Sie einen Hut o.ä. und eventuell eine Sonnenbrille während der Marokko Rundreise tragen. Sorgen Sie dafür, dass Sie immer eine Flasche Wasser mithaben, vor allem, wenn Sie in die Natur gehen und nicht schnell Trinkwasser zur Hand haben. Vermuten Sie einen Sonnenstich (bekommen Sie Schwindelgefühle oder Kopfschmerzen): Trinken Sie etwas, setzen Sie sich in den Schatten und bleiben Sie (wenn möglich) dort.

Diarrhö (Durchfallerkrankungen)

Veränderung des Rhythmus, Klima und Nahrung können Ihre Verdauung durcheinander bringen. Solange diese Erscheinung ohne weitere Nebenwirkungen auftritt, gönnen Sie sich am besten ein wenig Ruhe und sorgen Sie dafür, dass Sie genug trinken.

Wenn Sie reisen müssen, können Sie auch Loperamide einnehmen. Dieses Mittel legt die Peristaltik (natürliche Bewegung der Därme) lahm, sodass es scheint, als wenn die Diarrhö vorbei ist. Gebrauchen Sie es aber nur, wenn Sie nicht häufig zur Toilette gehen können, also z.B. wenn Sie reisen müssen. Sollte die Diarrhö länger als zwei Tage anhalten, oder Nebenerscheinungen wie Fieber, Blut im Stuhlgang oder andere Dinge auftreten, nehmen Sie Kontakt auf mit einem Arzt.

Vorsorge gegen Diarrhö

Trinken Sie nur Wasser aus versiegelten Flaschen oder Dosen, oder Getränke, die aus gekochtem Wasser zubereitet wurden, wie Tee oder Kaffee. Eiswürfel sind am vertrauenswürdigsten, wenn es runde Kugeln mit Löchern in der Mitte sind. Fruchtsaft ist nur sicher, wenn kein Wasser zugefügt wurde. Nahrung, vor allem Fleisch und Fisch, muss gründlich gekocht oder durchgebacken sein. Von westlichen Salaten, die in Salad-Bars oder teuren Hotels gebräuchlich sind, ist im Allgemeinen abzuraten. Gegen alle Erwartung ist es im Allgemeinen sicher, in Straßenläden zu essen. Essen Sie hauptsächlich dort, wo viel Betrieb ist: die Umlaufgeschwindigkeit, mit der das Essen zubereitet und gegessen wird, ist dann hoch, was der Hygiene zu Gute kommt. Auch Restaurants bei denen Sie gut sehen können, dass es sauber ist, sind anzuraten. Was die Straßenläden betrifft, ist es klug, später am Tag kein Fleisch mehr zu essen, das hat dann manchmal den ganzen Tag ungekühlt gelegen.

INFOS

Informative Webseiten

Institut für Tropenmedizin Berlin, www.tropeninstitut.charite.de
Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, www.bni.uni-hamburg.de
Abt. Infektions- und Tropenmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität München, www.tropinst.med.uni-muenchen.de
Den reisemedizinischen Infoservice mit viele Ratschlägen und Tipps finden Sie unter www.fit-for-travel.de