Mexiko Gesundheit

Medizinische Versorgung in Mexiko

MEDIZINISCHE VERSORGUNG

Informationen zur Gesundheitsvorsorge

erlebe Mexiko ist bemüht, die Aktualität und Korrektheit der folgenden Informationen zu gewährleisten. Wir raten Ihnen jedoch immer auch selbst Kontakt mit einer medizinischen Stelle aufzunehmen, um sich kompetent und aktuell zu Gesundheitsfragen beraten zu lassen.

Natürlich können Impfungen und Vorsorge nicht ganz verhindern, dass Sie vor Ort krank werden. Seien Sie sehr aufmerksam und wenn Sie Zweifel haben über eine mögliche Erkrankung, beraten Sie sich vor Ort mit einem Arzt.

IMPFUNGEN

Impfungen für Mexiko

Für die Einreise nach Mexiko sind keine Impfungen vorgeschrieben. Für Reisen in der Regenzeit sowie in den tropischen Regenwald ist jedoch eine Typhus- und Malariaprophylaxe sowie ggf. auch eine Hepatitis B und Tollwut Impfung empfehlenswert. Des Weiteren ist – auch bei Kurzreisen – ein Impfschutz gegen Hepatitis A, Tetanus und Diphtherie ratsam. Konsultieren Sie diesbezüglich eine reisemedizinische Beratungsstelle oder Ihren Hausarzt. Eine Last-Minute Reise nach Mexiko ist für einen gesunden Menschen kein Problem. Natürlich ist es besser, Ihre Impfungen weit im Voraus zu regeln.

REISEKRANKHEITEN

Reisekrankheiten in Mexiko

Malaria

Malaria kann (selten) in Teilen von Mexiko auftreten. Im Dschungel im Süden kommen manchmal viele Mücken vor (vor allem in der Regensaison). Maßnahmen gegen Mücken sind u.a.: abends die Arme, Beine und Füße bedecken, sich mit einen Antimückenmittel eincremen in dem DEET enthalten ist und ein Mückennetz benutzen. Das Mückennetz können Sie eventuell mit einem Anti-Mücken-Mittel imprägnieren. Nehmen Sie bei Fieber oder grippeähnlichen Symptomen während oder nach dem Aufenthalt in einem Malariagebiet umgehend Kontakt mit einem Arzt auf.
In dem Grenzgebiet zu Guatemala und Belize kommt Malaria vor. Es ist möglich eine Malariaprophylaxe durchzuführen. Ob das in Ihrem Fall ratsam ist, klären Sie am besten mit einer der oben genannten Organisationen.

Bauchtyphus

Diese Impfung wird nur dann empfohlen, wenn Sie längere Zeit (3 Monate oder mehr) in Mexiko (Lateinamerika) verbringen möchten.

Dengue

Relativ häufig ist die durch Insekten übertragene Dengue-Virus-Infektion, für die es jedoch keine prophylaktischen Maßnahmen gibt. Zum Schutz vor Moskitostichen sollten sie Moskitonetze bzw. mückenabweisende Mittel verwenden.
Weitere Vorbereitungen
Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen müssen, sollten Sie diese in der ausreichenden Menge mitbringen, sich zuvor aber über Lagerbedingungen und etwaige Zollvorschriften bei der Einfuhr erkundigen. Tragen Sie eine Brille oder Kontaktlinsen, nehmen Sie dann die Spezifizierung Ihres Optikers mit, oder eine extra Brille bzw. Kontaktlinsen.

Zika

Der Zika-Virus wird von Stechmücken übertragen und geht mit Grippe-ähnlichen Symptomen sowie Hautausschlag oder Entzündungen der Augenbindehaut einher. In einigen wenigen Fällen ist bei Neugeborenen eine geistige Behinderung aufgetreten, wenn die Mutter zuvor am Zika-Virus erkrankt war. Der ursächliche Zusammenhang ist zwar nicht eindeutig bewiesen, dennoch sollten Schwangere auf nicht unbedingt nötige Reisen in die betroffenen Gebiete* verzichten. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf den Seiten des Auswärtigen Amts.

Magen- und Darmerkrankungen

Dies sind die wahrscheinlichsten Gesundheitsprobleme auf Ihrer Mexikoreise. Trinken Sie ausreichend. Sie können eventuell eine ORS-Lösung (Salzlösung) in Wasser aufgelöst einnehmen, sodass Sie nicht austrocknen. Dies ist besonders für Kinder und ältere Urlauber wichtig. Sollte die Diarrhö länger als zwei Tage anhalten, oder Nebenerscheinungen wie Fieber oder andere Dinge auftreten, nehmen Sie Kontakt mit einem Arzt auf.

GESUNDHEITSMASSNAHMEN

Gesundheitsmaßnahmen für Mexiko

Sie können ein Erste-Hilfe-Set selbst zusammenstellen oder kaufen. Ihr Apotheker berät Sie dahingehen sicher gerne. Entsprechende Bücher geben Ihnen ebenfalls Tipps und Ratschläge zu diesem Thema. Auch bei Tropeninstituten werden oft solche Bücher verkauft, ebenso wie Erste-Hilfe-Sets.

Wenn Sie regelmäßig Medikamente nehmen, nehmen Sie den Beipackzettel mit, sodass kein Zweifel aufkommt, dass Sie ein Drogenkonsument sein könnten. Sorgen Sie auch dafür, einen extra Vorrat mitzunehmen, sodass Sie nicht verzweifelt in den Apotheken vor Ort nach einem passenden Mittel suchen müssen, wenn Sie etwas verlieren. Nehmen Sie auch eine englische Bescheinigung Ihres Arztes mit, in dem die Medikamentenverordnung bestätigt wird.

Wenn Sie eine Brille oder Kontaktlinsen tragen, sollten Sie die Spezifizierung Ihres Optikers mitnehmen, oder eine extra Brille bzw. ein Paar Kontaktlinsen. Für Schnorchler/Taucher werden bei den Tauchläden/Tauchschulen Tauchbrillen mit Korrektur verkauft oder verliehen.

Gesundheit nach der Heimkehr

Wenn Sie nach Ihrer Rückkehr (und das kann unter Umständen Monate später sein), Fieber, Magen- bzw. Darmbeschwerden oder weitere Beschwerden, die Sie nicht mit einer bestimmten Ursache in Verbindung bringen können: Nehmen Sie Kontakt mit Ihrem Hausarzt auf und melden Sie, wie lange und wo Sie in Mexiko, Guatemala oder Belize waren und was Sie dort unternommen haben. Wenn Sie viel Kontakt mit der lokalen Bevölkerung hatten, ist es vernünftig, einen Tbc-Test machen zu lassen.

INFOS

Regeln im Umgang mit Lebensmitteln

Die Qualität des Trinkwassers in Mexiko ist auf jeden Fall im zentralen Tal akzeptabel. Außerhalb dieses Gebietes benutzen die Hotels oft Wasserfilter, um das Trinkwasser zu säubern. Wir würden Ihnen jedoch davon abraten, Leitungswasser zu trinken. Sie sollten am besten Wasserflaschen kaufen, die so gut wie überall erhältlich sind.

Trinken Sie nur Wasser aus abgeschlossenen/versiegelten Flaschen oder Dosen oder Getränke, die aus gekochtem Wasser zubereitet wurden, wie Tee oder Kaffee. Fruchtsaft ist nur ohne Bedenken zu trinken, wenn kein Wasser zugefügt wurde. Nahrung, vor allem Fleisch und Fisch, muss gründlich gekocht, gebraten oder gebacken sein. Von Salaten, Rohkost und Essen, das an der Straße zubereitet und verkauft wird, ist im Allgemeinen abzuraten. Vermeiden sollten Sie auch Obst, das bereits geschält und regelmäßig mit Wasser beträufelt wird, damit es frisch aussieht. Salat und Obst in teureren Hotels und Restaurants wird meistens gründlich gewaschen und desinfiziert. Bestellen Sie Ihre Getränke am Besten ohne Eiswürfel („Sin hielo“).

Informative Webseiten

Institut für Tropenmedizin Berlin, www.tropeninstitut.charite.de
Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, www.bni.uni-hamburg.de
Abt. Infektions- und Tropenmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität München, www.tropinst.med.uni-muenchen.de
Den reisemedizinischen Infoservice mit viele Ratschlägen und Tipps finden Sie unter www.fit-for-travel.de