Vietnam Gesundheit

Medizinische Versorgung in Vietnam

MEDIZINISCHE VERSORGUNG

Informationen zur Gesundheitsvorsorge

erlebe Vietnam ist bemüht, die Aktualität und Korrektheit der folgenden Informationen zu gewährleisten. Wir raten Ihnen jedoch immer auch selbst Kontakt mit einer medizinischen Stelle aufzunehmen, um sich kompetent und aktuell zu Gesundheitsfragen beraten zu lassen.

Vietnam ist ein tropisches Land und daher ist das Risiko während einer Vietnam Reise zu erkranken höher als Zuhause in Europa. Das feuchtwarme Klima Vietnams ist ein guter Nährboden für Krankheitserreger, die unserem westlichen Organismus fremd sind. Obwohl das Risiko, krank zu werden, nicht übertrieben werden darf und sicherlich nicht Ihrer Reiselust im Weg stehen sollte, empfehlen wir Ihnen, sich gut vorzubereiten und auch vor Ort bewusst mit den Gesundheitsrisiken umzugehen.

Grundsätzlich ist Vietnams medizinische Versorgung gut. In den Großstädten Saigon, Da Nang und Hanoi finden Sie zahlreiche Kliniken mit internationalem Standard. Wir empfehlen Ihnen dennoch Privatkliniken aufzusuchen, die sich auf westliche Kunden spezialisiert haben. Im Internet finden Sie entsprechende Listen. Natürlich können Sie auch unsere Partneragentur vor Ort um Rat fragen. In Kliniken bezahlen Sie sofort in Bar oder mit der Kreditkarte (Visa, Master Card). Es empfiehlt sich vorab mit Ihrer Auslandskrankenversicherung zu sprechen. Gerne bieten wir Ihnen eine geeignete Versicherung für unsere Reisen direkt mit an.

Im Folgenden erhalten Sie einige Vorsorgemaßnahmen, die Sie vor Ihrer Vietnam Rundreise, während der Reise sowie nach Ihrem Urlaub in Bezug auf Ihre Gesundheit beachten sollten.

Hautversorgung

Nehmen Sie auch kleine Wunden in den Tropen ernst. Beobachten Sie diese und desinfizieren Sie sie mit Jod Salbe. Kleben Sie tagsüber eventuell ein Pflaster auf die Wunde. Schützen Sie Ihre unbedeckte Haut immer mit einer Sonnencreme mit hohem Sonnenschutzfaktor. Auch in der Regenzeit ist die Sonne viel stärker als in der Heimat. Schnorcheln mit einem T-Shirt und einer kurzen Hose ist zu empfehlen. Auch wenn es bewölkt ist, sollten Sie auf ausreichend Schutz achten.
Tragen Sie kein starkes Parfüm, Deo oder Aftershave, um stechende Mücken auf Distanz zu halten. Wenn Sie schnell Hautirritationen bekommen ist es am besten, Kleidung aus Baumwolle oder Leinen zu tragen, darin schwitzen Sie nicht so schnell.
Kontrollieren Sie morgens und abends Ihren Körper auf Zecken, vor allem in den Kniekehlen und an der Innenseite der Oberschenkel. Sollten Sie eine finden, ziehen Sie das Tier nicht einfach heraus, sondern benutzen am besten eine Zeckenpinzette (in allen Apotheken erhältlich) oder gehen Sie vor Ort zu einem Arzt. Sollten Sie nach dem Besuch eines Waldgebiets eine kreisförmige Rötung bekommen, gehen Sie bitte sofort zu einem Arzt.

Sonnenstich

Vermeiden Sie einen Sonnenstich oder schlimmer sogar einen Hitzschlag, indem Sie einen Hut o.ä. und eventuell eine Sonnenbrille tragen und sich ausreichend im Schatten aufzuhalten. Sorgen Sie dafür, dass Sie immer eine Flasche Wasser dabeihaben, vor allem, wenn Sie in die Natur gehen und nicht schnell Trinkwasser zur Hand haben. Vermuten Sie einen Sonnenstich (bekommen Sie Schwindelgefühle oder Kopfschmerzen): Trinken Sie etwas, setzen Sie sich in den Schatten und bleiben Sie (wenn möglich) dort. Unterschätzen Sie die Kraft der Sonne nicht.

Gesundheitsmaßnahmen vor Abreise

Nehmen Sie vor der Vietnam Reise Kontakt mit einer medizinischen Instanz wie z.B. Ihrem Hausarzt, Apotheker bzw. dem Tropeninstitut auf. Eine Last-minute-Reise nach Vietnam ist für einen gesunden Menschen dennoch unproblematisch. Wir empfehlen Ihnen eine Kopie Ihres Impfpasses mitzunehmen.

Gesundheit nach der Heimkehr

Wenn Sie nach Ihrer Rückkehr (und das kann unter Umständen Monate später sein), Fieber, Magen- bzw. Darmbeschwerden oder weitere Beschwerden, die Sie nicht mit einer bestimmten Ursache in Verbindung bringen können: Nehmen Sie Kontakt mit Ihrem Hausarzt auf und melden Sie, wie lange und wo Sie in Vietnam waren und was Sie dort unternommen haben. Wenn Sie viel Kontakt mit der lokalen Bevölkerung hatten, ist es vernünftig, einen Tbc-Test machen zu lassen.

IMPFUNGEN

Impfungen für Vietnam

Nehmen Sie vor der Reise Kontakte mit einer medizinischen Instanz wie zum Beispiel Ihrem Hausarzt, Apotheker oder dem Tropeninstitut auf. Eine Last-Minute-Reise nach Vietnam ist für einen gesunden Menschen unproblematisch. Wir empfehlen Ihnen eine Kopie Ihres Impfpasses mitzunehmen, falls Sie einen besitzen.

Welche Impfungen werden empfohlen?

Impfungen gegen DTP (Difterie, Tetanus und Polio, ca. 10 Jahre gültig) und Hepatitis A und B werden empfohlen. Die meisten Menschen haben in der Jugendzeit schon eine DTP-Impfung erhalten. Nach einer Wiederholungsimpfung sind Sie wieder eine Zeit lang geschützt.

Die übliche Hepatitis A Impfung hat eine begrenzte Wirkungsdauer, darum muss sie kurz vor der Reise verabreicht werden. Wenn Sie häufiger oder für längere Zeit in Länder reisen, in denen Hepatitis A vorkommt, können Sie überlegen, ob Sie Langzeitimpfungen nehmen sollten, wie zum Beispiel Havrix.

Die Bauchtyphus-Impfung wird auch oft empfohlen, außer wenn Sie weniger als zwei Wochen nach Vietnam reisen. Eine Impfung gegen Gelbfieber wird nur empfohlen, wenn Sie vor Ihrer Vietnamreise in einem Gelbfieber-Infektionsgebiet waren.

REISEKRANKHEITEN

Reisekrankheiten in Vietnam

Jetlag

Aufgrund der großen Zeitverschiebung bei einer Vietnam Rundreise, je nach unserer Sommer- und Winterzeit zwischen 5 und 6 Stunden, benötigt der Körper etwas Zeit um sich auf die Veränderung einzustellen. Je nachdem zu welcher Uhrzeit Sie in Vietnam ankommen, versuchen Sie direkt in den richtigen Rhythmus zu kommen. Halten Sie bis abends durch und gehen Sie dann ganz normal schlafen. Das mag anstrengend sein, dafür werden Sie sich jedoch schnell in die neue Zeitzone einfinden können. Sie können auch schon vorher überlegen, was Sie in der Stadt, in der Sie ankommen, unbedingt bei Ihrer Vietnam Reise sehen möchten. Ihre Neugier auf das neue Land und das Unbekannte wird Sie dann bestimmt wachhalten und abends können Sie dann müde, aber glücklich in Ihrer ersten Unterkunft ins Bett fallen.

Diarrhö (Durchfallerkrankung)

Veränderung des Rhythmus, Klima und Nahrung (vor allem scharfes Essen) können Ihre Verdauung durcheinanderbringen. Solange diese Erscheinung ohne weitere Nebenwirkungen auftritt, gönnen Sie sich am besten ein wenig Ruhe und sorgen Sie dafür, dass Sie genug trinken. Wenn Sie reisen müssen, können Sie auch Loperamide einnehmen. Dieses Mittel legt die Peristaltik (natürliche Bewegung der Därme) lahm, sodass es scheint, als wenn die Diarrhö vorbei ist. Gebrauchen Sie es aber nur, wenn Sie nicht häufig zur Toilette gehen können. Sollte die Diarrhö länger als zwei Tage anhalten, oder Nebenerscheinungen wie Fieber, Blut im Stuhlgang oder andere Dinge auftreten, nehmen Sie Kontakt mit einem Arzt auf.

Vorsorge gegen Diarrhö

Eine Vorsorge gegen Diarrhö ist wichtig, um Ihrer Gesundheit vorzubeugen: Trinken Sie nur Wasser aus abgeschlossenen/versiegelten Flaschen oder Dosen, oder Getränke, die aus gekochtem Wasser zubereitet wurden, wie Tee oder Kaffee. Eiswürfel sind am vertrauenswürdigsten, wenn es runde Kugeln mit Löchern in der Mitte sind. Fruchtsaft ist nur sicher, wenn kein Wasser zugefügt wurde.
Nahrung, vor allem Fleisch und Fisch sollte gründlich gekocht oder gebraten sein. Von westlichen Salaten, die man in Salad-Bars oder teuren Hotels bekommt, ist im Allgemeinen abzuraten.

Es im Allgemeinen sicher, in Straßenläden zu essen. Generell ist in Vietnam die landestypische Küche meistens sicherer als die westliche.  Essen Sie aber hauptsächlich dort, wo viel Betrieb ist: die Umlaufgeschwindigkeit, mit der das Essen zubereitet und gegessen wird, ist dann hoch, was der Hygiene zu Gute kommt. Auch Restaurants, bei denen Sie gut sehen können, dass es sauber ist, sind ratsam. Was die Straßenläden betrifft, ist es klug, später am Tag kein Fleisch mehr zu essen, das hat dann manchmal den ganzen Tag ungekühlt gelegen.

Malaria

Malaria kann das ganze Jahr über in Vietnam vorkommen. Das gesamte Küstengebiet und die flachen Deltagebiete (Rote Fluss und Mekong Deltas) sind so gut wie malariafrei, außer dem südlichsten Punkt des Mekong Deltas südlich von Ca Mau. Alle Provinzhauptstädte außer Kon Tum sind ebenfalls malariafrei. Ob Sie eine Prophylaxe nötig haben, hängt von Ihrer Reiseroute ab. Für viele der erlebe-vietnam Reisen ist keine Prophylaxe nötig. Dennoch empfehlen wir Ihnen, sich immer bei einer der genannten medizinischen Instanzen beraten zu lassen. In Deutschland wird meist Lariam als medikamentöse Prophylaxe empfohlen. Es ist allerdings ein recht schweres Mittel und sollte bei Einnahme in jedem Fall auf Alkohol verzichten.

Prophylaxe oder nicht, es ist immer wichtig, vorbeugende Malariaschutzmaßnahmen zu unternehmen. Maßnahmen sind u.a.: abends die Arme, Beine und Füße bedecken, sich mit einem Antimückenmittel eincremen, in dem DEET enthalten ist und ein Mückennetz benutzen. Ist keine Klimaanlage vorhanden finden Sie immer Moskitonetze in Ihrem Zimmer.

Denguefieber und Japan-B-Encephalitis

Da beide Krankheiten durch Mücken übertragen werden, können Sie dieselben Vorsorgemaßnahmen genau wie bei Malaria treffen. Gegen Denguefieber gibt es keinen Impfstoff, wohl aber gegen die Japan-B-Encephalitis. Diese Impfung wird nur empfohlen, wenn Sie länger als 6 Monate nach Asien reisen.

LEBENSMITTEL

Lebensmittel in Vietnam

Regeln für den Umgang

Damit Sie das vielfältige Angebot der vietnamesischen Küche von Phô Gà, Bún Chà bis Phò Chiên genießen können, gilt es ein paar Regeln zu beachten.  Achten Sie darauf, dass Sie während Ihrer Vietnam Reise nur frisch zubereitete Speisen zu sich nehmen, Früchte schälen und Gemüse gekocht essen. Zudem sollten Sie Salat und nicht durchgebratenes Fleisch meiden. Hier gilt für Straßenstände: dort wo viele essen, ist der Absatz hoch und die Zutaten dementsprechend frisch.

Bei Getränken achten Sie darauf, dass Sie aus frisch geöffneten Plastikflaschen stammen. Aus dem Kran zu trinken ist nicht empfehlenswert. Natürlich können Sie dennoch Ihre Zähne mit Leitungswasser putzen. Auf Märkten können Sie unbedenklich Gemüse oder Obst einkaufen. Rohes Fleisch sollten Sie auf der Straße nicht kaufen.

Unser Tipp: Bestellen Sie in Restaurants und Bars Ihre Getränke ohne Eiswürfel. Diese bestehen häufig aus Leitungswasser, das Bakterien beinhalten kann, die europäischen Mägen nicht vertragen.

Informative Webseiten

Institut für Tropenmedizin Berlin, www.tropeninstitut.charite.de
Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, www.bni.uni-hamburg.de
Abt. Infektions- und Tropenmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität München, www.tropinst.med.uni-muenchen.de
Den reisemedizinischen Infoservice mit viele Ratschlägen und Tipps finden Sie unter www.fit-for-travel.de