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Elefant

Biodiversität & Tierwohl im Tourismus

Reiseerlebnisse mit gutem Gewissen

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Biodiversität bewahren – für die Welt, die wir bereisen

Wir reisen, um fremde Kulturen kennenzulernen – aber auch, um atemberaubende Landschaften, faszinierende Tierwelten und unberührte Natur zu erleben. Ob das Rascheln im Regenwald, das Singen seltener Vögel oder das erste Mal, wenn man einem wilden Tier in freier Natur begegnet – all das sind Erlebnisse, die unsere Reisen einzigartig machen. Doch diese Erlebnisse sind keine Selbstverständlichkeit.

Ohne die Vielfalt an Tieren, Pflanzen und Ökosystemen verliert nicht nur der Tourismus an Wert – auch zukünftige Generationen verlieren die Möglichkeit, die Wunder unserer Erde zu entdecken.

Was ist Biodiversität – und warum ist sie bedroht?

Biodiversität beschreibt die Vielfalt des Lebens auf der Erde: von Mikroorganismen über Pflanzen und Tiere bis hin zu komplexen Lebensräumen wie Korallenriffen oder Regenwäldern. Diese Vielfalt ist eng mit unserem eigenen Wohlergehen verknüpft – sie sichert Nahrung, sauberes Wasser, Klimastabilität und Lebensqualität.

Doch durch menschliches Handeln schrumpft die Artenvielfalt dramatisch: Lebensräume verschwinden, Wildtiere werden für Tourismus-Attraktionen missbraucht, Umweltverschmutzung zerstört ganze Ökosysteme. Der Tourismus kann Teil des Problems sein – oder einen Beitrag zum Schutz leisten.

 

Reisen kann inspirieren, verbinden – und schützen.

Gemeinsam mit Ihnen möchten wir dazu beitragen, dass die Natur, die uns inspiriert

und berührt, auch morgen noch lebendig ist – für uns und alle, die nach uns reisen.

 

Straße von oben

Unsere Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität

Wir bei erlebe sind überzeugt, dass der Tourismus Verantwortung für den Erhalt der Biodiversität trägt.Deshalb setzen wir auf:

Kleingruppenreisen: Sie reisen mit uns ganz individuell und in der Regel ohne eine feste Reisegruppe. Unsere Aktivitäten und Ausflüge finden oftmals mit 6 bis 16 Gästen statt. Bei Aktivitäten in sensiblen Naturgebieten berücksichtigen wir zusätzlich die vor Ort geltenden Gruppengrenzen und Vorgaben.

Reiseziele abseits des Massentourismus: Wir beziehen auch weniger stark besuchte Orte in unsere Reisen ein.

Einheimische Guides: Bei vielen Naturaktivitäten arbeiten unsere Partneragenturen mit lokalen Guides, die ihre Kenntnisse über die Natur vermitteln und Gäste für respektvolles Verhalten sensibilisieren.

Naturnahe Unterkünfte: Einige unserer Partnerbetriebe setzen beispielsweise auf lokale Materialien oder beteiligen sich an regionalen Umweltschutzinitiativen. Welche konkreten Merkmale eine Unterkunft auszeichnen, weisen wir bei den jeweiligen Reiseleistungen aus.

Kooperation mit Wilderness International: Mit jeder gebuchten Reise finanzieren wir über das Projekt Wilderness International den Schutz von 2 m² Waldfläche in Kanada und Peru.. Die Unterstützung dieses Projekts gleicht die Treibhausgasemissionen der Reise nicht aus.

✓ Spendenprojekte: Sie können bei Ihrer Buchung freiwillig einen Beitrag von 12 Euro für ein ausgewähltes Spendenprojekt leisten. In Costa Rica wird der Beitrag beispielsweise an das Projekt „Proyecto Corales“ weitergeleitet, das sich mit der Wiederherstellung und dem Schutz von Korallenriffen beschäftigt.

Was Sie selbst tun können

Bei der Reiseplanung und während Ihrer Reise können Sie auf verschiedene Aspekte achten:

Fernreisen ab zwei Wochen: Bei Fernreisen empfehlen wir eine Aufenthaltsdauer von mindestens zwei Wochen. Die Emissionen des Hin- und Rückflugs werden dadurch nicht reduziert, stehen aber in einem anderen Verhältnis zur Aufenthaltsdauer

Zug zum Flug statt Inlandsflug: Wo es möglich ist, empfehlen wir die Anreise mit der Bahn zum deutschen Abflughafen und den Verzicht auf einen innerdeutschen Anschlussflug.

Plastik vermeiden: Nutzen Sie Mehrwegprodukte und verzichten Sie nach Möglichkeit auf Einwegverpackungen. Nehmen Sie Abfälle wieder mit, wenn vor Ort keine geeignete Entsorgungsmöglichkeit vorhanden ist.

Regionale Anbieter berücksichtigen: Buchen Sie nach Möglichkeit bei örtlichen Unternehmen. Dadurch kann ein größerer Teil Ihrer Zahlung direkt an Anbieter im Reiseland fließen.

Folgen Sie den ausgewiesenen Wegen: Vermeiden Sie das Stören von Tieren und Pflanzen und lassen Sie nichts außer Ihren eigenen Fußspuren zurück.

Zugreise ins Humahuaca-Tal

Reiseerlebnisse mit Tieren

Wer ein Land wirklich kennen lernen möchte, interessiert sich in der Regel nicht nur für die schönen Landschaften und die exotischen Kulturen, sondern möchte auch die Tierwelt möglichst aus nächster Nähe erleben.
Eine Löwenherde, die im Schatten döst, Delphine, die vor Ihrem Boot in den Wellen spielen, ein entspannter Ausritt am Strand, oder in einer Auffangstation zusehen, wie verwaiste Tier-Babies wieder fit fürs Leben in der Freiheit gemacht werden – das alles sind Erlebnisse mit Tieren, die wir Ihnen auf Reisen ermöglichen möchten.

Elefantenreiten, Delfinschwimmen oder Spaziergänge mit Wildtieren – solche Erlebnisse wirken harmlos, bedeuten aber oft Leid und Stress für die Tiere. Bei Wildtieren vermeiden wir Angebote, bei denen direkter Kontakt, Fütterungen, Vorführungen oder erzwungene Interaktionen Bestandteil des Programms sind.

Wichtig ist uns bei erlebe, dass diese Erlebnisse im Einklang mit unseren Vorstellungen von Tierschutz sind.

Tiere auf Reisen: unsere Grundsätze

Bei der Auswahl unserer Angebote orientieren wir uns an international anerkannten Tierschutzprinzipien. Besonders wichtig: kein Zwang zu unnatürlichem Verhalten, keine Fixierung auf Unterhaltung und kein direkter Kontakt mit bedrohten Wildtieren.

Unsere Tierbeobachtungen finden in freier Natur statt – mit qualifizierten Guides, angemessenem Abstand und viel Respekt. Ob Whale Watching, Vogelbeobachtung oder Safari: Die Tiere stehen im Mittelpunkt – Wir achten auf Anbieter, , die die vorgeschriebenen Abstände einhalten und Störungen des natürlichen Verhaltens möglichst vermeiden.

Wir unterstützen den Besuch von Sanctuaries oder Auffangstationen, die transparent über mögliche Auswilderungen und Zuchtprogramme informieren.  Wir achten darauf, dass kein direkter Kontakt mit den Tieren erlaubt ist, keine Shows stattfinden und sich die Tiere frei bewegen und zurückziehen können. Seriöse Einrichtungen setzen auf Aufklärung statt Unterhaltung, verzichten auf Zucht und arbeiten transparent – mit dem Ziel, Tieren dauerhaft Schutz und Ruhe zu bieten.

Für Angebote mit Reit- oder Lasttieren geben wir unseren Partnern klare Anforderungen vor: Die Tiere müssen ausreichend Platz, Futter, Wasser und Ruhezeiten sowie – entsprechend ihrer Tierart – Sozialkontakte erhalten. Sie dürfen nur eingesetzt werden, wenn ihr Gesundheits- und Pflegezustand dies zulässt und die verwendete Ausrüstung passend und gut sitzend ist.

Wir unterstützen keine Tiershows, bei denen Tiere zu unnatürlichem Verhalten gezwungen werden (wie Delfinarien), nicht artgerechte Zoo-Tierhaltung und die kommerzielle Nutzung von Wildtieren für Fotos mit Reisenden.

Wir raten davon ab, auf Reisen Gerichte aus geschützten, bedrohten oder illegal gehandelten Tierarten (z. B. Wal, Hai, Froschschenkel, Zebra) zu probieren. Auch wenn sie oft als lokale Spezialität beworben werden, steht dahinter nicht selten Tierleid – oder der Verzehr geschützter Arten

Woran Sie tierfreundliche Aktivitäten erkennen

Tiere leben in ihrer natürlichen Umgebung

Es wird ausreichend Abstand gehalten

Kein Füttern, Streicheln oder Mitnehmen von Tieren

Kleine Gruppen statt Massentourismus

Anbieter respektieren Rückzugsräume der Tiere

Kein Zwang zu Show- oder Kunststückverhalten

Positive Bewertungen auf Tierschutzportalen oder durch seriöse Organisationen (z. B. WWF, Pro Wildlife)

Elefanten trinken am Wasserloch in Namibia
Nashörner im Damaraland

Beispiele für Reiseerlebnisse mit Tieren, die wir nach unseren Kriterien ausgewählt haben:

Australien – Bonorong Wildlife Sanctuary in Tasmanien

Portugal – Kutschfahrt mit Garrano Pferden – gut gepflegte Tiere, Artenschutz einer seltenen Rasse

Island – Walbeobachtung in Húsavík

Kanada – Eisbären in natürlicher Umgebung beobachten bei Churchill

Thailand – Wildlife Friends Foundation bei Hua Hin

Ecuador – Tierbeobachtungen auf den Galapagos Inseln

Costa Rica – Tierbeobachtungen und Übernachtung mitten im Dschungel bei Boca Tapada

Namibia – Spitzmaulnashörner beim Damaraland Rhinotracking

Eine Bitte...

Wir von erlebe arbeiten mit lokalen Partneragenturen zusammen. Regelmäßig verschaffen wir uns auch selbst auf eigenen Reisen einen Eindruck.

Es gibt leider keine internationalen Zertifikate oder Prüfstellen, die den Schutz der Biodiversität oder Tierschutz im Ausland wirklich sicherstellen und prüfen.

Deshalb haben wir schon vor einiger Zeit selbst damit begonnen, unsere lokalen Tourangebote mit Tieren zu überprüfen und dafür eigene Kriterien festgelegt. Nichtsdestotrotz befinden wir uns am Anfang eines umfangreichen Prozesses, der uns noch viele Jahre begleiten wird, und in dem wir unsere Kriterien und Angebote regelmäßig weiterentwickeln.

Sollten Sie auf Ihrer erlebe-Reise einen Ausflug gemacht haben, von dem sie denken, dass er unserem Standard nicht gerecht wird, wenden Sie sich bitte an Ihren Reisespezialisten. Wir sind auf Ihre Mithilfe angewiesen.

Weitere Empfehlungen für nachhaltiges Verhalten auf Reisen finden Sie in unseren Verhaltensregeln.