Nationalparks in Tansania und Kenia

Tiere in ihrem natürlichen Umfeld beobachten

NATIONALPARKS IN TANSANIA

Nationalparks in Tansania

Nationalparks im Norden Tansanias

Tansania bietet mit einer Vielzahl von Wildparks und Nationalparks eine gute Grundlage für abwechslungsreiche Safaris und einzigartige Tierbeobachtungen. Gut ein Viertel des gesamten Landes ist für den Naturschutz reserviert – so viel wie in keinem anderen Land.

Um die Vielzahl der Parks besser einordnen zu können, teilt man diese oft in drei geographische Bereiche ein: dem nördlichen, östlichen und südlichen Bezirk. Mit unseren Safaris und Reisebausteinen haben wir uns auf den Norden Tansanias konzentriert. Hier finden sich neben der bekannten Serengeti und dem Ngorongoro Krater weitere tierreiche Parks, sowie der einzigartige Kilimandscharo.

Auf dieser Seite finden Sie viele nützliche Informationen zu den Parks, die wir im Programm haben. Die Parks sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt und enthalten die wichtigsten Daten und Fakten.

Arusha Nationalpark

Klein aber fein – so lässt sich der Arusha Nationalpark wohl zutreffend beschreiben. Die Größe des Parks wurde zwar im Jahr 2006 um das Doppelte auf etwa 300 km² vergrößert, dennoch ist er der kleinste Park im Norden Tansanias. Der Park ist landschaftlich sehr abwechslungsreich und lässt sich gut in die folgenden drei Bereiche unterteilen:

  • Im Westen befindet sich der majestätische Mount Meru. Mit 4.565 Metern ist er der zweithöchste Berg Tansanias.
  • Der Ngurdoto-Krater und die wildtierreiche „Kleine Serengeti“ befinden sich im Südosten des Parks. Am Kraterrand gibt es einige Aussichtspunkte, an denen Sie aussteigen und einen Blick hinab werfen können.
  • Im Nordosten befinden sich die sieben Momella Seen, die meist rund um das Jahr von Flamingos und Zugvögeln bevölkert werden.

 

Kilimandscharo Nationalpark

Rund 350 Kilometer südlich des Äquators befindet sich das Kilimandscharo Massiv. Mit 5.895 Metern ist der Kibo, beziehungsweise der Uhuru Gipfel, der höchste Berg des afrikanischen Kontinents. Seit 1973 gibt es den Kilimandscharo Nationalpark und 1989 erklärte die UNESCO die Landschaft zum Weltnaturerbe.

Die Landschaft am Kilimandscharo ist sehr abwechslungsreich. Etwa alle 1.000 Höhenmeter ändert sich die Vegetationsstufe. Unterhalb der Parkgrenzen befindet sich fruchtbarer Boden, der landschaftlich genutzt wird. Es folgt eine dichte Waldformation, die einem tropischen Regenwald gleicht. Dort leben auch die meisten Tiere, wie Affen, Antilopen, Löwen und Elefanten. Nach einer Heidelandschaft folgt eine kargere Hochland-Steinwüste. In der Gipfelregion gibt es außer kleinen Flechten keine Pflanzen. Es gibt größere Schneeflächen, die Gletscher verlieren jedoch zunehmend an Fläche.

Manyara Nationalpark

Der Manyara Nationalpark wurde im Jahr 1960 gegründet und ist der einzige Park, der im Gebiet des Großen Ostafrikanischen Grabenbruchs liegt. Im Westen wird der Park durch hohe Klippen begrenzt. Mehr als zwei Drittel des Parks nimmt der salzhaltige Lake Manyara ein, der saisonal von Flamingos bevölkert wird. Tierreich ist vor allem der Grundwasserwald; er ist beliebt bei den Elefanten, Wasser- und Buschböcken, sowie bei Pavianen und Meerkatzen. Mit über 400 Arten ist der Park ebenfalls gut für Vogelbeobachtungen geeignet.

Mit etwas Glück sichtet man dort auch die für den Park bekannten Baumlöwen. Es gibt verschiedene Theorien was die mächtigen Tiere auf die Bäume treibt. Eine besagt, dass die Tiere vor den Tsetse-Fliegen am Boden flüchten. Halten Sie also eher in luftiger Höhe Ausschau nach dem König der Tiere. Ein Geheimtipp: Löwen bevorzugen die großen Akazienbäume.

Lake Natron

Ein Besuch am Lake Natron bringt Abwechslung in Ihre Safari. Anders als in den anderen Wildparks sind Sie hier aktiv unterwegs und erkunden die Umgebung des Sees. Unter anderem unternehmen Sie eine Wanderung zu zwei imposanten Wasserfällen, die das Südende des Sees speisen.

Der abflusslose, stark alkalische See befindet sich im östlichen Arm des Ostafrikanischen Grabenbruchs am Fuße des Ol Doinyo Lengai Vulkans. Saisonal wird der See von bis zu 2,5 Millionen Zwergflamingos bevölkert. Die teilweise rote Färbung des Sees wird durch Salinenkrebse verursacht, die Hauptnahrung der Flamingos. Durch diese erhalten auch die Flamingos Ihre rosa Farbe.

Ngorongoro Conservation Area

Auf einer Fläche von 26.400 Hektar – halb so groß wie der Bodensee – können Sie im Ngorongoro Krater eine Vielzahl von Tieren beobachten. Es ist der größte nicht mit Wasser gefüllte Einbruchkrater weltweit. Bekannt ist er vor allem durch seine hohe Tierdichte. Je nach Jahreszeit befinden sich hier zwischen 15.000 und 25.000 Tiere – unter anderem die Big Five. Aufgrund der großen Tierpopulation halten sich innerhalb des Kraters auch verhältnismäßig viele Löwen auf. Giraffen und Impalas werden Sie vergeblich suchen, da der Kraterrand zu steil für die grazilen Tiere ist.

Die Ngorongoro Conservation Area (NCA) ist ein Wildschutzgebiet, in dem nicht nur Wildtiere leben, sondern zum Teil auch die Viehherden der etwa 38.000 Massai, die im Umland des Kraters leben. Es ist also gut möglich, dass Sie zwischen Zebraherden auch ein grasendes Rind entdecken. Der Einklang zwischen Natur und Menschen ist weltweit einmalig.

Serengeti Nationalpark

Die Serengeti – der älteste und wohl bekannteste Nationalpark in Tansania. Der Park erlangte bereits im Jahr 1951 Nationalparkstatus und wurde durch die Naturschutzarbeit und den Film „Die Serengeti darf nicht sterben“ von Michael und Bernhard Grizmek in den 1950er Jahren weltbekannt.

Mit etwa drei Millionen größeren Säugetieren ist die Serengeti der tierreichste Nationalpark der Welt. In der baumarmen Savanne lassen sich die großen Tierherden gut beobachten.

Ein großes Spektakel ist die große Migration, während der vor allem Gnus, Zebras und Antilopen alljährlich durch die Serengeti, den angrenzenden Ngorongoro Krater und die Massai Mara in Kenia wandern. Viele Raubtiere erwarten jedes Jahr sehnsüchtig die Ankunft der großen Herden.

Tarangire Nationalpark

Der Tarangire Nationalpark ist der Park mit der größten Elefantenpopulation des Nordens. 2006 wurden etwa 4.000 Tiere gezählt. Vor allem in der Trockenzeit tummeln sich die Elefantenfamilien und auch andere Tiere an den Ufern des Tarangire Rivers, der ganzjährig Wasser führt. Zu diesen Zeiten wandern die Tiere auch aus weiter entfernten Gegenden in die Region des Tarangire Nationalparks.

Entlang des Tarangire Flusses befinden sich großflächige Sumpfgebiete mit schwarz-toniger Erde. Dort halten sich die Elefanten gerne auf und kühlen sich mit der schlammigen Erde ab. Die übrige Landschaft wird von der Baumsavanne beherrscht. Schirm- und Flötenakazien, sowie Affenbrotbäume dominieren das Landschaftsbild.

NATIONALPARKS IN KENIA

Nationalparks in Kenia

Kenia bietet mit seinen vielen unterschiedlichen Parks allen Reisenden die Möglichkeit für abwechslungsreiche Safaris und ausgedehnte Pirschfahrten. In Kenia gibt es zurzeit 23 Nationalparks und 28 Nationalreservate. Zusammen machen sie etwa 8% der kenianischen Landfläche aus und werden vom Kenya Wildlife Service verwaltet.
Landschaftlich und auch vom Tieraufkommen sind die Parks sehr unterschiedlich. Damit Sie sich einen guten Überblick verschaffen können, haben wir hier die Parks alphabethisch aufgeführt und die wichtigsten Daten und Fakten zusammengefasst.

Amboseli Nationalpark

Der Amboseli Nationalpark gehört zu den beliebtesten Safarizielen in Kenia. Der Park ist vor allem wegen des einmaligen Panoramas – dem Kilimanjaro auf tansanischer Seite im Hintergrund – bekannt geworden. Der Kilimanjaro ist nicht nur schön anzusehen, die ergiebigen Wasserquellen ermöglichen vor allem das artenreiche Leben innerhalb des 392 km² großen Parks. Sie speisen die ausgedehnten Sumpfgebiete und den Sodasee. Ansonsten herrscht ein trockenes, heißes Klima und ein Großteil des Amboseli (Maa für „salziger Staub”) besteht aus staubiger Salzwüste.

Die große Elefantenpopulation, die auf 1300 Tiere geschätzt wird, ist eine Hauptattraktion des Parks. Neben Giraffen, Gnus und Zebras kann man im Park aber auch Geparde, Leoparde und Büffel beobachten. In den Sümpfen fühlen sich auch Nilpferde wohl.

Lake Naivasha und Hell’s Gate Nationalpark

Der Lake Naivasha ist ein Süßwassersee im östlichen Great Rift Valley und Heimat für eine Vielzahl von Vogelarten. Zu den fast 500 gezählten Arten gehören unter anderem Ibisse, Pelikane, Kormorane und Schreiseeadler. Am Ufer des Sees leben Giraffen, Antilopen, Gnus, Zebras und Flusspferde.

Ein Besuch von Elsamere am südwestlichen Ufer lohnt sich. Das Wohnhaus von Joy und George Adamson wurde zu einem Umweltschutzzentrum und einem kleinen Museum umgebaut. Ohne die finanzielle Unterstützung von Joy, die Bücher über die Löwin Elsa schrieb, wäre der Hell’s Gate Nationalpark nicht entstanden. Dieser kleine Nationalpark (68 km²) befindet sich im Süden des Naivashasees. Aufgrund der Abwesenheit von Raubtieren besteht die Möglichkeit den landschaftlich abwechslungsreichen Park zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erkunden. Eine herrliche Gelegenheit, um die Natur aktiv zu erleben.

Lake Nakuru Nationalpark

Die große Attraktion des Nationalparks war lange Zeit die große Anzahl von Zwergflamingos, die am Rande des Sodasees einen rosa Teppich bilden. Da das Wasser des Sees durch einen steigenden Pegel jedoch süßer und das Futter für die Wasservögel somit knapper wird, wandern die Flamingos vermehrt ab und siedeln sich an anderen Seen an wie zum Beispiel dem Lake Baringo.

Der Park, der seit 1968 auch ein Nationalpark ist, erweist sich jedoch das gesamte Jahr über als idealer Ort, um sowohl die bedrohten Rothschild Giraffen als auch Spitz- und Breitmaulnashörner zu beobachten. Die Tiere wurden zum Schutz in den Nationalpark umgesiedelt und vermehren sich mittlerweile so zahlreich, dass sie bereits teilweise in ihre ursprünglichen Lebensräume ausgewildert werden konnten. Große Herden von Büffeln und Wasserböcken befinden sich ebenfalls im Park. Die Landschaft innerhalb des 188 km² großen Gebiets ist sehr abwechslungsreich und reicht von Waldgebieten bis zu ausgedehnter, grüner Savanne.

Massai Mara Naturschutzgebiet

Die Massai Mara umfasst ein Gebiet von 1540 km² und ist das tierreichste Reservat Kenias, sowohl in Bezug auf die Anzahl der Arten als auch der Einzeltiere. Die Massai Mara besteht zum größten Teil aus einer weitläufigen Grassavanne mit einzelnen Bäumen. Daher hat die Massai Mara auch ihren Namen erhalten, da „Mara“ in der Sprache Maa „gepunktet“ oder „gefleckt“ bedeutet – entsprechend des Erscheinungsbildes der Landschaft. Die Masai sind ein Nomadenvolk, das seit jeher sein Vieh in der Region hütet.

Im Süden schließt das Naturschutzgebiet direkt an den Serengeti Nationalpark in Tansania an und bildet ein zusammenhängendes Ökosystem. Im Westen befindet sich der Viktoriasee, der der Massai Mara einen überdurchschnittlichen Niederschlag beschert und somit die hohe Tierdichte im Park ermöglicht.

Die alljährliche große Tierwanderung ist das Markenzeichen der Massai Mara. Millionen von Gnus, Zebras und Antilopen ziehen aus der Serengeti Richtung Norden, überqueren den Mara Fluss und erreichen in der Massai Mara Weidegebiete mit frischen Gräsern und genügend Wasser. Doch auch wenn die Tiere zurück in die Serengeti ziehen, befinden sich in der Mara eine große Anzahlt sesshafter Tiere. Große Herden von Elefanten und Büffeln, so wie Giraffen, Löwen, Geparde und Leoparden können – unter anderen – in der Massai Mara das gesamte Jahr gesichtet werden.

Samburu Nationalreservat

Das Samburu Nationalreservat ist ein 165 km² großes Naturschutzgebiet im Rift Valley nördlich von Nairobi am Uaso Nyiro Fluss. Die Landschaft dort ist von trockenem Buschland und offenen Grasflächen durchzogen. Der Uaso Nyiro Fluss ist gerade in der Trockenzeit ein beliebter Versammlungsort für alle möglichen Arten von Tieren. Im Gegensatz zu den übrigen Nationalparks, können Sie im Samburu auch Tiere des nördlichen, sehr trockenen Kenias beobachten. Dazu gehören zum Beispiel die sehr seltenen Netzgiraffen, Grevyzebras und der Somali-Strauß.

Ebenso wie in der Maji Moto kann man hier auch kulturelle Höhepunkte erleben. Das im Nationalreservat lebende Samburu-Volk hält sich, ähnlich wie die Massai, noch an ihre historischen Bräuche. So sind die Samburu Nomaden. Sie essen keine Wildtiere, sondern leben mit und von ihren Viehherden.

Tsavo-Ost Nationalpark

Im Jahr 1948 wurde der Tsavo Nationalpark mit einer Gesamtgröße von 21.812 km² gegründet. Bereits ein Jahr später wurde der große Park aus administrativen Gründen in die Nationalparks Tsavo-Ost und Tsavo-West geteilt.

Der heutige Tsavo-Ost Nationalpark umfasst eine Fläche von 11.747 km². Der Park ist landschaftlich nicht so abwechslungsreich wie sein kleiner Bruder, da er hauptsächlich aus Busch-, Grassavannen und halbwüstenartigen Steppen besteht. Die Tiervielfalt ist jedoch beeindruckend: Beobachten Sie während der ausgedehnten Pirschfahrten mit etwas Glück die Big Five, Geparden und am Flussufer auch Krokodile und Nilpferde. Im Park gibt es zwei Besonderheiten: Die Elefanten im Tsavo-Ost sind rot, da sie sich während Ihrer Staubbäder mit der roten Erde einpudern. Außerdem tragen die männlichen Löwen im Park als Anpassung an das heiße Klima keine (oder nur eine sehr dünne) Mähne.

Tsavo-West Nationalpark

Mit 9.065 km² der kleinere der beiden Tsavo Parks, ist der Tsavo-West Nationalpark jedoch der landschaftlich abwechslungsreichere. Insgesamt weist der Park eine höhere, fast waldähnliche Vegetation auf und ist von Hügeln und Bergen durchzogen. Im Nordwesten befindet sich der Chaimu-Krater. Die karge Mondlandschaft aus schwarzer Lava zeugt noch von den letzten Ausbrüchen des Vulkans.

Im Süden des Parks befinden sich die Mzima Springs, die von einem dichten Wald umgeben sind. Der Süßwassersee wird von einer Quelle gespeist, die pro Minute 300.000 Liter Trinkwasser ausschüttet. Ein Teil des Wassers wird per Pipeline zur Trinkwasserversorgung nach Mombasa geschickt. Bezüglich der Artenvielfalt unterscheiden sich die beiden Tsavo Parks nicht. Die Tiere sind im Tsavo West jedoch aufgrund der dichten Vegetation oftmals etwas schwerer zu entdecken.