
Mädelstrip durch Westaustralien – 2 Reisende, 5 Highlights
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Im Mai ging es für uns an die wilde Westküste Australiens. Anders als im Osten ist Westaustralien wesentlich dünner besiedelt und man fährt durch Gegenden, bei denen man das Gefühl hat, wirklich komplett alleine zu sein. Trotzdem oder gerade deswegen ist diese Region perfekt für Reisende, die gerne etwas abseits der typischen Touristenpfade unterwegs sind.
Um einen ersten Eindruck von Australiens Wildem Westen zu bieten, haben wir hier unsere fünf Highlights rausgesucht:

1. Schwimmen mit Walhaien
Dies ist wahrscheinlich mit das Besonderste, was man in Australien so machen. Im offenen Meer neben einem echten Walhai schwimmen. Natürlich wird hier darauf geachtet, dass die Tiere nicht gestört werden und es gibt ein paar Verhaltensregeln, doch diese trügen definitiv nicht den Moment, wenn der erste Walhai plötzlich wenige Meter neben einem im Wasser ist.
Der Ausflug startet morgens in Exmouth mit einer Fahrt zum Ablegeplatz etwa eine halbe Stunde entfernt. Auf dem Boot gibt es eine kleine Begrüßung und die Ausrüstung wird verteilt. Je nach Jahreszeit umfasst dies Stingersuits, Schwimmflossen und natürlich Taucherbrillen mit Schnorcheln. Es folgt eine kleine Einführung, wie der Ablauf rund um das Schwimmen mit den Walhaien ist sowie ein kleiner Probedurchlauf, bevor es auch schon los aufs offene Meer geht.
Dank Spotter-Planes geht die Suche nach den großen Tieren mit etwas Glück recht schnell und wir hatten bei unserem Ausflug sogar das ganz Große Glück, insgesamt mit drei verschiedenen Walhaien schwimmen zu dürfen. Gerade im Mai liegt die Wahrscheinlichkeit einer Sichtung extrem hoch, aber grundsätzlich ist die Saison bereits ab März und bis Juli.
Für Verpflegung ist den ganzen Tag gesorgt und je nachdem, wie schnell und erfolgreich die Suche nach den Walhaien ist, bleibt am frühen Nachmittag auch noch kurz Zeit für eine kleine Schnorchelrunde am Ningaloo Reef, natürlich mit entsprechenden tierischen Funden, wie Riffhaien, Stingrays oder mit etwas Glück sogar einer Meeresschildkröte.

2. Dirk Hartog Island
Ein echter Geheimtipp für alle, die gerne auch unbekanntere Orte für sich entdecken wollen: Dirk Hartog Island, die größte Insel Westaustraliens. 1616 kam Dirk Hartog hier als zweiter Europäer jemals in Australien an und alleine dadurch ist die Insel Bekannt. Schaf- und Ziegenzucht beeinträchtigten die natürliche Schönheit der Insel für Jahrzehnte, bis 2012 schließlich das „Return to 1616“ Projekt ins Leben gerufen wurde mit dem Ziel, die Insel wieder in ihren ursprünglichen Zustand zu bringen.
Heute ist die Insel gesamte Insel ein Nationalpark und man kann sie im Rahmen eines Tagesausfluges ab Monkey Mia oder Denham besuchen. Unsere Empfehlung ist aber ganz klar, auch mindestens eine Nacht in der familiengeführten Dirk Hartog Island Lodge zu verbringen. Neben dem Programm des Tagesausfluges mit historischer Tour über das Homestead und mehrstündiger Allradtour zum Surf Point und den Blowholes ist hier abends dann auch ein Ausflug zu den Klippen der Westküste für Australiens letzten Sonnenuntergang inkludiert. Die Lodge selbst hat nur eine Handvoll Zimmer und alle Mahlzeiten sind inkludiert. Auch Stand Up Paddleboards und Kajaks stehen zur freien Verfügung. Am letzten Tag geht es im Rahmen eines Scenic Flights mit einem Kleinflugzeug zurück aufs Festland.


3. Karijini Nationalpark
Der Karijini Nationalpark gehört absolut zurecht mit zu den Highlights nicht nur Westaustraliens, sondern Australien generell. Mit unserer Unterkunft im Herzen des Nationalparks hatten wir die beste Vorrausetzung, um die Landschaft zu erkunden. Für Naturbegeisterte gibt es hier ein schier endloses Angebot an Canyons und Gorges zum Wandern und natürlich auch Schwimmen. Aufgrund der recht langen Anreise sind zwei Nächte das Mindeste, doch auch drei bis vier Nächte sind ideal, um genug Zeit zu haben, auch verschiedene Regionen des Parks zu besuchen.
Unsere persönlichen Highlights waren zum einen der Hamersley Gorge. Hier geht es vom Parkplatz aus über eine Treppe direkt runter zum Boden der Schlucht. Unser Tipp: bleiben Sie nicht am unteren Pool, sondern folgen Sie der Wasser flussaufwärts. Dort gibt es weitere Pools, wo sich weniger Leute aufhalten.
Ein anderes Highlight war der Joffre Gorge, welcher praktischerweise direkt fußläufig von unseren Zelten im Karijini Eco Retreat erreichbar war. Die Wochen vor unserem Besuch waren recht trocken, deswegen konnten wir die Treppen bis ganz nach unten nehmen und uns frei durch die Schlucht bewegen.
4. Rottnest Island
Die glücklichsten Tiere der Welt – als solche werden die Quokkas, eine Unterart von Kängurus, gerne bezeichnet. Und wenn man sich ihr Zuhause, die traumhaft schöne Rottnest Island, so anschaut, versteht man auch, warum. Die kleine Insel liegt nur eine kurze Fährfahrt von Perth entfernt und lockt Besucher nicht nur wegen ihrer tierischen Bewohner sondern auch wegen ihrer paradiesischen Schönheit. Traumhafte Sandstrände, Klippen und türkisblaues Wasser und im Zentrum sanfte, grasbewachsene Hügel und ein, je nach Jahreszeit mal mehr mal weniger stark ausgeprägter, pinker See bieten einen wunderbaren Kontrast zur Großstadt Perth und sind ein perfekter Start in jede Reise entlang der Westküste.
Wir hatten die Möglichkeit, eine Nacht in einem Safarizelt auf der Insel verbringen zu dürfen. Unser Gepäck wurde von dem Fähranbieter direkt zur unsere Unterkunft gebracht, sodass wir direkt mit unseren Fahrrädern durchstarten konnten. Unser Tipp an dieser Stelle: Genug Proviant für zwischendurch einplanen, dann kann man direkt am Strand ein Picknick machen.
Die süßen Quokkas halten sich übrigens hauptsächlich im Dorf auf – da, wo viel Essen für sie runterfällt. So niedlich sie jedoch sind, anfassen oder füttern darf man sie leider nicht.


5. Bullara Station Stay
Last but not least: unser Aufenthalt auf der Bullara Station. Als Station bezeichnet man in Australien die riesigen Rinder- oder Schaffarmen, von denen einige ihre Türen für Reisende geöffnet haben. Die Art der Unterbringung ist her ganz unterschiedlich von Lodges, Cabins bis über Safarizelte.
Die Bullara Station liegt circa eine Stunde südlich von Exmouth und eignet sich daher perfekt als Zwischenstopp auf dem Weg in den Karijini Nationalpark.Untergebracht waren wir hier in einem der fünf Zimmer der Shearers Lodge. Diese haben einen eigenen Garten zum Verweilen und eine Gemeinschaftsküche mit einem gemütlichen Aufenthaltsraum.
Was diese Station aber wirklich besonders macht, ist das Abendprogramm. Ganz nach dem „Farm to table“-Prinzip gibt es jeden Abend ein Gericht mit Zutaten aus der Region. Das Menü ändert sich dabei mit den Jahreszeiten.
Kurz nach 18 Uhr lädt das Team zu Tisch ein und man wird zu seinem Platz an einem der langen Tische gebracht. Hier sitzt man zusammen mit anderen Gästen; eine perfekte Gelegenheit, um neue Bekanntschaften zu schließen! Da es jeden Abend ein festes Menü gibt, kommt das Essen schnell. Auf Lebensmittelunverträglichkeiten oder besondere Ernährungsweisen wird gerne Rücksicht genommen. Insgesamt war es ein wirklich toller Abend in entspannter Atmosphäre. Eine Buchung im Voraus ist notwendig, da sich „The Table“ bei den Gästen großer Beliebtheit erfreut.
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