Schroffe Küste, Meer und bewölkter Himmel am Kilt Rock in Schottland

Magisches Schottland - Wo Nessie wohnt und Legenden lebendig werden

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Dieses Jahr war unsere Familie auf einer Reise durch Schottland, einem Land voller Geschichten, Mythen und magischer Orte. Und genau das macht es für eine Familienreise so besonders. Denn vor allem die Kinder tauchen sofort in eine ganz andere Welt ein und sehen nicht nur die traumhafte Landschaft sondern überall auch mythische Wesen und Monster.

Zwei Jungen stehen vor einer Nessie Skulptur in Schottland

Auf unserer Reise durch Schottland haben wir genau nach diesen kleinen und großen Abenteuern gesucht. Zwei Orte dürfen dabei meiner Meinung nach bei einer Familienreise durch Schottland auf keinen Fall fehlen: Loch Ness und die Isle of Skye.

Für unseren Aufenthalt am Loch Ness planten wir bewusst zwei Nächte ein. So hatten wir einen ganzen Tag, um den berühmten See zu erkunden – und natürlich nach seinem wohl bekanntesten Bewohner „Nessie“ Ausschau zu halten.

Gestartet wurde mit einer Bootstour. Schon die kurze Fahrt von unserer Unterkunft zum Bootsanleger war spannend. Erst tauchten die schmalen Ausläufer des Sees neben uns auf und dann konnten wir endlich den riesigen See sehen.

Am Parkplatz angekommen, führte natürlich kein Weg an einem Foto mit der Nessie-Statue vorbei.

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Dann ging es weiter zum Bootsanleger. Kaum waren wir an Bord, wurden die Ferngläser ausgepackt. Die Jungs waren bestens vorbereitet und hielten den See aufmerksam im Blick. Vielleicht würde Nessie ja genau in diesem Moment auftauchen!?

Die Bootsfahrt selbst dauerte etwa 20 Minuten, war aber eine tolle Möglichkeit, die Dimensionen von Loch Ness einmal richtig zu erleben. Vom Wasser aus bekommt man ein ganz anderes Gefühl für die Größe des Sees. Unser Ziel war Urquhart Castle, beziehungsweise das, was von der einst mächtigen Burg heute noch übrig ist. Und die Ruine war für unsere Jungs ein echtes Highlight.

Das weitläufige Gelände lädt dazu ein, auf Entdeckungstour zu gehen, herumzustromern und sich vorzustellen, wie das Leben hier früher wohl gewesen war.

Ein kleiner Tipp gerade für Familien: Lauft zuerst hinauf zum Besucherzentrum. Dort gibt es ein interaktives Modell, das zeigt, wie Urquhart Castle früher ausgesehen hat. Das fanden wir besonders hilfreich, denn anschließend konnten wir die Ruinen viel besser einordnen. Plötzlich wurden aus alten Mauern wieder Türme und Räume und die Geschichte war für unsere Jungs viel greifbarer.

Urquhart Castle Ruine bei Loch Ness mit Bergen und bewölktem Himmel im Hintergrund
Zwei Jungs stehen unter einer bunten Skulptur von Nessie

Von den Mauern der Ruine hat man außerdem immer wieder einen fantastischen Blick über Loch Ness. Und natürlich wurden auch hier sofort die Ferngläser gezückt. Nessie musste schließlich irgendwo sein! Tatsächlich haben wir immer wieder Schatten und Bewegungen auf dem Wasser entdeckt. Waren es einfach Wellen? Treibholz? Oder vielleicht doch Nessie????

Nach unserer Bootstour ging es weiter zur Loch Ness Exhibition. Wer mit Kindern unterwegs ist und mehr über die Legende von Nessie erfahren möchte, sollte sich diese Ausstellung nicht entgehen lassen. Die Ausstellung ist interaktiv gestaltet und erklärt auf spannende und kindgerechte Weise, wie die Menschen über Jahrzehnte nach Nessie gesucht haben. Die Geschichte wird hier richtig erlebbar gemacht. So steht man plötzlich mitten in einem Hotel und erlebt eine Situation, in der über Nessie und die zahlreichen Sichtungen gesprochen wird. Durch diese Inszenierungen fühlt es sich fast so an, als würde man in die Vergangenheit reisen. Für Kinder ist das natürlich viel spannender, als einfach nur Informationen zu lesen.

Nach so viel Nessie-Suche brauchten wir irgendwann eine Pause. Und dafür gibt es einen tollen Ort: Dores Beach. Der Strand liegt auf der anderen Seite des Sees und ist perfekt für einen entspannten Familiennachmittag. Hier kann man ins Wasser gehen, natürlich nur, wenn man mutig genug ist. Es könnte ja doch sein, dass Nessie plötzlich vor einem auftaucht. Wer nicht so mutig ist, läuft am Ufer entlang und genießt einfach den Blick über Loch Ness.

Zwei Jungs mit kurzen Hosen und Cappies gehen mit ihren Füßen vorsichtig ins Wasser
Eilean Donan Castle, mit Menschen auf der Brücke, umgeben von Nebelschwaden

Eine weitere Station unserer Schottlandreise war die Isle of Skye. Wenn Loch Ness der Ort für die Monster ist, dann ist die Isle of Skye definitiv das Reich der Feen. Vor unserer Reise hatte ich schon viel über die „Insel der Feen“ gelesen. Trotzdem war ich überrascht, wie schnell mich die Landschaft tatsächlich in ihren Bann gezogen hat.

Hinter jeder Kurve wartet eine neue Landschaft. Grüne Hügel, schroffe Berge, Felsen, Wasserfälle und eine wilde Küste wechseln sich ab. Vieles scheint so unwirklich, dass man sich tatsächlich vorstellen kann, irgendwo zwischen den Hügeln plötzlich ein paar tanzende Feen zu entdecken.

Bevor man die Brücke zur Isle of Skye überquert, lohnt sich ein Abstecher zum Eilean Donan Castle. Das Schloss liegt auf einer kleinen Insel im See und ist über eine Steinbrücke erreichbar. Für mich verkörperte dieser Anblick einfach das typische Schottland: eine alte Burg, Wasser, Berge und eine Landschaft, die fast wie aus einem Film wirkt. Und natürlich ist das Schloss auch ein fantastisches Fotomotiv.

Einer unserer Lieblingsorte auf Skye ist Fairy Glens. Schon der Name klingt nach einem Märchen und tatsächlich fühlt sich die Landschaft auch genauso an.

Die Fairy Glens sind eine hügelige Landschaft, durch die man wunderbar zu Fuß streifen kann. Überall gibt es kleine grüne Hügel, verwinkelte Pfade und Felsen, auf denen die Kinder herumklettern können.

Unsere Jungs hatten hier jede Menge Spaß. Und ganz ehrlich: Es hätte mich überhaupt nicht gewundert, wenn vor uns plötzlich eine kleine Fee über den Pfad geschwebt wäre. Die Landschaft wirkt einfach unglaublich märchenhaft.

Noch mehr Wasser und Magie erwarteten uns bei den Fairy Pools. Als wir unsere Wanderung dorthin gemacht haben, hat es geregnet. Zuerst waren wir natürlich etwas enttäuscht. Doch rückblickend hat der Regen und der aufziehende Nebel die Landschaft noch mystischer gemacht. Die kleinen Wasserfälle wirkten dadurch fast unwirklich und die gesamte Szenerie hatte etwas Geheimnisvolles.

Wasserfälle der Fairy Pools auf der Isle of Skye in Schottland bei Nebel
Zwei Jungs betrachten grasende Schafe auf Wanderung durch grüne Hügel

Und Wasserfälle gibt es auf der Isle of Skye wirklich unglaublich viele – wahrscheinlich fast so viele wie Schafe. 😉Manche entdeckt man direkt am Straßenrand, zu anderen führen kleine Wanderungen. Einige sind klein und wild, andere stürzen majestätisch die Berghänge hinunter. Es lohnt sich deshalb, auf Skye immer wieder anzuhalten und die Umgebung zu erkunden.

Und was man auf keinen Fall verpassen darf, ist eine Reise weit, weit zurück in die Vergangenheit, in die Zeit der Dinosaurier.

Denn die Insel ist nicht nur bekannt für ihre Feen, über die Jahrzehnte wurden hier zahlreiche Dinosaurierspuren und Fossilien entdeckt. Für unsere beiden absoluten Dinosaurierfans war das natürlich sensationell.

In einem kleinen, liebevollen Museum entdeckt man verschiedene Exponate, die auf der Insel gefunden wurden. Doch das eigentliche Abenteuer erwartet den Besucher außerhalb.

Bei Ebbe kann man am Corran Beach selbst nach Dinosaurierspuren suchen, also Augen auf und die Suche beginnen! Wir hatten das große Glück, die Spuren tatsächlich zu entdecken, was nicht immer möglich ist. Die Jungs waren begeistert. Da stand man plötzlich an einem schottischen Strand und betrachtete eine Spur, die vor Millionen von Jahren ein Dinosaurier hinterlassen hatte. Was für ein Erlebnis!

Unsere Reise nach Schottland hat uns einmal mehr gezeigt, wie perfekt dieses Land für Familien ist.

Am Loch Ness geht man auf die Suche nach einem Monster. Auf Skye wandert man durch das Reich der Feen und auf den Felsen findet man Spuren von Dinosauriern.

Und genau das macht Schottland für uns so besonders: Man reist nicht einfach nur durch eine beeindruckende Landschaft – man wird Teil ihrer Geschichten.

Für uns steht fest, dass das nicht unser letzter Urlaub in Schottland war.

Schwarze Schuhe neben einem mit Wasser gefülltem Dinosaurierabdruck

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