Reisen in Italien

Informationen zu den Verkehrsbedingungen in Italien

REISEN IN ITALIEN

Reisen in und nach Italien

Italien: Verkehr, Parken und Straßennetz

Zu Beginn Ihrer Reise müssen Sie sich vielleicht ein wenig an das Fahrverhalten der Italiener und den in Italien üblichen Verkehr gewöhnen. Sie fahren ‘sportlich’ und hupen gerne, der Blinker wird vorwiegend für das Überholen verwendet. Aber wer in Deutschland Auto fahren kann, kann das auch in Italien. Die Hauptstraßen sind gut asphaltiert und die Ausschilderung ist meist vorhanden.

Alles zum Verkehr in Italien, zu den Parkmöglichkeiten, zur Maut und zum italienischen Straßennetz finden Sie auf dieser Seite.

Parken

Die Straßenränder sind farblich markiert und weisen die Parksituation aus. Straßen mit schwarz-gelben und gelb markierten Bordsteinen bedeuten Parkverbot. Blaue Markierungen bedeuten Parken gegen Gebühr und weiße Markierungen sind kostenfrei.

Straßennetz

Die Hauptstraßen zwischen den Ortschaften sind alle asphaltiert und gut zu befahren. In ländlichen Regionen und den etwas abgelegenen Gebieten sind auch weniger gute Wege zu finden. Wenn Sie zu den Agriturismi fahren, dann führt häufig ein Schotterweg zu den Gebäuden. Generell ist das Netz ausgebaut und gut zu befahren.

Auf den meisten autostrada – den Autobahnen – muss eine Maut bezahlt werden. Sie bezahlen diese mit der Kreditkarte, dem Telepass oder Bargeld entweder beim Auffahren oder beim Abfahren.

Im Schnitt zahlen Sie zwischen 3 € und 10 € pro Strecke. Ein Beispiel: Von Pisa Zentrum bis Florenz Zentrum zahlen Sie derzeit 7,50 €.

Eine Übersicht der mautpflichtigen Straßen und eine Berechnung Ihrer Strecke finden Sie auf der Webseite von autostrade.it.

ZTL – Zona Traffico Limitato

In einigen Altstädten, wie in Lecce oder Florenz, ist ein großer Bereich verkehrsberuhigt. Die Einfahrten sind meist mit Videoüberwachung klar zu erkennen. Achten Sie darauf, dort nur mit Erlaubnis hinein zu fahren, da sonst sehr hohe Strafen fällig werden können. Diese Strafen werden häufig viele Wochen nach der Reise von den Behörden in Briefform nach Deutschland verschickt.

Mit dem eigenen Auto nach Italien reisen

Italien lässt sich sehr gut mit dem Auto erkunden. Nicht nur, weil es im öffentlichen Verkehr immer wieder zu Ausfällen kommt, sondern auch weil die Weingüter in der Toskana, die Fischerorte entlang der Küste und die Kulturstätte im Inland besser mit dem Auto zu erreichen sind. Vor Ort sind Sie mit dem eigenen Auto flexibel und unabhängig unterwegs und können in Ihrem ganz eigenen Tempo die Landschaft Italiens erkunden.

In unseren Bausteinen und Rundreisen ist der Mietwagen nicht enthalten – es spricht also nichts dagegen, wenn Sie mit Ihrem eigenen Auto nach Italien fahren möchten. Was Sie dabei beachten sollten und welche Möglichkeiten für Zwischenübernachtungen wir Ihnen anbieten können, erfahren Sie auf dieser Seite.

Anreise nach Italien über die Schweiz

Da die Schweiz nicht zur europäischen Union gehört, müssen einige Punkte bei der Einreise in die Schweiz beachtet werden. Es gelten Zollvorschriften und insbesondere, wenn Sie bei der Rückreise Produkte aus Italien mit nach Deutschland nehmen möchten, müssen Sie die Einfuhrmengen beachten. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite vom Auswärtigen Amt.

Wenn Sie über die Schweizer Autobahn fahren, benötigen Sie eine Vignette. Eine Jahresvignette kostet etwa 40,- Euro. Sie können diese vor Abreise im Internet bestellen. Bei der Anreise nach Italien durch die Schweiz fahren Sie durch den Gotthard Tunnel. Für diesen fallen keine weiteren Kosten an.

Anreise nach Italien über Österreich

Wenn Sie im Auto von Deutschland über Österreich nach Italien reisen, müssen Sie zwar keine Zollvorschriften beachten, eine Vignette für die Autobahn benötigen Sie dennoch. Neben einer Jahresvignette gibt es auch eine Vignette für 10 Tage oder 2 Monate. Die Kosten für die 2-Monats-Vignette belaufen sich auf etwa 25 bis 30 Euro.

Auf dem Weg nach Italien werden Sie über den Brenner Pass fahren. Hier fallen zusätzlich Mautgebühren in Höhe von etwa 9,- Euro an.

Mit dem Auto nach Italien: Übernachtungsmöglichkeiten

Die Strecke zwischen Deutschland und der Toskana, Umbrien oder Süditalien ist meist sehr lang und kann gerade in beliebten Zeiten (zum Wochenende und Ferienzeiten) schnell überfüllt sein. Dann kann die Fahrt auch doppelt so lang wie geplant dauern.

Um dies zu verhindern, machen Sie während der Anreise am besten einen Zwischenstopp am Gardasee, in Verona oder auch in Venedig. Gerne planen wir Ihnen auch eine Nacht in Mailand oder in der Emilia-Romagna ein. Lassen Sie uns wissen, wie Sie sich Ihre Anreise im eigenen Auto nach Italien vorstellen.

ÖPNV in Italien

In den großen Städten gibt es die verschiedensten Fortbewegungsmöglichkeiten: Bus, Zug und Straßenbahn, in Venedig auch kleine Boote oder große Busboote (zwischen Zentrum und Flughafen).

Die Kosten variieren je nach Nutzungsdauer und Länge. Häufig können Sie einen Tagespass oder Mehrtagespass erwerben. Bitte beachten Sie, dass es für jedes Verkehrsmittel einen eigenen Fahrkartenautomaten gibt.

Fähren

Beim Inselhüpfen auf den liparischen Inseln sind Sie mit Tragflügelbooten unterwegs. Die Aliscafi sehen im Hafen aus wie ganz normale Passagierschiffe, bis diese Fahrt aufnehmen und das Boot angehoben wird. Flügel im vorderen Rumpfbereich sind dafür verantwortlich. Im Inneren merken Sie dies erst bei Ankunft, wenn sich das Boot leicht nach vorne legt. Der Vorteil von diesen Fähren ist die Geschwindigkeit, die sie aufnehmen können. Von Milazzo bis nach Lipari benötigen Sie so etwa 1 Stunde.

LEBEN IN ITALIEN

Pranzo: Mittagsruhe in Italien

Die Spanier haben die Siesta und die Italiener das Pranzo. Zwischen 13.00 Uhr und 15.00 Uhr machen die Italiener eine Mittagspause, um ausgiebig zu essen. Viele Geschäfte und Banken sind während des Pranzo geschlossen. Besonders in den Sommermonaten ist schnell klar, wieso diese Pause so wichtig ist: Bei heißen Temperaturen und dünnen Wänden ist es überall warm. Ausgeruht und gestärkt geht es nach dieser Ruhephase wieder los.

Am Wochenende ist das Mittagessen während des Pranzo immer noch die wichtigste Mahlzeit des Tages, und “Mamma” steht dafür stundenlang in der Küche. Probieren Sie diese ungewohnte Tagesplanung ruhig einmal aus!