Island Menschen & Kultur

Informationen zu Islands Kultur & Menschen

BEGEGNUNGEN

Kultur und Menschen in Island

Von Trollen und Elfen

Die Isländer sind ein abergläubisches Volk. Trolle, Elfen und Zwerge spielen eine Hauptrolle in den jahrhundertealten Sagas, Kinderliedern und Kinderbüchern. Zwischen den Felsen wohnen scheinbar ganze Elfenfamilien. Wenn man die bizarren Felsengebilde, Lavatürme und Durchblicke sieht, kann man sich das auf jeden Fall gut vorstellen. Sogar beim Bau eines Gebäudes oder einer Straße nehmen die Isländer Rücksicht auf Wohnorte von Elfen. Deswegen sieht man oft ein großes Steingebilde vor einer Straße oder einem Gebäude. Wie die Isländer selbst erklären, handelt es sich dabei um eine Geste des Respekts vor der Natur.

Baden, eine soziale Angelegenheit

Aufgrund der vielen thermalen Quellen hat Island eine ausgesprochen ausgeprägte Badekultur. Viele isländische Haushalte beziehen ihr Warmwasser und ihre Zentralheizung über Pumpen direkt von der nächsten Thermalquelle, der Strom kommt oft aus geothermischen Kraftwerken.

So gut wie alle größeren Orte und Dörfer haben ein öffentliches Schwimmbad, in dem Jung und Alt schwimmen, um danach in einem der thermalen Whirlpools zu entspannen. Auch ist es nicht ungewöhnlich, einen eigenen Hottub im Garten zu haben. In den Schwimmbädern und natürlichen Hotsprings wird geplaudert, gefeiert und Handel getrieben. Was für die Engländer ein Pubbesuch ist, ist für die Isländer ein Besuch des Schwimmbads. Vergessen Sie also auf keinen Fall Ihre Badesachen, um in einer ‚isländischen Kneipe‘ einzukehren. Besuchen Sie zum Beispiel die Naturbäder von Mývatn oder die Secret Lagoon.

FEIERTAGE

Feste und Feiertage in Island

In Island werden wie bei uns die christlichen Feiertage wie Ostern und Weihnachten gefeiert. Daneben gibt es in Island noch weitere wichtige Feiertage, die häufig in Zusammenhang mit der Arbeit, der Jahreszeit oder dem Klima stehen.

Sumardagurrin fyrsti ist der erste Sommertag nach dem alten Kalender und wird an dem Donnerstag gefeiert, der dem 20. April am nächsten ist. Island hatte nach dem alten Kalender nur zwei Jahreszeiten: Sommer und Winter, und es ist ein gutes Omen, wenn beide Jahreszeiten in der Nacht durch Frost „zusammenfrieren“. Heute gibt es viele Umzüge und Straßenfeste, auf denen die Isländer die warme Jahreszeit begrüßen.

Am ersten Sonntag im Juni wird der Sjomannadagurrin gefeiert. Dieser Tag ist den Seefahrern
gewidmet (Fischer, Reeder, usw.). In vielen Küstenorten ist dies das größte Fest des Jahres. Es finden Schwimm- und Ruderwettbewerbe statt und es werden Umzüge veranstaltet.

Der 17. Juni ist der wichtigste Nationalfeiertag, Lýðveldisdagurinn. Man feiert die Tatsache, dass
Island am 17. Juni 1944 eine Republik und damit unabhängig wurde. Vor allem in Reykjavik ist die ganze Stadt auf den Beinen und feiert in den Straßen. In dieser Zeit sind die Unterkünfte schnell ausgebucht.

Am ersten Montag im August wird Verslunarmarmannahelgi, ein freier Tag für Angestellte, gefeiert. Das dadurch entstandene verlängerte Wochenende nutzen viele Isländer für einen Ausflug. In manchen Orten, z.B. auf den Zeltplätzen einiger Nationalparks kann es dann schon ziemlich wild zugehen. Auch auf den Westmännerinseln wird an diesem Wochenende ein großes Festival, v.a. von jugendlichen Isländern gefeiert. Daher können wir die Fährüberfahrt am ersten Wochenende im August auch nicht buchen.

ESSEN UND TRINKEN

Landesküche in Island

Typische Gerichte des Landes

Es wird Sie nicht verwundern, dass in Island viel fangfrischer Fisch wie Heilbutt, Lachs und Kabeljau auf der Speisekarte steht. Daneben kann man fast immer verschiedene Gerichte mit Lammfleisch bekommen. Insbesondere die geschmorten Eintöpfe sind sehr schmackhaft. Auch Puffin (Papageitaucher) ist eine isländische Spezialität und steht auf manchen Speisekarten. Höfn ist Islands Hauptstadt des Hummers. Hier kann man in jedem Restaurant entweder einen ganzen Hummer essen oder zumindest Hummerfleisch auf einer Pizza oder in einer Pastasauce probieren.
Die isländischen Bauern züchten in den mit geothermischer Energie beheizten Gewächshäusern ihr eigenes Obst und Gemüse. Auf Tomaten, Gurken und sogar auf Südfrüchte müssen Sie auf Ihrer Islandreise also nicht verzichten. Der Nachtisch Skyr ist ein altes Wikinger-Rezept, eine Art Joghurt aus Schafs- oder Ziegenmilch, das besonders gut mit Beeren oder einer süßen Soße schmeckt.
Wenn Sie ein Schnäpschen probieren möchten, kosten Sie ein Gläschen Brennivín mit einem Hardfiskur (Stockfisch-Häppchen). Und wer sich traut, isst dazu ein Stückchen Hákarl. Dieser verfaulte (!) Hai gilt bei den Isländern als besondere Delikatesse.

In Reykjavik gibt es verschiedene Arten von Restaurants in jeder Preisklasse, von Sushi und traditionell isländisch bis hin zum Italiener. Wenn Sie eine typisch isländische Bar besuchen möchten, empfehlen wir Ihnen die Islenku Barinn, wo Sie viele Spezialitäten, wie geräucherte Forelle, kosten können.
Während Ihrer Reise übernachten Sie oft in kleinen Ortschaften und sind häufig auf das Hotelrestaurant oder ein Restaurant in der Nähe angewiesen, wo i.d.R. isländische Speisen serviert werden. Unterwegs gibt es reichlich Gelegenheit, eine Picknick-Pause in herrlicher Landschaft einzulegen. Supermärkte gibt es in allen größeren Ortschaften. Manche Unterkünfte bieten gegen kleines Geld auch das Zusammenpacken von Lunchpaketen an, wenn Sie z.B. eine längere Wanderung planen. Fragen Sie Ihre Gastgeber einfach danach.